Steckbrief Continental Bulldog
40,0 - 50,0 cm
23,0 - 33,0 kg
10 - 12 Jahre
Begleithund, Familienhund
Schweiz
kurzes, glattes Haarkleid
Selbstbewusst, freundlich, gelehrig, grobmotorisch
Top Facts
- Junge Hunderasse, die in Temperament und Aussehen noch sehr unterschiedlich ausfallen kann
- Mittelgroßer Bulldog, der mit Fokus auf Gesundheit gezüchtet wird
- Von gechillt bis temperamentvoll ist alles möglich
- Lernt gern: Aufmerksam und gelehrig
- Freundlich, neugierig und ausgeglichen-selbstbewusst
- Typische Bulldogge, die auch mal grobmotorisch und eigenwillig sein kann
Charakter
Typischer Bulldog-Charakter: Eigenwillig, witzig und liebenswert
Laut internationalem Zuchtstandard soll der Continental Bulldog die folgenden Wesenszüge haben: "Aufmerksam, selbstsicher, freundlich, weder aggressiv noch scheu." - das klingt recht gut, doch was steckt wirklich dahinter?
Von total gechillt bis bombig aufgedreht
Die sehr junge Hunderasse bringt nicht nur im Aussehen, sondern auch im Wesen noch einige Unterschiede mit. So können Continental Bulldogs von völlig übermütig und aufgedreht bis gechillt und ausgewogen faul sein. Die meisten Contis sind recht souveräne und tolle Begleiter, doch manche benötigen dafür halt mehr Auslauf und Aufmerksamkeit als andere.
Sportlich ja, aber keine Sportskanonen
Continental Bulldogs sind durchaus sportliche Bulldoggen, aber immer noch Bulldoggen. Das bedeutet, dass sie für eine Bulldogge sehr sportlich-agil sein können, aber natürlich nicht die Ausdauer und Kraft eines Malinois besitzen. So sind sie nicht für stundenlange Fahrrad- oder Joggingrunden gemacht, können aber sehr wohl bei einem längeren Waldspaziergang fröhlich mithalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Bulldoggen sind Contis häufig gute und willige Schwimmer.
Gleichzeitig fordern die meisten Contis keine stundenlangen Beschäftigungen oder gar zu viel Bewegung, denn es darf auch molossermäßig gemütlich zugehen. Es ist aber von der jeweiligen Zuchtlinie abhängig, ob ihr nicht doch vielleicht eine aufgedrehte kleine Bulldog-Knutschkugel bekommt. Doch Bulldoggen sind halt nur sportlich, wenn sie es mögen.
Wie sportlich-agil und vielseitig die Contis sein können, zeigt ein Video über die Continental Bulldog von dem Continental Bulldog Club Schweiz der Teil der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft ist.
Lernwillig und aufmerksam
Die sportlichen Contis sind durchaus schlau und lernwillig. Manche können wirklich temperamentvolle Arbeiter sein, die ihr im Hundesport gut einsetzen könnt. Natürlich werden sie nicht im Agility den Border Collie übertrumpfen oder in der Begleithundeprüfung den Malinois, aber sie können Spaß am Hundesport haben und gut mit euch arbeiten. Je nach Charakter und Förderung kann dies mal mehr oder mal weniger ausgeprägt sein.
Grobmotorische und freundliche Clowns
Die bombige Tollpatschigkeit und die meist sehr grobmotorische Körperlichkeit sind jedoch fast allen Continental Bulldogs mit in das Welpenkörbchen gelegt worden. Contis sind überaus verspielte und super freundliche Hunde, die als Familienhunde sehr gut geeignet sind. Die meisten lassen sich (fast) alles gefallen und sind für jeden Spaß zu haben. Es mag nicht den Anschein haben, aber hinter dem bulligen Aussehen verbirgt sich ein sensibler Hund, der sehr anhänglich und ausgesprochen verschmust ist. Gemeinsames Chillen auf dem Sofa mit seinen Menschen ist für fast alle Continental Bulldogs ein großes Bedürfnis. Ein gut gehaltener Conti ist daher fast immer gut gelaunt und ein toller Begleiter.
Bulldog-Charakter erfordert Humor und knallharte Konsequenz
Die charmant-eigenwilligen Continental Bulldogs zeichnen sich oft durch einen sehr eigenen kleinen Sturkopf aus. Denn die fröhlichen Knutschkugeln können ausgesprochen ausdauernd und beharrlich sein, wenn sie ihren eigenen Kopf durchsetzen müssen. Einmal aufgestellte Hausregeln werden gern immer wieder in Frage gestellt. Dabei gehen Contis gut gelaunt und schelmisch vor. Ihr solltet das mit Humor nehmen können und vor allem eine größere Ausdauer in der konsequenten Erziehung haben, als sie euer Bulldog an den Tag legt.
Aufmerksamkeit
Es kommt sehr auf die Züchtung und den jeweiligen Charakter des Hundes an, aber die meisten sind lernwillig und aufmerksam. Allerdings heißt dies nicht, dass sie über einen "Will-to-please" verfügen und ihre Vorstellungen mit deinen immer übereinstimmen müssen.
Energie
Da es sich um eine noch sehr junge Hunderasse handelt, kann es große Unterschiede im Bewegungsdrang geben. Manche Contis sind sehr temperamentvoll und benötigen viel Bewegung, andere haben ihre drolligen "Fünf Minuten" am Tag, chillen aber ansonsten lieber auf dem Sofa. Generell sind sie aber für längere Spaziergänge durchaus zu begeistern. Schnellere Gangarten wie Radfahren oder Joggen sind auf längeren Strecken eher nicht ihr Ding.
Zeitaufwand
Continental Bulldogs sind relativ pflegeleicht und freuen sich im Haus oder in der Wohnung, wenn sie mit dir auf dem Sofa liegen und schmusen können. Das Bedürfnis nach Auslauf und Kopfarbeit ist sehr unterschiedlich je nach Zucht und Charakter und kann durchaus etwas fordernder sein.
Training
Viele Continental Bulldogs sind aufmerksam und haben Spaß zu lernen. Leistungssportler sind sie aber nicht, sondern Familien- und Begleithunde. Je nach Körperbau und Zucht können die folgenden Aktivitäten für Conti's gut geeignet sein:
- Lange Spaziergänge oder Wanderungen
- Begleithunde-Training
- Obedience
- Agility kann in Ausnahmefällen für sehr sportliche Continental Bulldogs geeignet sein. Allerdings sollten sie aufgrund ihres Gewichts nicht zu stark beansprucht werden.
- Soziale Berufe, für die Continental Bulldogs geeignet sein können:
- Therapiehund
- Schulhund
- Alpiner Rettungshund
Wohnungstauglichkeit
Continental Bulldogs sind für die Haltung in der Wohnung geeignet, sofern sie nicht täglich viele Treppen steigen müssen. Gerade bei den schwer gebauten Bulldoggen solltet ihr auf ihre Gelenke Rücksicht nehmen und es sollten nicht viele Stufen zu eurer Wohnung führen.
Da Bulldogs zu anderen Menschen sehr freundlich sind, wenig bellen und nicht übermäßig viel Auslauf benötigen, sind sie für die Haltung in der Wohnung gut geeignet.
Ihr solltet eine schriftliche Genehmigung zur Haltung von Hunden von eurem Vermieter haben.
Treue & Ergebenheit
Continental Bulldogs sind sehr auf ihre Menschen fixiert und daher sehr loyale Kraftpakete, die am liebsten immer bei ihren Menschen sind.
Jagdtrieb
Continental Bulldogs verfügen meist über keinen oder nur einen sehr minimalen Jagdtrieb.
Alleinsein
Continental Bulldogs sind zwar sehr anhänglich, können aber durchaus ein paar Stunden allein gelassen werden, sofern sie gut sozialisiert sind und an das Alleinbleiben langsam gewöhnt werden.
Bellen
Continental Bulldogs sind meistens eher ruhige Vertreter, die selten zum Bellen neigen.
Wachsamkeit
Conti's sind im Verhältnis zu vielen anderen Hunderassen wenig wachsam.
Beschützer
Da die meisten Conti's sehr freundlich auf andere Menschen reagieren und wenig wachsam sind, eignen sie sich im Grunde auch nicht so gut als Schutzhunde. Allerdings können die mittelgroßen Bulldoggen durchaus beeindruckend und abschreckend für Menschen aussehen, die Schlechtes im Sinn führen.
Verträglich mit Hunden
Gut sozialisierte Continental Bulldoggen sind meistens sehr verträglich mit anderen Hunden.
Verträglich mit Tieren
Die meisten Contis vertragen sich, sofern sie die Gelegenheit hatten, sich in Ruhe an andere Tiere im Haushalt zu gewöhnen gut mit anderen Tieren. Vorteilhaft ist hier insbesondere ihre Freundlichkeit und ihr mangelnder Jagdtrieb.
Kinderfreundlich
Continental Bulldogs sind in der Regel sehr herzlich und freundlich zu Kindern, insbesondere zu Kindern ihrer Familie. Da sie wenig Schutztrieb haben, werden sie sehr wahrscheinlich auch die Freunde der Kinder fröhlich begrüßen. Allerdings können Temperament und die etwas grobmotorische Körperlichkeit der Bulldogs für sehr kleine Kinder einfach Zuviel sein.
Kleine Kinder sollten grundsätzlich nicht mit Hunden unbeaufsichtigt gelassen werden.
Verträglich mit Fremden
Eine gut sozialisierte Continental Bulldog wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr freundlich auf Fremde zugehen.
Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick
Gesundheit und Pflege
Continental Bulldogs sind "die gesunden, mittelgroßen Bulldoggen"
Der Continental Bulldog ist zwar der englischen Bulldogge nachempfunden, doch wurde bei ihm auf die starken äußerlichen Übertreibungen, die viele Qualzucht-Merkmale nach sich ziehen, sehr bewusst verzichtet.
Schnauze und Hals sind deutlich vorhanden, so dass die Atmung bei den meisten Contis wesentlich besser als bei englischen Bulldoggen ist. Es wurde auf die extremen Hautfalten verzichtet, die unwissende Hundeliebhaber anscheinend gar so niedlich finden, ohne zu wissen, dass dies zu vielen Hauterkrankungen führen kann.
Die Continental Bulldog hat mehr natürliche Geburten, da die Beckengröße entsprechend ist und die Köpfe nicht übermäßig groß gezüchtet werden.
Contis verfügen über einen ausgeprägten Schwanz, mit dem sie gut kommunizieren können. Trotzdem können je nach Züchtung auch bei den Continental Bulldogs als junger Hunderasse, Krankheiten der Englischen Bulldoggen zu Tage kommen.
Robustheit
Continental Bulldogs sind sehr robuste Hunde, die so schnell nichts aus der Bahn wirft.
Krankheiten
Seriös gezüchtete Continental Bulldogs sind häufig sehr gesunde Bulldoggen. Allerdings können typische Bulldoggen-Erkrankungen auch bei ihnen vorkommen und ihr solltet auf seriöse Züchter achten.
Die folgenden Krankheiten können daher bei Continental Bulldogs etwas häufiger als bei anderen Hunderassen auftreten. Verantwortungsvolle Züchter können dir die Gesundheitstests und -Zeugnisse der Elterntiere zeigen.
- Vererbte Neigung zu Cystinurie (Cystinsteine in der Blase)
- Hyperurikosurie (HUU) und Uratsteine
- Maligne Hyperthermie
- Degenerative Myelopathie (schwere neurodegenerative Erkrankung)
- Chondrodysplasie und Dystrophie (Verkürzung der Beine, erblich bedingt)
- Robinow-like-Syndrom (genetisch bedingte Fehlbildungen von Brust- und Schwanzwirbeln.
- Spondylose (Keilwirbel der Wirbelsäule)
- Brachyzephalisches Atemnotsyndrom (BAS)
Neigung zu Gelenkerkrankungen möglich:
- Kniescheibenverrenkung (Patella Luxation)
- Hüftgelenksdysplasie (HD)
- Ellenbogendysplasie (ED)
- Kreuzbandriss
Continental Bulldog-Welpen nur bei offiziellen Züchtern kaufen
Ihr solltet am besten Züchter wählen, die den offiziellen Zuchtvereinen angeschlossen sind und entsprechende Gesundheitstests an den Elterntieren vornehmen.
Leider kommt es vermehrt zu Züchtungen, die nicht dem offiziellen Schweizer Continental Bulldog-Zuchtprogramm (CBCS) angeschlossen sind, das hohe gesundheitliche Anforderungen an die Zucht stellt. Und genau darauf solltet ihr achten. Nur Welpen von Zuchthunden, die eine Zuchtzulassungsprüfung des Continental Bulldog Club Schweiz bestanden haben, sind als original Continental Bulldogs anerkannt!
Continental Bulldog-Züchter in Deutschland
In Deutschland führt der VDH eine Liste mit Continental Bulldog-Züchtern, die dem VDH angeschlossen sind. Gleichzeitig haben sie eine Liste der VDH-Züchter, die aktuell Continental-Bulldog-Welpen zur Vermittlung haben. Allerdings sind die Auflagen für die Zucht im VDH leider nicht so streng, so dass auch Mischlinge aufgenommen werden können.
Continental Bulldog-Züchter in der Schweiz
In der Schweiz ist der Continental Bulldog Club Schwei (CBCS) für den Zuchtstandard und die Zucht der Contis zuständig. Sie führen eine Karte der aktuellen Continental Bulldog-Züchter.
Continental Bulldog-Züchter in Österreich
In Österreich ist der Continental Bulldog Club Austria offiziell für die Zucht der Continental Bulldogs zuständig. Auf ihrer Seite findet ihr entsprechend eine Liste der Züchter in Österreich. Ein etablierter Kennel für Contis in Österreich ist Caramba-Bulldogs.
Verträgt Hitze
Auch wenn die meisten Continental Bulldogs weniger bis gar nicht unter Atemproblemen leiden, solltet ihr sie bei Hitze auf keinen Fall körperlich fordern. Denn sie vertragen Hitze nicht besonders gut, doch trotzdem sehr viel besser als andere kurzköpfige Bulldoggen.
Verträgt Kälte
Die wenigsten Contis lieben es, bei Regen rauszugehen. Nässe und Kälte sind nicht wirklich ihr Ding. Gerade wenn die Unterwolle fehlt, ist es sinnvoll, ihnen bei Kälte einen Mantel anzuziehen.
Allerdings ist Kälte für sie kein Problem, sofern sie sich ausreichend bewegen können. Viele Contis lieben es, durch den Schnee zu toben. Ihr solltet aber darauf achten, dass sie sich nicht verkühlen und dass ihre Atmung mit Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit gut klar kommen.
Pflege
Continental Bulldogs benötigen in der Regel sehr wenig Pflege. Das kurze Haarkleid
Baden
Kein Hund muss regelmäßig gebadet werden, es sei denn, er riecht übel. Dies erfolgt also meist nachdem sich der Hund in etwas ekligem gewälzt hat.
Schneiden & Trimmen
Das sehr kurze Haarkleid des Continental Bulldog muss nicht getrimmt werden.
Für Allergiker geeignet
Continental Bulldogs gehören nicht zu den Hunden, die bei Menschen weniger oder gar keine Allergien auslösen und haaren.
Wenn ihr euch für Hunde für Allergiker interessiert, empfehlen wir euch diesen Artikel zum Lesen: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.
Sabbern
Ob die Continental Bulldogge sabbert, hängt ganz individuell von der Größe ihrer Lefzen ab. Wenn sie sehr große und hängende Lefzen besitzt, ist die Wahrscheinlichkeit einfach größer, dass sie auch sabbern wird. Dagegen gibt es genügend Continental Bulldogs, die nicht so große und hängende Lefzen haben und sehr wenig sabbern.
Gesundheit & Pflege auf einen Blick
Ernährung
Verfressener Bulldog: Unbedingt auf die Linie achten
Bei Continental Bulldogs solltet ihr auf eine ausgewogene und möglichst fleischlastige Ernährung achten. Kohlenhydrate in Form von Getreide führen schnell zu Übergewicht oder auch zu Allergien und Hautproblemen. Viel Fleisch sorgt für eine schlanke Linie und guten Muskelaufbau.
Diät bei Blasen- und Nierensteinen
Continental Bulldogs können zu der Bildung von Nierensteinen (Cystinsteinen) aufgrund einer genetisch bedingten Stoffwechselstörung neigen. Ohne eine spezielle Diät und vor allem eine erhöhte Wasseraufnahme zum Spülen der Nieren, können die Nieren stark geschädigt werden. Sollte euer Continental Bulldog unter Cystinsteinen leiden, so solltet ihr eine Diät mit weniger Fleisch und dafür mehr Obst, Gemüse und Pseudogetreide geben. Eier und Milchprodukte sind tabu.
Verfressenheit
Continental Bulldogs können - wie alle Bulldoggen - sehr verfressen sein. Deshalb solltet ihr immer genau auf die Futtermenge achten, Leckerlies einplanen und euren Bulldog am besten einmal die Woche wiegen, um einer Gewichtszunahme rechtzeitig entgegen zu wirken.
Sollte euer Continental Bulldog doch mal zu viel auf den Rippen haben, haben wir ein paar Tipps zum Abnehmen: Abnehmen: Mit diesen 8 Tipps klappt es.
Aussehen
Sportliche mittelgroße Bulldogge des alten Typs
Der "Conti" ist eine mittelgroße Bulldogge mit gesunden, sportlichen Ambitionen, denn sie ist wesentlich athletischer gebaut als die Englischen Bulldogge. Der "Conti" hat einen fast quadratischen Körper und ist trotz seines kräftigen Körperbaus sportlich und für eine Bulldogge relativ ausdauernd.
Laut Zuchtstandard sollte er auch im schnelleren Tempo noch gut und geräuschlos atmen können. Sein Gewicht bewegt sich ungefähr zwischen 20-30 kg, je nach Größe und Geschlecht. Der Kopf der Continental Bulldog ist zwar molosserartig groß, aber in den meisten Fällen können die Geburten noch natürlich stattfinden, da die großen Köpfe noch durch den Geburtskanal passen.
Sie besitzt noch einen langen Schwanz und eine längere Schnauze, durch die sie meist gut atmen kann.
Von zierlich-hochbeinig bis bullig-kurzbeinig
Da es sich um eine sehr junge Rasse handelt, können Contis noch durchaus noch sehr unterschiedlich aussehen: Von zierlich und hochbeiniger bis zu bulligen und kurzbeinigeren Bulldogs. Entsprechend kann auch die Gesundheit ein wenig variieren, denn je kürzer die Beine oder die Schnauze, desto wahrscheinlicher sind auch beim Conti (noch) typische Bulldoggen-Krankheiten.
Fell
Continental Bulldogs haben ein sehr kurzes, glattes und dichtes Deckhaar. Das Deckhaar soll möglichst glänzen und nicht borstig wirken. Die meisten Continental Bulldogs haben eine kurze und feine Unterwolle, aber laut Zuchtstandard ist auch das Fehlen der Unterwolle gestattet.
Farbe
Fast alle Farben und Flecken möglich
Bei der Continental Bulldog sind fast alle Haarfarben erlaubt. Dabei können sie sowohl einfarbig, als auch gestromt oder mit weiß gescheckt sein. Auch eine schwarze Maske ist erlaubt, aber nicht gefordert.
Absolut unerwünscht ist dagegen die Farbe blau, da sie häufig mit genetischen Krankheiten verbunden ist.
Geschichte und Herkunft
Conti's sind eine junge Hunderasse
FCI Norm
Nummer: 369
Herkunft
Schweiz
Geschichte
Die Continental Bulldog ist eine sehr junge Hunderasse. Aufgrund des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Heimtieren aus dem Jahre 1987 und dem Schweizerischen Tierschutzgesetz (Art. 10), wären Englische Bulldoggen aufgrund ihrer vielen Qualzucht-Merkmale in der Schweizer Zucht gefährdet gewesen.
Zuchtprogramm zur Verbesserung der Gesundheit im Jahr 2000
Der Zentralvorstand der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) stimmte deshalb im Jahr 2000 einem Zuchtprogramm zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der English Bulldogs zu. Die damalige Bulldog-Züchterin Imelda Angehrn erhielt die offizielle Genehmigung, English Bulldogs mit Olde English Bulldogs zu kreuzen.
Imelda Angehrn: Mutter der Contis
Die Rasse wurde zu Beginn des 21.Jahrhunderts von der Schweizer Züchterin Imelda Angehrn (Pickwick Continental Bulldog) gegründet..
Imelda wurde 1934 als Tochter eines Tierarztes geboren und soll bereits als Teenager Neufundländer gezüchtet haben. Sie heiratete 1955 Peter Angehrn, der einen Boxer besaß und dies ermöglichte ihr, endlich auch selbst eine English Bulldog zu halten, was ihre Eltern ihr in jüngeren Jahren nicht erlaubt hatten. Dies war der Beginn ihrer English Bulldog-Zucht "Pickwick".
Züchterin Englischer Bulldoggen
Imelda war sich jedoch als eine der wenigen Züchterinnen Englischer Bulldoggen über die immer schlechter werdende Gesundheit der Rasse bewusst und schrieb ein 2008 im Kynos-Verlag erschienenes Buch über den English Bulldog, das aufgrund seiner Kritik an der Gesundheit dieser Rasse in Züchterkreisen schlecht ankam. Doch sie sah, dass die Belastbarkeit, die Atmung und die Fähigkeit zu natürlichen Geburten für die Rasse immer schwieriger wurde.
Lese-Tipp: English Bulldog von Imelda Angehrn * .
Als zu Beginn des 21.Jahrhunderts in der Schweiz die Diskussionen um tierschutzkonforme Zuchtbestimmungen aufkamen, ergriff sie die Chance, an dem Zuchtprogramm teilzunehmen. Dafür kaufte sie "Olde English Bulldogs (OEB)" dazu, um sie mit ihren Englischen Bulldoggen zu kreuzen.
Der erste Kreuzungswurf kam am 08.Juli 2001 aus dem OEB-Rüden "Birchwood's SpikesW und der englischen Bulldoghündin "Pickwick Lady Pinkarella" zur Welt. Dieser erste Wurf wurde damals noch "Pickwick Bulldogs Old Type (PBOT) genannt.
Zuchtziel: Gesunde, mittelgroße Bulldog
Es war das erklärte Ziel des Schweizer Zuchtexperiments, eine zuverlässige, mittelgroße Bulldogge für Familien von dem Molosser-Typ zu züchten, die jedoch alle Anforderungen des Tierschutzes an einen gesunden Hundes erfüllt und trotzdem dem Typus der englischen Bulldogge entspricht. Der Continental Bulldog ist mit der Absicht, eine mittelgroße Bulldogge zu züchten, die den ursprünglichen und damit gesünderen und sportlicheren früheren Englischen Bulldoggen im Äußeren und Wesen ähnelt und nur mittelgroß ist.
Der Conti als neue Rasse entsteht
Es wurde schnell klar, dass dieses Zuchtprogramm keine Rückkreuzung in den English Bulldog werden würde, da die englischen Zuchtverbände der English Bulldog dies ablehnten. Dann eben ohne sie und mit einer neuen Rasse, muss sich wohl Imelda Angehrn gesagt haben und hat mit viel Energie und Mut das Zuchtprojekt vorangetrieben.
Continental Bulldogs sind daher trotz ihres kräftigen Körpers recht beweglich und wesentlich ausdauernder als die englischen Bulldoggen. Um diese neue Rasse klar von der English Bulldog abzugrenzen, erhielt sie den neuen Namen "Continental Bulldog".
2004 erfolgte von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) die Bewilligung zur Schaffung einer neuen Rasse. Freund und Mentor von Imelda war Dr. h.c. Hans Räber, ein Schweizer Kynologe und Autor bekannter Hunde-Enzyklopädien. Er bestärkte sie darin, durch Fremdeinzüchtung die Rasse wieder gesünder werden zu lassen und er überzeugte sie, dass eine reine Selektion aufgrund des kleinen Genpools der Englischen Bulldoggen nicht mehr zu gesunden Tieren führen könnte.
Meilensteine in der Zucht des Continental Bulldogs
- 08.Juli 2001: Erster Wurf der Continental Bulldogs als Kreuzung aus OEB-Rüden "Birchwood's Spike" und Old English Bulldog-Hündin "Pickwick Lady Pinkarella", der noch "Pickwick Bulldogs Old Type (PBOT) genannt wurde.
- 2004 Bewilligung zur Schaffung einer neuen Hunderasse vom SKG. Betreuung vom Continental Bulldog-Club Schweiz (CBCS), der am 05.12.2004 gegründet wurde.
-
2004 – Anerkennung als nationale Rasse der Schweiz
- 2005 Standard wurde der internationale FCI-Zuchtstandard aufgestellt
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2006 - Anerkennung als nationale Rasse der Tschechischen Republik
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2016 - Anerkennung als nationale Rasse in Frankreich
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2017- Anerkennung als nationale Rasse in Deutschland
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2018 - Anerkennung als nationale Rasse in Estland
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2018 - Anerkennung als nationale Rasse in der Ukraine
-
Continental Bulldog-Clubs gibt es in vielen weiteren Ländern Europas, so beispielsweise in:
- Österreich
- Dänemark
- Schweden
- Finland
- Italien
- 30.03.2022: Provisorische internationale Anerkennung der neuen Hunderasse "Continental Bulldog" von der Fédération Cynologique Internationale (FCI).
Continental Bulldog im Überblick
Gesündere, sportlichere, mittelgroße Bulldogge
Der Continental Bulldog ist eine mittelgroße, sportlich-gesündere Bulldogge. Sie ist ideal für Menschen geeignet, die den eigenwillig-liebenswürdigen und lustigen Charakter der Bulldoggen lieben, aber sich einen gesünderen und sportlicheren Hund wünschen, der sie sowohl auf längeren Spaziergängen begleiten als auch mit ihnen auf dem Sofa chillen kann.
Auflagen
Für die Haltung von Continental Bulldogs bestehen keine rassespezifischen Auflagen in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Sie werden derzeit (Stand: November 2022) nicht in den Listen gefährlicher Hunde geführt und sind somit keine Listenhunde.
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