Golden Retriever

Gentleman mit goldenem Fell und sonnigem Gemüt

Markenzeichen des Golden Retrievers: Langes, weiches goldenes Fell gepaart mit Temperament und ausgewählter Freundlichkeit
Wie der Name, so der Hund: "Retriever" stammt aus dem Englischen und bedeutet frei übersetzt "Zurückbringer", "Golden" geht natürlich zurück auf sein golden glänzendes Fell und - wenn man möchte - auch auf sein fast immer sonniges Gemüt.

Top Facts

  • Typisch für Goldies: Ihr langes, weiches goldenes Fell
  • Gutmütiger, freundlicher und fröhlicher Familienhund
  • Leidenschaften: Apportieren und Fressen
  • Intelligent mit Arbeitswillen ("will to please")
  • Show- und Arbeitslinie mit starken Unterschieden
  • Mag Wasser und Kälte, gute Nase, leichter Jagdtrieb

Steckbrief Golden Retriever

Größe
51,0 - 61,0 cm
Gewicht
25,0 - 34,0 kg
Lebenserwartung
11 Jahre
Verwendung
Apportier-, Wasser- und Begleithund
Herkunft
Großbritannien
Fell
Goldenes mittellanges Fell
Wesen
freundlich, ausgeglichen, apportieren

Charakter

Freundlich, höflich und apportierfreudig

In Wesensbeschreibungen werden Golden Retriever als intelligent, gehorsam und mit dem "will to please" ausgestattet beschrieben. Die meisten sind freundlich, liebenswürdig und zutraulich.

Sie gelten als hingebungsvolle Begleiter, die nicht nur ihre eigene Familie lieben, sondern ebenso offen und freundlich gegenüber fremden Menschen und Hunden sind. Gleichzeitig werden sie als temperamentvolle Sportler beschrieben, die viel Bewegung in Form von Schwimmen und Laufen benötigen, sowie Apportier-Spiele oder Hundesport, um mental und körperlich fit zu bleiben. Ihre vorzügliche Nase wird ebenfalls hervorgehoben.

All dies trifft sicherlich auf viele Golden Retriever zu. Aber es gibt – ähnlich wie beim Labrador Retrieverr - große Unterschiede in den Züchtungen und natürlich ist jeder Hund immer ein Individuum, das nicht nur genetisch, sondern immer auch durch seine Erfahrungen sehr stark geprägt wird. Die Bandbreite der Goldies ist auch deshalb groß, weil sie so vielseitig sind und entsprechend unterschiedlich fallen auch die heraus gezüchteten und erwünschten Eigenschaften aus.

Golden Retriever werden heutzutage zwar immer noch als Jagd- und Apportierhunde verwendet, aber häufiger als Familien- und Begleithunde. Sie geben aber auch hervorragende Sport-, Blinden-, Therapie- und Rettungshunde ab und aufgrund ihrer guten Nase werden sie sogar als Drogenspürhunde verwendet. Zusätzlich gibt es immer wieder Abweichungen vom Zuchtstandard bei diesen so beliebten Hunden.

Gibt es überhaupt DEN Golden Retriever? Es gibt sehr starke Unterschiede im Charakter je nach Zuchtlinie

Beim Golden Retriever gibt es große Unterschiede in den Züchtungen. Zum einen gibt es zwei sehr unterschiedliche Zuchtlinien, die zu unterschiedlichen Ausprägungen von Temperament, Sportlichkeit aber auch von Freundlichkeit und Arbeitswillen führen können. Die Bedürfnisse und Eigenschaften der jeweiligen Goldies können sich also sehr stark unterscheiden. 

Die folgenden Zuchtlinien haben sich bei Retrievern gebildet und können zu starken Unterschieden führen:

  1. Arbeitslinie ("Field Trial")
    Die Hunde sind leichter, sportlicher und langbeiniger. Sie besitzen häufig einen starken „will to please“ und möchten gefallen und arbeiten. Sie sind meist sehr gut für die Jagd geeignet. Manche Golden Retriever aus dieser Linie konzentrieren sich stärker auf ihre Halter und können einen Schutztrieb entwickeln. Gleichzeitig sind sie temperamentvoller aber mit Pech auch nervöser.

  2. Show-Linie (Ausstellung)
    Golden Retriever aus der Show-Linie sind kräftiger und kurzbeiniger gebaut und werden stark auf Form gezüchtet. Sie sind weniger sportlich, manchmal schon gemütlich und ihr Arbeitswille kann gedämpft. Unter ihnen ist eher der gemütliche und vielleicht auch eigenwillige und sture Goldie zu finden. Dennoch gibt es auch unter ihnen gute Arbeitshunde.
  3. Dual Purpose Type
    Die Golden Retriever werden sowohl auf ihre Arbeitsanlagen als auf Aussehen gezüchtet. Die Hunde können also eine Mischung der o.g. Eigenschaften sein oder auch mehr in die eine oder andere Linie tendieren.

Deshalb kann das Wesen des Golden Retrievers je nach Schwerpunkt in der Züchtung von freundlich, gemütlich und stur bis sportlich, intelligent und wachsam variieren. Vertreter der Show-Linie verfügen eher über eine stoische Ruhe, große Höflichkeit aber eben auch über eine gelassene Langsamkeit, wenn es um das Ausführen von Aufgaben geht. Ob sich hier immer die vielgepriesene Intelligenz und ein "athletischer Enthusiasmus" finden lassen, mag bezweifelt werden. Den "will to please", die Arbeitsfreude und die Sportlichkeit, findet man verstärkt in der Arbeitslinie, die jedoch weniger gelassen und auch nicht immer so freundlich gegenüber allen anderen Lebewesen sein muss. Mit Pech können die Hunde nervös und auch sehr beschützend werden.

In einigen Fällen sind beim Golden Retriever sogar Neigungen zu aggressivem Verhalten vorgekommen, die leider nach Forschungen genetisch bedingt sind. Sicherlich spielen hier die Beliebtheit und damit verbundene „Vermehrungen“ statt Züchtungen eine Rolle.

Drei Eigenschaften haben aber fast alle Retriever und damit auch der Golden Retriever gemeinsam:

  1. Eine große Liebe zum Fressen und damit leider auch eine Neigung zur Fettleibigkeit (Adipositas), der die Besitzer entgegenwirken sollten.
  2. Eine große Wasserleidenschaft, die der Golden Retriever auch ausleben können sollte.
  3. Die große Leidenschaft zum Apportieren von "Beute", denn dies liegt nun einmal von Anfang an in den Genen des Retrievers. Ein Goldie wird voraussichtlich von klein auf an von sich aus Gegenstände ausgesprochen stolz mit sich herumtragen und sie euch glücklich präsentieren. Welche Gegenstände dies sind, solltet ihr steuern, damit nicht der teure Schuh oder das Handy dran glauben müssen oder auch gefährlich spitze oder giftige Gegenstände apportiert werden. Auch das Abgeben will mit positiver Verstärkung geübt werden und die Leidenschaft sollte im gemeinsamen Spiel ausgelebt werden. Empfehlenswert ist ein Training, das Mensch und Hund Spaß bringt. Es sollte mit Planung erfolgen und nicht im ewigen Ballwerfen enden, dass nicht nur mit den Stoppbewegungen die Gelenke schädigen, sondern auch den Jagdtrieb fördern kann.

Intelligenz

Der Golden Retriever ist als Jagd- und Apportierhund an selbständiges Lösen von Aufgaben gewöhnt und intelligent.

Aufmerksamkeit

Der Golden Retriever ist, wie fast alle Retriever, mit dem sogenannten "will to please" ausgestattet und möchte seinem Besitzer gefallen und Aufgaben lösen. Auch bei dem Golden Retriever gibt es Unterschiede in den Zuchtlinien und die "Arbeitslinie" hat meist einen stärker ausgeprägten Arbeitseifer als die "Showlinie".

Energie

Der Golden Retriever ist - je nach Individuum und Zuchtlinie - ein temperamentvoller Hund, der täglich seine Bewegung benötigt. Goldies lassen sich sehr gut mit Dummy-Training auslasten und lieben es, spazieren zu gehen und im Wasser zu schwimmen.

Zeitaufwand

Aufgrund ihres Temperaments und ihrem Bedürfnis, einer Aufgabe nachzukommen, liegt der tägliche Zeitaufwand sicherlich bei zwei Stunden.

Training

Golden Retriever lieben es, eine Aufgabe zu erhalten und kommen dieser nur zu gern nach. Als leichter zu trainieren gilt im allgemeinen die Arbeitslinie, die aber auch weniger ausgeglichen als die Showlinie sein kann. Aufgrund ihrer Herkunft als Jagd- und Wasserhunde sind Beschäftigungen wie Dummy-Training oder auch Schwimmen für Golden Retriever fast schon ein Muss:

Hundebeschäftigungen, Trainings, Hundesport für den Golden Retriever:

  • Dummytraining stellt die ursprüngliche jagdliche Apportierarbeit am besten nach und bringt Goldies einen großen Spaß
  • Agility
  • Trick-Training
  • Obedience

Für diese "Berufe" werden Golden Retriever erfolgreich ausgebildet:

  • Jagdliche Führung als Apportier- und Wasserhund
  • Rettungshunde
  • Mantrailing
  • Blindenführhund
  • Behindertenbegleithund
  • Therapiehunde
  • Drogenspürhunde

Wohnungstauglichkeit

Bei ausreichender mentaler und körperlicher Auslastung sind Goldies trotz ihres Temperaments auch für ein Leben in der Wohnung geeignet. Goldies lieben es, zu schwimmen und in Matschlöchern zu wälzen - dies sollte der Hundehalter tolerant in Kauf nehmen.

Ebenerdige Wohnung oder Fahrstuhl sind ein Muss

Größere Hunderassen wie der Golden Retriever mit einem Gewicht von ca. 25-34kg eignen sich nicht gut für ein Leben in einer Wohnung in höheren Stockwerken, wenn hier kein Fahrstuhl vorhanden ist. Welpen und Junghunde sollten noch keine Treppen steigen, damit ihre weichen Knochen und Gelenke nicht überlastet werden. Im ersten Lebensjahr sollten sie Treppen hinauf- und wieder herunter getragen werden. 

Golden Retriever sollten aufgrund der starken Knochen- und Gelenksbelastung ebenfalls nicht dauerhaft mehrere Treppen pro Tag steigen müssen. Und was ist mit einem kranken oder alten Hund, der die Treppen nicht steigen kann? Ein Goldie ist zum Tragen definitiv dauerhaft zu schwer. 

Erlaubnis des Vermieters oder der Eigentümer

Grundsätzlich sollte euch eine schriftliche Genehmigung zur Haltung eines Hundes in der Wohnung vom Vermieter oder - im Falle einer Eigentumswohnung - von der Eigentümergemeinschaft vorliegen. 

 

Treue & Ergebenheit

Golden Retriever sind sehr menschenbezogen und bei artgerechter Haltung, guter Sozialisierung ihrem Besitzer sehr treu und ergeben.

Jagdtrieb

Ein natürlicher Jagd- und Beutetrieb ist beim Golden Retriever als ursprünglichen Jagdhund vorhanden. Er sollte aber aufgrund seines "will to please" und da sie als Apportierhunde gewohnt sind, eng mit Menschen zusammenzuarbeiten, gut steuerbar sein. 

Alleinsein

Bei entsprechender Eingewöhnung von klein auf an und guter Auslastung sollten Golden Retriever auch gut damit zurecht kommen, allein zu hause zu blieben. Aber jedes Tier ist ein Individuum und Verlassensängste können je nach Prägung und Gewöhnung unterschiedlich stark hervorkommen. Dieser Wert stellt lediglich einen Näherungswert dar aufgrund der Erziehbarkeit und des Energielevels sowie der Ausgeglichenheit der Rasse.

Kein Hund sollte mehr als vier Stunden am Stück allein gelassen werden.

Bellen

Golden Retriever haben eine eher geringe bis mittlere Bellfreudigkeit. Doch auch hier gibt es natürlich Ausnahmen und in der Arbeitslinie ist eine höhere Tendenz zur Bellfreudigkeit vorhanden als bei den gemütlicheren Vertretern aus der Showlinie.

Wachsamkeit

Golden Retrievern wird nachgesagt, dass sie jeden Menschen freundlich begrüßen, so auch Einbrecher. Ihr Wachtrieb ist im Grunde nicht vorhanden, aber natürlich gibt es Ausnahmen, die dann eher in der Arbeitslinie anzutreffen sind.

Beschützer

Aufgrund ihrer Größe eignen sich Golden Retriever eigentlich sehr gut als Beschützer, aber sie sind meistens zu menschenfreundlich und höflich, um sich als Schutzhunde zu eignen. Der Schutztrieb liegt ihnen zwar nicht im Blut, aber im Notfall würden sie sicherlich ihre Menschen auch verteidigen.

Verträglich mit Hunden

Golden Retriever sind anderen Tieren freundlich und aufgeschlossen gegenüber. Doch je nach Sozialisierung und Zuchtlinie, kann dies auch stark variieren.

Verträglich mit Tieren

Wenn Golden Retreiver rechtzeitig an andere Tiere wie Katzen gewöhnt werden, vertragen sie sich sehr wahrscheinlich gut. Der natürliche Jagd- und Beutetrieb ist aber vorhanden und kann sehr gut auch Katzen und anderen Haustieren gelten.

Kinderfreundlich

Golden Retriever sind ausgesprochen menschenfreundlich und sind ideale Familienhunde, die Kinder lieben. Immer vorausgesetzt, dass der Hund gut sozialisiert und erzogen wird. Da Goldies nicht klein sind, sollte bei Kleinkindern darauf geachtet werden, dass sie vom Hund nicht umgeschubst werden. Kleinkinder sollte nie mit Hunden allein bleiben.

Verträglich mit Fremden

Golden Retriever sind Menschen gegenüber generell freundlich gesinnt. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: "Ein Golden vertreibt keinen Einbrecher, stattdessen freut er sich über den Besuch und hilft jenem, die Wertsachen aus dem Haus zu tragen".

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Bei Goldies sind die Gelenke, die Augen und auch die Haut anfällig für Erkrankungen

Von ihrer Abstammung her sind Golden Retriever eigentlich eine robuste und gesunde Hunderasse.

Doch aufgrund der Beliebtheit und der großen Nachfrage der Rasse kommt es leider zu "schwarzen Schafen" bei den Züchtern oder besser gesagt bei sogenannten "Vermehrern", die auf das Geld und nicht auf die Gesundheit und das Wesen der Hunde achten.

Deshalb solltet ihr auf einen seriösen Züchter Wert legen und lieber etwas länger auf euren Welpen warten. Ein seriöser Züchter wird euch auch alle Fragen zur Gesundheit der Elterntiere beantworten. Für viele der Erkrankungen gibt es genetische Tests oder medizinische Untersuchungen der Elterntiere. Fragt nach diesen!

Insbesondere die Gelenke sind bei den Golden Retrievern leider zu den Schwachpunkten geworden. Die Ellenbogen, die Hüften und auch die Knorpel sind anfällig für Erkrankungen, die später viel Leid und auch Kosten mit sich bringen können. Erspart euch und eurem Hund dieses Leiden und legt Wert auf eine seriöse Zucht.

Robustheit

Goldies sind an sich robuste, kraftvolle und temperamentvolle Hunde - solange sie keine der Krankheiten aufweisen, für die Goldies bekannter sind als andere Hunde.

Krankheiten

Krankheiten, für die Golden Retriever anfälliger sind als andere Hunderassen:

  1. Hüftgelenksdysplasie (HD)
  2. Ellenbogendysplasie (ED)
  3. Epilepsie
  4. Entropium (Roll-Lid)

Weitere Krankheiten, die beim Golden Retriever etwas häufiger als bei anderen Hunderassen beobachtet werden:

  1. Milztumore (Hämangiosarkom)
  2. Muskelschwund (Muskeldystrophie)
  3. Progressive Retinaatrophie (PRA)
  4. Netzhautdysplasie Retina Dysplasie
  5. Osteochondrosis (OCD)
  6. Exercised Induced Collapse (EIC)
  7. erblich bedingt Mastzellentumore auf der Haut oder an inneren Organen
  8. Ichtyose
  9. Futtermittelallergie, Dermatitis

Verträgt Hitze

Golden Retriever stammen aus Kanada und verfügen über ein langes Deckhaar und eine dichte Unterwolle. Sie fühlen sich wohl, im kalten Atlantik zu schwimmen. Daher kommen sie mit Hitze nicht sehr gut zurecht und lieben eine Abkühlung im Wasser.

Verträgt Kälte

Golden Retriever stammen aus Kanada und verfügen über ein langes Deckhaar und eine sehr dichte Unterwolle. Als Wasserhunde schwammen sie früher im kalten Atlantik. Daher kommen sie mit Kälte ausgezeichnet zurecht und benötigen im Winter keinerlei Kälteschutz

Pflege

Der Pflegeaufwand eines Goldies ist nicht sehr hoch, aber es gibt etwas zu tun. Das lange wasserabweisende Fell sollte gelegentlich gebürstet werden, die Unterwolle muss zum Fellwechsel herausgekämmt werden. Mit dem Fellwechsel zum Sommer sollte gründlich und häufiger gebürstet und gekämmt werden.

Gelegentliche Bäder (nicht zu häufig!) können vorteilhaft sein, wenn der Goldie sich in stinkenden Matschlöchern gesuhlt oder in stinkendem Matsch unterwegs gewesen ist, was viele Retriever lieben. Auch sollte das Fell immer wieder gut getrocknet werden, damit der Goldie keine Hautprobleme bekommt.

Die Krallen sollten - wie bei allen Hunden - regelmäßig geprüft und ggf. geschnitten werden. Ebenso sollten Augen- und Ohren regelmäßig begutachtet und gereinigt werden.

Baden

Hunde müssen nicht regelmäßig gebadet und shampooniert werden. Da der Golden Retriever aber Wasser liebt und ausgesprochen gern in Matsch, Schlammlöchern und mitunter auch stinkenden Gewässern sehr gern unterwegs ist und sich vielleicht auch gelegentlich in totem Fisch oder Kuhfladen oder ähnlichem wälzt, könnte ein gelegentliches Bad nötig werden.

Kämmen & Bürsten

Das relativ lange und dichte Fell des Golden Retrievers sollte regelmäßig gekämmt werden. Insbesondere die dichte Unterwolle muss regelmäßig herausgekämmt werden.

Haaren

Golden Retriever haaren, insbesondere beim Fellwechsel im Frühjahr sollten sie regelmäßig gebürstet werden.

Schneiden & Trimmen

Ein Golden Retriever muss naturgemäß nicht geschoren oder getrimmt werden. Allerdings wird dies immer öfter in heißen Sommern beobachtet und sollte sehr kritisch hinterfragt werden, denn es schadet mehr als es nützt.

Sinnvoll ist es aber, die tote Unterwolle sehr gut heraus zu kämmen und dies ggf. auch bei einem Hundefriseur machen zu lassen. Es ist auch möglich, das Deckhaar leicht zu schneiden, aber niemals zu scheren!

Für Allergiker geeignet

Golden Retriever haaren stark und gehören nicht zu den Hunderassen, die für Allergiker besser geeignet sein können. 

Sabbern

Golden Retriever haaren, insbesondere beim Fellwechsel im Frühjahr sollten sie regelmäßig gebürstet werden. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Übergewicht vermeiden und ausgewogen ernähren

Die Ernährung des Golden Retrievers hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit. Achtet auf eine ausgewogene und natürliche Ernährung eures Hundes, die auf sein Alter, Gewicht und seine individuelle Konstitution Rücksicht nimmt. 

Es ist bekannt, dass die meisten Golden Retriever zur Gefräßigkeit neigen. Ihr habt es als Halter in der Hand, verantwortungsvoll darauf zu achten, dass euer Hund ein gesundes Gewicht behält und dabei alle wichtigen Nährstoffe in optimaler Menge und Art zu sich nimmt.

Die Energiezufuhr sollte den Energieverbrauch des Hundes nicht überschreiten, damit er sein Gewicht hält.

Übergewicht kann zu einem früheren Tod führen

Eine Langzeitstudie bei Labradoren, die auch zu den Retrievern zählen, hat gezeigt, dass übergewichtige Hunde bis zu 20% ihrer Lebenszeit einbüßen und früher sterben können. Deshalb sollten die Futtermenge und das Futter unbedingt an die Größe und an den Bewegungsgrad des Hundes angepasst werden.

Verfressenheit

Golden Retriever können äußerst gefräßig sein und - wenn man sie fragt - niemals satt. Daher neigen sie zu Übergewicht, insbesondere bei zu wenig Bewegung.

Aussehen

Goldenes weiches Fell, kraftvoller, mittelgroßer Hund

Der Golden Retriever ist ein kraftvoller und dabei harmonisch gebauter Hund mit einem eher breiteren Kopf und mit einem freundlichen Gesichtsausdruck. Er besitzt eine lange und lang behaarte Rute. Sein Markenzeichen, das sich in seinem Namen wieder findet, ist seine von creme über beige bis hin zu gelb oder goldene Fellfarbe und sein längeres und relativ weiches Fell mit einer dichten Unterwolle.

Auch bei dem Golden Retriever gibt es in den letzten Jahren mehrere Zuchtlinien, die sich in ihren Eigenschaften aber auch in ihrem Aussehen durchaus stärker unterscheiden können. Auch variieren die Erscheinungsformen in Europa, England und in den USA, wenngleich die Zuchtkriterien ähnliche Merkmale festhalten.

Während die sogenannte "Showlinie" oder auch klassische Linie genannt, eher schwerfällige, kurzbeinigere und schwerere Hunde hervorbringt, sind die Goldies der sogenannten Arbeitslinie, auch Field-Trial-Linie genannt, leichtere, schmalere und temperamentvollere Hunde, die sich meist besser für den Hundesport eignen.

Je nach Geschlecht und Linie werden Golden Retriever zwischen 25-34 kg schwer und erreichen eine Höhe von 51 bis 61cm, womit sie als mittelgroße Hunde gelten.

Augenfarbe

Die Augen des Golden Retrievers sind dunkelbraun.

Fell

Der Golden Retriever hat ein längeres entweder glattes oder leicht gewelltes, weiches Fell mit einer wasserabweisenden, dichten Unterwolle.

Farbe

Golden Retriever gibt es nur in einer Farbe, bei der jedoch größere Brandbreiten von hell cremefarben über beige bis zu goldfarben erlaubt sind. Laut Zuchtstandard sind jedoch weder Rot- noch Brauntöne (Mahagoni) erlaubt. Zulässig sind aber vereinzelte weiße Brusthaare. Diese Fellfarbe ist auch Namensgeber für den Golden Retriever.

Geschichte und Herkunft

Die Geschichte der Golden Retriever geht zurück auf Christoph Kolumbus

FCI Norm

Nummer: 111

Herkunft

Großbritannien, doch der Ursprung geht auf die St. John's Hunde in Kanada zurück.

Geschichte

Wie bei vielen Hunderassen ranken auch über die Ursprünge der Golden Retriever viele Geschichten und Theorien, die auf ihren Wahrheitsgehalt schwer zu prüfen sind. Aber die wahrscheinlichste Theorie geht auf Zeiten von Christoph Kolumbus zurück, als die Briten um 1500 die Ostküste Neufundlands bei St. John’s zum Handel bereisten und begannen, sich niederzulassen. Vermutlich brachten sie unterschiedlichste Hunderassen mit nach Neufundland, wie z.B. Wasserhunde, Bluthunde, Hütehunde und Spaniels, aus denen dann neue "Hunderassen" entstanden, die die für Neufundland nötigen Eigenschaften besaßen.

Gleiche Urahnen bei allen Retrievern und Berghunden

Bei diesen neufundländischen Hunden gab es eine kleinere und eine größere Variante. Von der kleineren Variante stammt nicht nur der Golden Retriever als heutige Hunderasse ab, sondern auch alle anderen Retriever bzw. anerkannten Apportierhunde:

Von der größeren Variante der ursprünglichen neufundländischen Hunde stammen die heutigen Neufundländer und auch die Landseer ab, die wiederum zu den Berghunden zählen.

Bereits diese Hunde besaßen die auch derzeit so beliebten Merkmale des Golden Retrievers, denn sie hatten ein sehr ausgeglichenes und gutartiges Wesen, eine große Leidenschaft für das Wasser und das Apportieren, konnten hervorragend Fährten erspüren und waren von mittlerer Größe.

St. John's Hunde als Vorfahren der Retriever

Alle Retriever gehen auf die gleichen Vorfahren zurück: auf die St. John's Hunde, die kleinere Variante der ursprünglichen neufundländischen Hunde, die von der kanadischen Ostküste, aus dem heutigen "Neufundland und Labrador" stammen. Hier halfen diese schwimmfreudigen Hunde den Fischern seit dem frühen 17. Jahrhundert bei der Arbeit, indem sie Taue und Netze apportierte und die Fische im Wasser einsammelte, die aus den Fischernetzen fielen. Immer mehr wurde dieser Hund vermutlich auch hier schon bei der Jagd von Wasservögeln eingesetzt und war ein ausgezeichneter Apportier- und Wasserhund. Sie besaßen ein kurzes, wasserabweisendes Fell, das an die eisigen Wasser des Nordatlantiks angepasst war. Sowohl die Apportier- als auch die Wasserfreude des Golden Retrievers sind in seinen Wurzeln und damit auch in seiner Seele tief verankert. Diese frühen Golden Retriever waren mäßig groß, konnten auch gelocktes Haar haben. Zu dieser Zeit gab es noch keine planmäßige Zucht.

Entdeckung der Qualitäten der St. John's Hunde und "Re-Import" nach England

Vier der heutigen Retriever-Rassen wurden jedoch erst im 19.Jahrhundert in England gezüchtet: Anfang des 19. Jahrhunderts wurde reger Handel zwischen England und Neufundland betrieben und ein englischer Colonel namens Peter Hawker bereiste Neufundland mit seinem Schoner häufig und berichtete von zwei Hundearten: die großen "Neufundländer" und die kleineren "St. John’s Hunde", die er auch in seinem Buch 1814 genauer beschrieb. Colonel Peter Hawker erkannte die Fähigkeiten dieser Hunde, die freudig apportierten ohne dabei die Beute zu beschädigen, also ein sogenanntes "soft mouth" besaßen. Dies waren gute Voraussetzungen für das Apportieren von Wild und er, sowie sicherlich noch weitere Engländer, brachte einige der St. John’s Hunde nach England.

Hohe Hundesteuern in Kanada vermindern die St. John's Hunde

Im 19.Jahrhundert kam es in Kanada durch besonders hohe Hundesteuern zu Einschränkungen in der Hundehaltung. Die englischen Quarantänegesetze verhinderten weitere Importe von Hunden nach England, so dass sich die heutige Rasse "Golden Retriever" in England entwickelte, obgleich die Ursprungshunde aus Kanada kamen. Britischer Landadel setzte die ersten Zuchtstandards und züchtet aus diesen Hunden vier der sechs heutigen Retriever-Rassen.

Lord Tweedmouth als Urvater der Golden Retriever

Hundezucht lag in diesen Zeiten in England ausschließlich bei dem Landadel, dem auch die Ländereien und Wildbestände gehörten. Beim Golden Retriever sind die Ursprünge der Zucht sehr gut dokumentiert, da die genau geführten Zuchtbücher des wohl größten und ersten Züchters der Golden Retriever sehr gut erhalten sind und 1953 auf einem Dachboden des Großneffens wieder gefunden wurden. Die Sprache ist von Sir Dudley Coutts Marjoribanks, 1. Baron Tweedmouth (29.12.1820-04.03.1874) oder einfach "Lord Tweedmouth".

Er war ein sehr vermögender britischer Politiker und passionierter Hundezüchter und gilt als Gründer der Hunderasse Golden Retriever. Er kaufte im Jahr 1864 einen gelben Wavy-Coated Retriever, einen St. John's Hund, namens "Nous". Lord Tweedmouth erwarb "Nous" von einem Schuhmacher in Brighton, der diesen Rüden von einem Wildhüter zur Begleichung seiner Schulden in Zahlung genommen haben soll. Demnach war "Nous" als einziger gelber Welpe unter ansonsten schwarzen Geschwistern geworfen worden. 1868 verpaarte Lord Tweedmouth diesen Rüden mit seiner Tweed-Water-Spaniel Hündin "Bell", die dicht gelocktes hellbraunes Fell hatte.

Zum Glück hat der Lord einen Faible für gelbe Hunde

In den 1850er Jahren in England waren schwarze Jagd- und Apportierhunde "en vogue", der Lord hatte aber einen Faible für gelbe Hunde. Es gab auch bereits gelbe St. John's Hunde, aber sie basierten auf einem rezessivem Gen und waren sehr selten. Water Spaniels sind später ausgestorben, leben aber in diversen Hunderassen weiter. Zwischen 1868-1890 kreuzte der Lord planmäßig weitere Hunderassen ein: 1-2 Labradore, einen roten Irish Setter, einen beigefarbenen Bluthund und weitere Wavy-coated Retriever. Bis 1913 nannte man diese Hunde goldene Flat-Coated Retriever, danach dann Golden oder Yellow Retriever und ab 1920 dann bis heute "Golden Retriever".

Sie wurden teilweise auch "Russian Retriever" oder "Russian Retriever & Tracker" genannt, was aber wohl zu unrecht auf einer Legende basiert, in der angeblich russische Schäferhunde aus einem Wanderzirkus eingekreuzt worden sein sollen. Dafür gibt es aber keine Belege und Schäferhunde und Retriever haben sehr wenig Ähnlichkeiten.

Die ersten Golden Retriever - welche Hunderassen stecken im Goldie?

Die folgenden Hunderassen wurden nachweislich von Lord Tweedmouth in den Golden Retriever gezüchtet: 

Woher kommt der Name Golden Retriever?

Der Golden Retriever wurde als Jagdhund zum Apportieren von geschossenem Wild zu Wasser (Enten) und zu Lande (Fasanen und Hasen) gezüchtet. Das Wort "Retriever" stammt aus dem Englischen und bedeutet frei übersetzt "Zurückbringer". "Golden" geht natürlich zurück auf sein golden glänzendes Fell und - wenn man möchte auch auf ein sonniges Gemüt.

Golden Retriever im Überblick

Sehr höfliche Begleithunde, die Wasser, Apportieren und Auslauf lieben

Golden Retriever sind sehr menschenbezogene und freundliche Begleiter. Die wasserliebenden Sonnenscheine haben den "will to please" und möchten euch gefallen und Aufgaben für euch erledigen. Bei ihnen gibt es große Unterschiede in Wesen und Temperament in den Zuchtlinien. Schaut, welche besser zu euch passt. Achtet auf eine gesunde Zucht, da einige Erkrankungen stärker bei Golden Retrievern als bei anderen Rassen vorkommen. Goldies sind gute Familienhunde, sofern ihr ihren Bedürfnissen auch nachkommt.

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