Jack Russell Terrier

Lebensfrohe, selbstbewusste Powerpakete mit Hang zu Eigensinn

Jack Russell Terrier sind sehr fröhliche, agile und ausdauernde kleine Hunde. Sie sind stets neugierig und lieben Aktivität. Jacks besitzen einen ausgeprägten Jagdinstinkt, bewachen gern und fühlen sich überhaupt wie ganz Große. Sie bellen, buddeln und jagen für ihr Leben gern und überhören im Übereifer schon mal ihren Halter. Wer diese Powerpakete geistig und körperlich auslasten kann, sie konsequent erzieht und ihnen dabei auch Ruhe beibringen kann, der bekommt einen Hund fürs Leben.

Top Facts

  • Lebensfrohe Powerpakete = benötigen viel Auslauf
  • Ist immer beschäftigt - fragt sich nur, womit...
  • frech und verwegen = kann dominant zu Hunden sein
  • Eigenständiger Jagdhund: "Ich bin dann mal weg...", buddelt
  • Wachsam und furchtlos: guter Wachhund, bellt gern
  • Selbstbewusst und stur = konsequente Erziehung nötig

Steckbrief Jack Russell Terrier

Größe
25,0 - 30,0 cm
Gewicht
5,0 - 6,0 kg
Lebenserwartung
13 - 16 Jahre
Verwendung
Jagd- und Begleithund
Herkunft
Großbritannien
Fell
kurz, glatt oder rau, mehrfarbig
Wesen
agil, eigenwillig, selbstbewusst

Charakter

Selbstbewusst, temperamentvoll, verspielt und eigenwillig

Lebensfrohe Powerpakete mit Humor und Eigensinn

Jack Russell Terrier sind überaus robuste, selbstbewusste, lebensfrohe und dabei sehr neugierige und ausgesprochen agile kleine Hunde, die einen Sinn für Humor mitbringen. Diese fröhlichen, aktiven Powerpakete sind flink, zäh und ausdauernd. Sie lieben es zu spielen und eine Aufgabe zu haben und benötigen viel Aktivität in ihrem Alltag. Aufgrund ihres selbstbewussten und mutigen Charakters können sie mit Sturheit ihre Erziehung auf die Probe stellen.

 

Ja, der Jack Russell Terrier ist ein Jagdhund…

Jack Russell Terrier sind und werden auch heutzutage immer noch, als reine Arbeitshunde für die Jagd unter der Erde gezüchtet. Übrigens stammt daher auch ihr Name, der von dem lateinischen Worte "terra", was Erde bedeutet, abgeleitet ist. In England und Australien werden sie häufig noch jagdlich geführt, in Deutschland ist dies meist nicht der Fall. Die mit der Jagd verbundenen Eigenschaften prägen aber den Charakter und das Wesen der Jackies so stark, dass man diese kennen sollte, wenn man den Jack Russell und seine Leidenschaften und Bedürfnisse verstehen möchte. Diese gehen nämlich nicht immer einher mit einem unkomplizierten Familien- oder Stadthund. Was nicht bedeutet, dass Jackies dies nicht auch werden können, sofern wir ihren Bedürfnissen und Eigenarten entsprechend begegnen.


Als Jagdhund reagieren sie stark auf Bewegungsreize und verfolgen ihre bis zu fuchsgroße Beute bis tief in den Bau. Auf Spaziergängen geht der Jack Russell daher sehr gern stiften und man gut daran tut, hier rechtzeitig erzieherisch einzugreifen. Es ist auch gut zu wissen, dass Jack Russell Terrier sogenanntes "wehrhaftes Wild" jagen, das sich also gut zu wehren weiß und selbst meist Jäger ist. So jagen sie z.B. Füchse, Dachse, Ratten, Otter, Schlangen, Marder, Wiesel und benötigen dafür im Jagd-Jargon einen "harten Fang", was nichts anderes bedeutet, als dass sie auch zubeißen und töten können und in der Jagd auch sollen.

So klein und niedlich der Jack Russell auch wirken mag, so tapfer und furchtlos kann er sein. Frühes Training oder ein gutes Anti-Jagdtraining können hilfreich sein, damit der Jack Russell sich auch in der Natur frei austoben kann ohne ständig auf eigene Tour zu gehen, was nicht nur nervig, sondern auch gefährlich werden kann.

Kleiner Hund mit niedriger Frustrationsschwelle

Auch wenn Jack Russell Terrier Menschen und Artgenossen meist freundlich gegenüber treten und dies ein ausgesprochenes Zuchtziel ist, kann bei Unzufriedenheit des Hundes die Hemmschwelle zum Biss geringer als bei anderen Hunderassen sein. In den Beiß-Statistiken schlägt sich dies jedoch zum Glück nicht nieder. Doch tritt er gegenüber anderen, auch viel größeren Hunden sehr häufig selbstbewusst bis dominant gegenüber und bricht gern mal einen Streit vom Zaun. So manch einen Gartenbesitzer hat der Jack Russell übrigens schon mit seiner Liebe zum Buddeln an den Rand des Wahnsinns getrieben. Einige schwören auf eine Gartenecke, in der der Terrier seiner Leidenschaft frönen darf.

Frustration erträgt der Jack Russell nicht sehr gut und muss dies langsam erlernen. So bleiben viele Jack Russell Terrier ungern allein und bringen dies durch lautstarkes Bellen und auch schon mal mit Zerstörungswut zum Ausdruck. All dies muss natürlich nicht bei ihrem Hund vorkommen, die Wahrscheinlichkeit ist aber größer als bei anderen Hunderassen. Es hilft, dem Jack Russell ruhig Grenzen zu setzen, ihn an Menschen und Hunde frühzeitig zu gewöhnen und ihn liebevoll aber konsequent zu erziehen.

Als Jäger sind Selbstständigkeit und Einsatz gefragt

Jagd der Jack Russell dem Wild hinterher, muss er eigenständig Entscheidungen treffen und in kürzester Zeit „von Null auf Hundert“ aufdrehen können, um das Wild zu jagen und zur Strecke zu bringen. Die selbstbewusst zur Schau getragene Eigenständigkeit kann die Erziehung aber manchmal schwierig gestalten. Nämlich dann, wenn der Jack Russell sich entschieden hat, andere Dinge viel spannender zu finden als den Vorstellungen seines Besitzers zu folgen. Hier sind Geduld und Konsequenz aber auch Durchsetzungsvermögen von ihnen als Besitzer gefragt und es ist absolut von Vorteil, bereits Erfahrung mitzubringen. Denn die schlauen Kerlchen lernen schnell und zwar auch das, was sie nicht sollen aber gern möchten.


Und er bewacht auch sehr gern

Jack Russell Terrier sind sehr aufmerksam und mutig. Dies prädestiniert sie nicht nur zur Jagd, sondern macht sie auch zu sehr guten Wachhunden, die Fremde gern mit lautstarkem Bellen ankündigen. Auch wenn sie klein sind, so sind sie doch sehr zäh und haben einen festen Biss. Das ermutigt sie, ihre Besitzer auch zu verteidigen.

Jack Russell Terrier sind überaus lebhaft, agil und neugierig und können auch schon mal hyperaktiv werden. Damit sie nicht wie kleine Kinder am Abend überdrehen, tut man gut daran, seinen Jackie schon früh auch an Ruhephasen zu gewöhnen und ihm zuvor genügend Beschäftigung zu bieten. Hilfreich kann dabei auch ein strukturierter Tagesablauf sein, bei dem der Terrier lernt, wann er sich austoben darf und wann Ruhezeiten erfolgen.

Ein Jack Russell ist fast immer beschäftigt. Es liegt nur an dir, womit er sich beschäftigt

Aufgrund ihres hohen Energie-Levels und ihrer Intelligenz und Ausdauer eignen sich Jack Russell Terrier für viele Hundesportarten und sind gute Begleiter auf Wanderungen, beim Joggen oder sogar am Fahrrad. Agility, Dogdancing, Trickdogging, Frisbee, Dog Diving eignen sich alle bestens auch für den Jack Russell.

Intelligenz

Jack Russel Terrier sind überaus neugierig und schlau.

Aufmerksamkeit

Jack Russell Terrier sind sehr gelehrig und stets aufmerksam, wenn es um für sie spannende Arbeit geht. Auf der Jagd sind sie überaus aufmerksam, furchtlos und agil. Aufgrund ihrer hohen Selbständigkeit, zu der sie für die Jagd gezüchtet wurden, können sie aber auch auf stur bis "Durchzug" schalten, wenn sie Spannderes gefunden haben als die Aufgaben oder Kommandos ihres Besitzers.

Energie

Jack Russell Terrier sind berühmt für ihr sehr hohes Energie-Level. Sie lieben Aktivitäten und wollen körperlich gefordert werden. Hier sollte die relativ geringe Größe und der Niedlichkeitsfaktor nicht drüber hinwegtäuschen.

Zeitaufwand

Jack Russell sind gern bei ihrem Besitzer und lieben Aktivität. Da ihr Bewegungsdrang recht hoch ist und sie ein konsequentes und gutes Training benötigen, ist der Zeitaufwand nicht gering.

Training

Jack Russell Terrier sind intelligent aber sehr eigenständig. Dies bedeutet, dass sie zwar schnell lernen können, dabei aber auch ausgesprochen dickköpfig sein können.

Sie benötigen neben gelernten Ruhephasen, in denen sie ihr Temperament abkühlen können, körperliche und mentale Beschäftigung. Sie eignen sich für sportliche Aktivitäten wie Wandern, Bergwandern, Joggen und auch Radfahren.

Natürlich eignen sie sich sehr gut für die Jagd, genau die Bau-Jagd oder sie sind auch sehr beliebt als Begleithunde im Reitsport.

Im Hundesport eignen sie sich im Grunde für fast jede Hundesportart, aber besonders für:

Wohnungstauglichkeit

Bei entsprechender mentaler und körperlicher Auslastung ist ein Jack Russell Terrier trotz hohem Energie-Level auch für die Wohnung geeignet.

Man sollte aber bedenken, dass Jack Russell Terrier gern bei ihrem Rudel sind und damit nicht so gern allein bleiben und aus Frust schon einmal Zerstörungswut haben können.

Aufgrund ihrer Wachsamkeit bellen sie gern, was Nachbarn ungern hören.

Wohnt man nicht zu ebener Erde oder hat einen Fahrstuhl lässt er sich im Krankheitsfall oder im Alter auch gut einmal die Treppen tragen, was durchaus ein Vorteil ist.

Grundsätzlich benötigt ihr immer eine schriftliche Genehmigung eures Vermieters, dass ihr einen Hund halten dürft. Auch bei einer Eigentumswohnung muss die Eigentümergemeinschaft der Hundehaltung zustimmen.

Treue & Ergebenheit

Ein ausgelasteter und gut erzogener Jack Russell ist gegenüber seinem Besitzer und seiner Familie ausgesprochen treu und ergeben.

Jagdtrieb

Jack Russell Terrier sind reine Jagdhunde und reagieren stark auf Bewegungsreize. Liebend gern verfolgen sie ihre eher fuchsgroße Beute auch bis in ihren Bau. Da die Rasse mit Fokus auf die Arbeitseigenschaften als Jagdhund gezüchtet wurde und wird, ist die Jagdeigenschaft immer vorhanden. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass Jack Russell Terrier sogenanntes "wehrhaftes Wild" jagen, dass sich gut zu wehren weiß, wie z.B. Füchse, Dachse, Ratten, Otter, Schlangen, Marder, Wiesel und dafür einen "harten Fang" benötigt, also auch zubeißen und töten kann und wird. Je nach Ausprägung des Jagdtriebes ist ein Anti-Jagdtraining empfehlenswert, denn den Jack nicht freilaufen lassen zu können ist kein schöner Gedanke.

Alleinsein

Jack Russell Terrier sind sehr anhänglich und lieben die Gesellschaft ihrer Besitzer. Aufgrund ihres Temperaments und ihres typisch mutigen und selbstbewussten Terrier-Charakters ist gerade bei ihnen ein frühes konsequentes Training der Schlüssel zum Erfolg. Gerade Terrier neigen zum Bellen oder auch zu Zerstörungswut, wenn sie allein bleiben sollen - insbesondere, wenn sie nicht ausgelastet und nicht gut erzogen wurden. Hunde sollten nie länger als vier Stunden am Stück allein gelassen werden.

Bellen

Alle Terrier sind durchaus wachsam und bellen gern, sei es um Fremde zu melden oder um andere einfach zu verbellen oder einfach aus Freude. So ist es auch beim Jack Russell Terrier. Deshalb sollte ein unerwünschtes Bellen von Anfang an konsequent unterbunden werden, damit Sie mehr Freude an ihrem Hund haben.

Wachsamkeit

Jack Russell Terrier sind äußerst gute Wachhunde und warnen gern und mit erstaunlicher Lautstärke und Beharrlichkeit vor Fremden und Eindringlingen.

Beschützer

Jack Russell Terrier sind zwar klein, können aber durchaus wendig und scharf sein. Aufgrund ihrer Größe sind sie eigentlich keine guten Beschützer, aber so mancher Terrier hat Fremde schon in die Flucht geschlagen.

Verträglich mit Hunden

Jack Russell Terrier sind in der Regel freundlich gegenüber ihren Artgenossen. Doch können sie schon mal dominant bis größenwahnsinnig einen frechen Streit mit auch wesentlich größeren Hunden beginnen. Eine frühe Sozialisierung und das Aufzeigen von Grenzen sind bei ihnen im Umgang mit anderen Hunden besonders wichtig.

Verträglich mit Tieren

Da Jack Russel Terrier einen starken Jagdtrieb besitzen und wehrhaftem Wild nicht nur hinterherjagen, sondern es auch töten, ist eine Verträglichkeit mit anderen Tieren eher schwierig. Dies schließt zwar nicht aus, dass auch ein Jack Russell mit einer Katze auf dem Sofa kuschelt, aber dafür muss er früh an die anderen Tiere gewöhnt werden und ganz sicher ist man sich nie.

Kinderfreundlich

Jack Russell Terrier sind sehr verspielt und dies haben sie mit Kindern gemeinsam. Sie sind Kindern, die sie kennen gegenüber sehr freundlich und liebevoll. Auch wenn der Jack Russell nicht so groß ist, dass er kleine Kinder gleich umwerfen könnte, so sollten die Kinder doch möglichst schon etwas größer sein. Kinder sollten nie mit Hunden allein gelassen werden und sich im Umgang mit Hunden auskennen oder ihn beigebracht bekommen.

Verträglich mit Fremden

Jack Russell Terrier sind sehr wachsam gegenüber Fremden. Ihr fröhliches Naturell sollte sie aber recht schnell gegenüber Fremden auftauen lassen.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Robuste Kerlchen, aber nicht immer gesund

Jack Russell Terrier sind im Grunde sehr robuste kleine Hunde, aber auch sie leiden unter Krankheiten, die bei ihrer Rasse häufiger vorkommen als bei anderen Hunderassen.

Hierzu gehören neben der Taubheit insbesondere Augenerkrankungen und Allergien.

Doch auch sie werden nicht von Problemen der Gelenke verschont. 

Robustheit

Jack Russell Terrier sind sehr robuste kleine Hunde und dabei oft erstaunlich unempfindlich gegenüber Schmerz.

Krankheiten

Folgende Krankheiten treten beim Jack Russell Terrier häufiger auf als bei anderen Hunderassen:

In seltenen Fällen kann auch die folgende Erkrankung beim Jack Russell Terrier genetisch bedingt sein:

Verträgt Hitze

Jack Russell Terrier können auch hohe Temperaturen ganz gut vertragen. Sie kommen auch mit den hohen Temperaturen in Australien gut zurecht. Allerdings sollte man einen Hund bei Hitze nie überfordern und natürlich auch nie im Auto lassen.

Verträgt Kälte

Jack Russell Terrier verfügen über eine gute Unterwolle und vertragen auch kalte Temperaturen - bei entsprechender Bewegungsmöglichkeit - sehr gut.

Pflege

Jack Russell Terrier sind im Grunde sehr pflegeleichte Hunde. Ihr Fell muss regelmäßig gekämmt und gebürstet werden. Rauhaarige Jack Russells sollten zweimal pro Jahr auch getrimmt werden.

 

Ansonsten gelten die Pflegemaßnahmen wie bei jedem Hund:
Ohren, Augen, Krallen pflegen. Auf Parasiten achten und vorbeugen.

Baden

Ein Bad gehört bei Hunden eigentlich nur im Notfall zu den Pflegeprozeduren, so z.B. nach Wälzen im Aas oder Mist o.ä.. So kann es bei dem in der Natur bei Wind und Wetter bewegungsfreudigem Jack Russell auch mal notwendig werden, ihn danach zu baden.

Kämmen & Bürsten

Auch der Jack Russell sollte ein bis zweimal wöchentlich gekämmt oder gebürstet werden

Haaren

Besonders während der Zeit des Fellwechsel haaren Jack Russels recht stark. Aber auch das gesamte Jahr über haaren sie unübersehbar, insbesondere die weißen Haare sind überall gut sichtbar.

Schneiden & Trimmen

Nur die rauhhaarigen Jack Russells müssen zweimal im Jahr getrimmt werden, damit abgestorbene Haare entfernt werden.

Für Allergiker geeignet

Jack Russell gehören nicht zu den Nicht-Allergenen Hunden. Sie haaren und sind nicht geeignet für Menschen mit Hunde-Allergie.

Sabbern

Jack Russells neigen nicht zum Sabbern.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Ausgewogene und natürliche Ernährung sinnvoll

Die Ernährung des Jack Russell Terriers hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit.

Jack Russell Terrier sind nicht besonders groß, Halter sollten verantwortungsvoll darauf achten, dass der Hund ein gesundes Gewicht behält und dabei alle wichtigen Nährstoffe in optimaler Menge und Art zu sich nimmt.

Deshalb sollten die Futtermenge und das Futter unbedingt an die Größe und an den Bewegungsgrad des Hundes angepasst werden.

Sollte der Jack Russell Terrier unter Hyperurikosurie leiden, hilft ihm eine purinarme Ernährung, keine Harnsteine zu bilden und die Nieren zu schonen. 


Verfressenheit

Es kommt ganz drauf an. Es gibt ausgesprochen verfressene Jack Russell Terrier, die auch gern mal klauen und nur auf Futter aus sind. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen. Da Jacks Bewegung lieben, neigen sie eigentlich nicht zu Übergewicht - vorausgesetzt, das Futter ist an ihre tägliche Bewegung angepasst.

Aussehen

Drahtig, kurzbeinig, mehrfarbig

Jack Russell Terrier (kurz auch JRTs genannt) haben relativ kurze Beine in Relation zu ihrem drahtigen und muskulösen Körper und sind daher eher lang als hoch. Sie werden zwischen 25 bis 30 cm groß und wiegen zwischen 5 und 6 kg. Sie haben dunkle, intelligente mandelförmige Augen. Dazu haben sie bewegliche relativ kleine Steh- oder Knopfohren. Die mittellange Rute steht meist aufrecht, es sei denn in einer Ruhephase. Das Fell kann glatt oder rau sein, die Grundfarbe ist weiß mit Abzeichen in schwarz und/oder braun.

Augenfarbe

Dunkelbraune Augen sind bei Jack Russell Terriern erwünscht

Fell

Den Jack Russell gibt es in drei verschiedenen Haarvarianten:

  1. glatthaarig
  2. rauhaarig
  3. stichelhaarig (englisch: "broken-coated")

Farbe

Jack Russell Terrier haben als Grundfarbe weiß, die mit mindestens 51% im Fell überwiegen sollte.

Auf der weißen Grundierung haben sie schwarze und/oder braune (lohfarbene) Abzeichen in allen Schattierungen vom hellsten beige bis hin zum sattesten kastanienbraun.

Oft sind Jack Russells dreifarbig, also weiß-braun-schwarz.

Es gibt sie aber auch in zweifarbig:

  • weiß- schwarz
  • weiß- braun

Sehr wichtig ist bei allen überwiegend weißen Hunden eine gute Pigmentierung.

Geschichte und Herkunft

Kerniger Hund nach britischem Pfarrer benannt und in Australien gezüchtet

FCI Norm

Nummer: 345

Herkunft

Ursprungsland des Jack Russell Terriers ist Großbritannien, aber die Zucht wurde in Australien entwickelt und standardisiert.

Geschichte

Ungewöhnlich: Ein jagdbegeisterter Geistlicher züchtet den Jack Russell

In Deutschland ist nicht vielen bekannt, dass die Russell-Terrier ihre Zucht einem britischen Pfarrer des 19.Jahrhunderts aus Devon verdanken. Der Reverend Jack Russell (1795-1883) war zwar ein Kirchenmann, gleichzeitig hatte er eine große Passion: Die Fuchsjagd zu Pferde, die er beachtenswerter weise bis zu seinem Tod mit 88 Jahren ausübte. Man nannte ihn auch den "Hunting Parson" (Parson ist das englische Wort für Pfarrer). Um Füchse zu jagen, benötigte er kleine Hunde, die den Fuchs aus seinem Bau treiben konnten.

Terrier sind sehr "erdverbunden"

Üblicherweise wurden kleine Terrier, nämlich Fox-Terrier, für die Fuchsjagd verwendet. Das Wort Terrier stammt von dem lateinischen "terra"=Erde, da diese Hunde auch unter der Erde ihre Beute im Bau verfolgen. Diese kleinen Terrier besaßen zu kurze Beine um den Pferden und der Meute zu folgen. Sie wurden bei der Fuchsjagd zu Pferde mitgeführt und erst am Fuchsbau wieder auf die Erde gelassen. Reverend Russell bevorzugte aber langbeinigere Terrier, die auch den Pferden sowie den Jagd- und Meute-Hunden eigenständig auf ihren Pfoten folgen konnten. Dies war der Beginn seiner eigenen Zucht mit einer Terrier-Hündin namens "Trump", die als die Stammmutter der Rasse gilt.

Bull Terrier und Beagle zählen zu den Vorfahren

Während der Reverend aller Wahrscheinlichkeit nach vorwiegend Terrier untereinander kreuzte, um gute Arbeitshunde zu erhalten, wurden vermutlich erst später auch Einkreuzungen von anderen Rassen vorgenommen. Man geht davon aus, dass Bull Terrier die Angriffslust und das Kernige als auch die weiße Farbe der Jack Russell Terrier mitbestimmten. Eine helle Farbe war ausdrücklich erwünscht, um den Terrier vom Fuchs während der Jagd gut unterscheiden zu können. Deshalb sollen Jack Russell Terrier auch heute noch mindestens 51% weißes Fell besitzen. Leider waren die Bullterrier aber zu scharf für die Fuchsjagd und töteten den Fuchs oft gleich selbst, so dass sich diese Einkreuzung nicht als gute Idee erwies. Die damaligen "Taschen-Beagle“, eine besonders kleine Art, die zu Pferde mitgeführt wurde, sollen daraufhin eingekreuzt worden sein, um die Hunde zu "entschärfen“ und einen stärkeren Fokus auf das Verfolgen und Bellen als auf das Töten zu legen.

Zucht und Rasse-Anerkennung in Australien – wie kam es dazu?

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Rotfüchse nach Australien importiert und breiteten sich dort rasend schnell aus. Entsprechend benötigte man für die Jagd nun auch Hunde und importierte viele Foxterrier aus England. Foxterrier sind naturgemäß größer als Jack Russell Terrier und da die australischen Füchse es sich in Kaninchenbauten gemütlich gemacht hatten, wurden die kleineren Terrier des Reverend Russell in Australien sehr begehrt. Leider führte die Isolation der Rasse auf dem australischen Kontinent zu starker Inzucht. Der Jack Russell Terrier Club of Australia wurde 1972 gegründet und 1991 vom Australischen Kennel Council anerkannt. Daher auch die Herkunft der Rasse aus Australien und nicht Großbritannien.

Späte Anerkennung der Rasse in Europa und in den USA aus Snobismus?

Erst im Jahr 2000 erfolgte die Anerkennung der Rasse durch die FCI und in den USA im American Kennel Club erst 2012 als Russell Terrier. Der United Kennel Club erkannte die kurzbeinigen Russell Terrier 2001 an und benannte sie 2009 um in "Jack Russell Terrier".

In England, Irland und Australien sind die langbeinigeren Russell-Terrier als Parson Russell Terrier bekannt, während der kurzbeinige Russell-Terrier "Jack Russell Terrier" genannt wird.

Warum war dies so? In England und in den USA gab es für Jack Russell Terrier eigene Eintragungsmöglichkeiten, an einer formellen Anerkennung bestand bei den Züchtern gar kein Interesse aus Angst, dass aufgrund von Ausstellungen auf Aussehen gezüchtet werden würde statt auf das Wesen und die Arbeitseigenschaften. Dies wollte man weder den Hunden noch Reverend Jack Russell antun.

Berühmter Minensuchhund Patron

Zu großer Berühmtheit kam der Minensuchhund Patron, ein Jack Russell Terrier, der eine ganz besondere Spürnase für Minen besitzt. Er soll in der Ukraine mehr als hundert Sprengfallen aufgespürt haben und wurde vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj öffentlich mit einer Medaille ausgezeichnet. Die gefährlichen Einsätze von Patron können sogar auf Instagram verfolgt werden.

Jack Russell Terrier im Überblick

Liebenswerte agile Powerpakete, die konsequent erzogen werden wollen

Jack Russell Terrier sind agil, sportlich und lebensfroh. Viele von ihnen sind auch sehr verschmust. Wer diese kleinen Powerpakete mit Jagd- und Wachtrieb geistig und körperlich auslasten kann, sie konsequent erzieht und ihnen dabei auch Ruhe beibringen kann, der wird mit seinem Jack Russell sehr sehr glücklich.

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