Aufmerksamer Kleinpudel

Kleinpudel (Mittelpudel)

Eleganter, intelligenter Athlet mit Charme im noch handlichen Format

Der Kleinpudel ist eine gelockte Schönheit, die intelligent, ausdauernd, elegant und dabei gewitzt und bis ins hohe Alter verspielt ist. Er ist die zweitgrößte Variante des Pudels und dabei etwas handlicher als der große Königspudel. Kleinpudel werden als besonders lernwillige und liebenswürdige Familien- und Begleithunde geschätzt. Wie alle Pudel sind sie sehr bewegungsfreudig und fast immer gut gelaunt. Als angenehme Begleiter sabbern, riechen und haaren sie so gut wie gar nicht und sind obendrein für die meisten Allergiker geeignet.

Mittelpudel gibt es in vielen Farben und ihr Haarkleid kann nach eurem Geschmack geschoren werden. Dafür ist es allerdings pflegeintensiv. Wenn ihr Zeit und Lust habt, euch mit eurem Hund zu beschäftigen, die Pflege des Haarkleides nicht scheut und auf der Suche nach einem richtigen Hund seid, der aber nicht zu groß sein soll, dann ist der Kleinpudel der richtige Hund für euch.

Top Facts

  • Gelockte Pudelwolle braucht Schur und Pflege
  • Haart nicht - für viele Allergiker geeignet
  • Intelligent, lernt schnell = blüht mit Training auf
  • Sportlich, ausdauernd = braucht mehr Auslauf als viele denken
  • Liebenswürdig, freundlich, sozial = guter Familienhund
  • Gesunde Hunderasse, die verschmust ist, aber keine Couch-Potato

Steckbrief Kleinpudel (Mittelpudel)

Größe
35,0 - 45,0 cm
Gewicht
7,0 - 12,0 kg
Lebenserwartung
12 - 14 Jahre
Verwendung
Familien- und Begleithund
Herkunft
Frankreich
Fell
Pudelwolle: lockig, nicht haarend, muss geschoren werden
Wesen
intelligent, Will to please, sportlich, freundlich, wachsam

Charakter

Fröhlich, gelehrig und dabei sportlich und liebenswert

Kleinpudel besitzen ein sehr freundliches und fröhliches Naturell und sind bis ins hohe Alter verspielt. Ihre Lernbereitschaft und Intelligenz sind legendär, waren Pudel doch schon früher als Entertainer beliebt, da sie schnell und gern Kunststücke lernen. Sie möchten ihrem Halter gefallen und versuchen zu erraten, was ihr von ihnen möchtet.

Gleichzeitig sind Pudel durchaus wachsame und selbstbewusste Hunde. Die sehr agilen und sportlichen Hunde sind bewegungsfreundlich und aufmerksam. Für Schmuse- und Kuschelstunden auf dem Sofa sind sie auch zu haben. Als verspielte und niemals aggressive Hunde sind sie sehr für Familien mit Kindern geeignet. 

Die intelligenten Hunde möchten sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet werden. Zuweilen können sie - je nach individuellem Temperament - sehr hochdrehen und müssen Ruhe lernen.

Intelligenz

Kleinpudel sind ausgesprochen intelligent und aufmerksam und lernen sehr schnell. Ihre sollte ihre Intelligenz solltet ihr aber nicht unterschätzen: Sie lernen mit Pech auch sehr schnell Dinge, die wir gar nicht wünschen. Die kleinen Einsteine benötigen Beschäftigung für ihren schlauen Kopf. 

Aufmerksamkeit

Kleinpudel möchten gefallen und benötigen Aufgaben für ihren Geist.  Sie können einen starken Arbeitseifer an den Tag legen und haben einen hohen "Will to please" und möchten gemeinsam mit ihrem Halter arbeiten. 

Energie

Kleinpudel haben einen starken Bewegungsdrang und können sehr lebhaft und ausdauernd sein. Bei Hunderennen liegen sie oft vorn. Die meisten Pudel sind sehr verspielt und gute Schwimmer. 

Zeitaufwand

Aufgrund des relativ starken Bewegungsdrangs und dem Wunsch nach geistiger Auslastung ist der Zeitaufwand für einen Kleinpudel nicht gering. Nicht unterschätzen solltet ihr auch den Pflegeaufwand für das Haarkleid, der in täglichem Kämmen, gelegentlichen Baden und trocknen und in regelmäßigen Schuren besteht.

Training

Ihre Sportlichkeit, Intelligenz und sehr große Gelehrigkeit gepaart mit einem "Will to please" machen den Kleinpudel für sehr viele sportliche Aktivitäten wie Joggen, Radfahren, Bergwandern und Schwimmen zu einem sehr guten Partner. Aber natürlich ist er auch für fast alle Hunde-Sportarten perfekt:

Sowohl Kleinpudel als auch Königspudel werden erfolgreich in folgenden "Berufen" ausgebildet:

  • Mantrailing
  • Rettungshunde
  • Blindenführhunde
  • Entertainer im Varietée oder Zirkus
  • Therapiehunde
  • Einsatz als Trüffelsuchhunde

Wohnungstauglichkeit

Bei entsprechender Auslastung sind Kleinpudel (Mittelpudel) definitiv auch für die Wohnung gut geeignet. Allerdings sollte auf gute Manieren wert gelegt werden, denn Pudel können zum Bellen, ja Kläffen neigen und sind wachsam. Aufgrund ihrer guten Trainierbarkeit, sollte dies aber gut in den Griff zu bekommen sein.

Mit seinen 7-12 Kg Gewicht ist der Kleinpudel für die meisten Menschen auch im Notfall noch gut zu tragen. Dies kann, sofern man nicht ebenerdig wohnt oder über einen Fahrstuhl verfügt, sehr von Vorteil sein.

Treue & Ergebenheit

Kleinpudel sind sehr loyal gegenüber ihren Menschen und treue Familienhunde. 

Jagdtrieb

Ursprünglich wurden Klein- und Königspudel für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet. Doch ihre Jagdgeschichte ist schon lange vorbei und ihre Zucht konzentriert sich auf Familien- und Begleithunde. Bei Kleinpudeln kann aber der Jagdtrieb auf Vögel und Wasservögel noch  vorhanden sein. Wenn ihr euren Kleinpudel gut trainiert und beschäftigt - und das solltet ihr - dann ist der Jagdtrieb bei ihnen gut in den Griff zu bekommen. 

Alleinsein

Sofern der Kleinpudel bereits früh und behutsam an das Alleinsein gewöhnt wird, ohne Ängste zu entwickeln, wird er gut allein bleiben. Es ist immer von der Sozialisierung und Entwicklung des Welpen und Junghundes abhängig, wie ausgeglichen er ist und wie lange das Alleinsein trainiert werden muss.

Hunde sollten generell nicht über einen längeren Zeitraum als vier Stunden alleingelassen werden.

Bellen

Bei einem Kleinpudel kann es sowohl Kläffer als auch ruhige Hunde geben. Da fast alle Pudel sehr wachsam sind, können sie zum Bellen neigen. Doch es immer eine Frage der Veranlagung und der konsequenten Erziehung, ob sie viel bellen werden. Ich kenne sowohl kleine Kläffer, die es nicht anders beigebracht bekommen haben, als auch sehr ruhige Mittelpudel. 

Wachsamkeit

Wie alle Pudel verfügt auch der Kleinpudel über eine gehörige Portion Wachsamkeit und kündigt gern Fremde an.

Beschützer

Aufgrund seiner mittleren Größe, leichten Statur und seines freundlichen Charakters eignet sich der Kleinpudel eher weniger als Beschützer.

Verträglich mit Hunden

Kleinpudel sind meist freundlich und sehr verträglich mit anderen Hunden, sofern sie zuvor gut sozialisiert wurden und keine schlechten Erfahrungen gesammelt haben. Sie neigen weder zu Dominanz noch zur Aggression. Lediglich Futterneid kann bei ihnen mal ein Thema sein. 

Verträglich mit Tieren

Bei früher Gewöhnung an andere Tiere können Kleinpudel gut mit anderen Haustieren klarkommen, sofern ihr Jagdtrieb nicht besonders ausgeprägt ist. 

Kinderfreundlich

Kleinpudel sind sehr verspielt und freundlich. Sie gehen sehr liebenswert und niemals von Natur aus aggressiv mit Kindern um und lieben es, mit ihnen zu spielen. Die Größe des Kleinpudels ist für Kinder optimal, da sie weder zu groß noch zu klein sind. 

Verträglich mit Fremden

Kleinpudel sind sehr wachsam und können Fremden gegenüber zunächst zurückhaltend gegenübertreten. Aggressiv sind sie jedoch niemals und tauen meist nach kurzer Zeit auf. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Gesund und robust mit kleinen Schwächen

Kleinpudel (Mittelpudel) sind eine noch sehr gesunde Hunderasse und aufgrund ihrer Größe und Ausdauer ausgesprochen robuste Hunde, obgleich sie zierlich sind. 

Kleinpudel (Mittelpudel)-Welpen kaufen

Ihr solltet euren Kleinpudel bei seriösen Züchtern kaufen, die die Elterntiere auf Erbkrankheiten testen lassen und Wert auf eine gute Sozialisierung und Aufzucht legen. Diese könnt ihr oft daran erkennen, dass sie Mitglied im VDH sind.

Gleich drei Pudel-Zucht-Vereine sind im VDH offiziell anerkannt:

Die Pudel-Zucht-Vereine führen Listen von Züchtern, die gerade Welpen haben. Außerdem ist es immer ratsam, sich die einzelnen Züchter und die Elterntiere auf den Webseiten genau anzusehen. 

Eine Züchtergemeinschaft für Deutsche Mittelpudel schert aus dem VDH aus, da sie die Größeneinteilung auf den Zentimeter genau (Großpudel: 45-60cm, Kleinpudel: 35-45cm) als auch einige Übertypisierungen und fehlende Gesundheitsuntersuchungen der Hunde nicht als sinnvoll erachtet. Sie möchten sich keine Gedanken über große Kleinpudel und kleine Großpudel machen und legen viel Wert auf die Gesundheit ihrer Hunde. 

Krankheiten

Die folgenden Erkrankungen kommen beim Kleinpudel häufiger als bei anderen Hunderassen vor. Manche davon können vom Züchter bei den Elterntieren getestet werden, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bei den Welpen zu verringern. Lassen Sie sich vom Züchter zeigen, worauf die Elterntiere getestet wurden.

Weitere Erkrankungen, die bei Zwergpudeln etwas häufiger als bei anderen Hunderassen sein können, aber seltener auftreten: 

Verträgt Hitze

Kleinpudel kommen mit Hitze sehr gut klar. Im Sommer könnt ihr ihnen das Haarkleid kürzer scheren, aber nicht zu kurz, da sonst Sonnenbrände entstehen könnten. 

Verträgt Kälte

Kleinpudel verfügen über keine Unterwolle und können bei fehlender Bewegung in der Kälte leichter frieren. Bei Kälte und Nässe kann ein schützender Mantel sinnvoll sein, zumal das Pudelhaar lange benötigt um zu trocknen. Im Winter sollte das Haarkleid als Schutz etwas länger getragen werden.

Bei Schnee empfehlen viele Züchter Anzüge, die das Haarkleid vor lästigen Schneeklumpen schützen können. Auch das Fell unter den Pfoten sollte dann kurz gehalten werden, damit der Schnee nicht verklumpen kann. 

Pflege

Haarpflege ist bei Kleinpudeln ein Muss

Die Pflege ist bei Kleinpudeln aufgrund ihres Haarkleides, das regelmäßig gekämmt, gebürstet und geschoren werden muss, aufwändiger als bei einigen anderen Hunderassen. Da das lockige Haar täglich oder mindestens dreimal die Woche gekämmt und gebürstet werden muss und alle 4-10 Wochen geschoren werden muss und nach dem gelegentlichen Bad nicht schnell von selbst trocknet, ist der Pflegeaufwand bei Pudeln durchaus höher als bei anderen Hunderassen. Dafür entfällt jedoch das häufige Staubsaugen, das bei Hunderassen mit Fell vorkommt.

Pfotenpflege: Die Pfoten des Kleinpudels sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gepflegt werden. Zu lange Krallen müssen gekürzt werden, das Haarkleid insbesondere auch unter den Pfoten gekürzt werden, damit der Hund nicht auf glatten Böden ausrutscht. Lese-Tipp: Pfotenpflege beim Hund.

Augenpflege: Schaut eurem Kleinpudel täglich in die Augen und reinigt sie bei Bedarf. Es kann eine leichte Neigung zu Bindehautentzündungen bestehen. Solltet ihr Veränderungen oder Entzündungen sehen, ist dies ein Fall für den Tierarzt, insbesondere da Königspudel für einige Augenerkrankungen anfällig sind und Veränderungen die ersten Anzeichen sein könnten. Lese-Tipp: Augenpflege beim Hund

Ohrenpflege: Die Ohren des Kleinpudels können aufgrund des langen Haars und der Vorliebe für das Schwimmen anfällig für Entzündungen werden. Hier könnt ihr durch das Kürzen der Haare in den Ohren, das Trockenhalten der Ohren und durch eine Ohrenpflege gut vorbeugen.  Lese-Tipp: Ohrenpflege beim Hund

Zahnpflege: Kleinpudel neigen leider zu Zahnstein und Parodontitis, daher sollten ihre Zähne schon von Welpe auf an gut gepflegt werden. Hier unsere Tipps: Zahnpflege beim Hund.

Schutz vor Zecken und Flöhen: Ihr solltet euren Kleinpudel vor Parasiten wie Zecken und Flöhen schützen, da sie nicht nur lästig sein können, sondern auch gefährliche Krankheiten übertragen können. Lese-Tipp: Zeckenschutz: So schützt du deinen Hund vor Zecken.

Wurm-Check: Gegen Würmer benötigt ihr keine Prophylaxe, in Form einer Wurmkur, da diese wie ein Antibiotikum die Darmflora empfindlich stören kann. Besser ist eine regelmäßige Kot-Kontrolle beim Tierarzt auf Würmer. Diese ist allerdings leider auch etwas kostspieliger.

Baden

Hunde müssen nicht regelmäßig gebadet werden, sondern nur dann, wenn sie sich sehr eingeschmutzt oder schlecht riechen, z.B. nach dem Wälzen in Kot oder Aas. 

Viele Pudelhalter baden ihre Pudel häufiger oder spätestens nach der Schur, da das Haarkleid so mehr glänzt, weniger verfilzt und besser liegt. Züchter empfehlen, die Ohren mit Watte zu füllen, damit kein Wasser in die Ohren kommt. Ein Conditioner ist nicht notwendig, wird aber von manchen gern verwendet.

Tipp: Unbedingt Hunde-Shampoo verwenden!

Bei dem Shampoo solltet ihr ein natürliches Hunde-Shampoo verwenden, das für den pH-Wert von der Hundehaut gemacht wurde, der viel höher liegt als der von Menschen. Ansonsten kann die Haut austrocknen und zum Juckreiz neigen. Natürliche Zusatzstoffe und wenig Duftstoffe wird der Hund euch danken. 

Da das lockige Haar nicht schnell trocknet und die Hunde auskühlen können, kann es nach dem Bad sinnvoll sein, es danach mit einem Föhn oder Hairblower für Hunde zu trocknen.

Kämmen & Bürsten

Kleinpudel müssen sehr regelmäßig und gründlich gekämmt und gebürstet werden. Am besten bei längerem Haarkleid täglich, sonst mindestens 2-3 Mal in der Woche. Dann sieht er gepflegt aus und die abgestorbene Wolle verliert er nicht in der Wohnung.  

Am besten wird zuerst gegen den Strich von der Rute bis zum Kopf gebürstet und danach geht ihr mit der Bürste mit dem Strich durch das Fell. Danach ist es sinnvoll, zunächst mit einem grobzahnigem Kamm und danach mit einem feinzahnigem Kamm durch die Wolle zu kämmen. Mit regelmäßig gründlichem Bürsten und Kämmen verhindert ihr ein Verfilzen der Haare. 

Haaren

Viele denken, dass Kleinpudel gar nicht haaren. Das stimmt nicht ganz, denn sie verlieren durchaus Haare, die absterben. Aber diese verbleiben aufgrund der lockigen Haarstruktur in der Wolle und können entsprechend mit herausgekämmt und gebürstet werden. Dann fliegen definitiv keine Haare in der Wohnung herum. 

Schneiden & Trimmen

Das Haarkleid der Kleinpudels muss regelmäßig geschoren werden. Je nach Länge des Haarkleids und nach Schur kann dies alle 4-10 Wochen sein. 

Ihr könnt diese Aufgabe einem Hundefriseur (Groomer) überlassen, der auch weitere Pflegemaßnahmen wie Krallenschneiden übernehmen kann. Da Hundefriseure kostspielig und für manche Pudel stressig sein können, übernehmen viele Pudelhalter diese Aufgabe  selbst. Dazu ist eine Grundausstattung für den Kleinpudel notwendig wie beispielsweise eine Schermaschine und ein Satz unterschiedlicher Scheren.   

Wichtig ist das Kürzen der Haare in den Ohren, um Entzündungen zu vermeiden. Dazu werden die Haare in den Ohren vorsichtig geschnitten oder gezupft.  

Haarefärben ist bei Pudeln übrigens keine gute Idee, wird aber in den USA und Japan gern praktiziert. 

Für Allergiker geeignet

Pudel werden als Antiallergiker-Hunde, als hypoallergene Hunde hoch gehandelt. 
Doch es gibt keine Hunderasse, die zu 100% hypoallerg ist, die also keine Allergien beim Menschen auslösen kann.

Menschen reagieren nicht auf die Hundehaare selbst allergisch, sondern auf Proteine in Hautschuppen oder andere Stoffe, die an den Haaren haften, wie Schweiß, Talg, Speichel, Kot oder Urin. Diese Partikel werden mit den Haaren und dem Staub in der Luft verbreitet. Bei Hunden, die nicht haaren, wie der Pudel, ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen nicht allergisch reagieren, wesentlich höher als bei anderen Hunderassen. Viele Menschen, die sonst auf Hunde allergisch reagieren, haben wenige bis keine allergische Reaktionen auf Pudel.

Lese-Tipp: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Kleinpudel sind auch deshalb so beliebt, da sie niemals sabbern. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Ausgewogene und natürliche Ernährung - auf Zahnstein achten

Die Ernährung hat einen sehr großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Hunde. Deshalb ist es gut, auf eine ausgewogene und natürliche Nahrung zu achten, die am besten individuell auf Auslastung, Alter, gesundheitliche Schwachpunkte Rücksicht nehmen. 

Einige Pudel sind schlechter Fresser, andere sind absolut verfressen und klauen Futter wo sie nur können. Für Leckerlis arbeiten sie besonders gern. Wenn ihr viel trainiert, solltet ihr die Leckerli-Ration von der Futterportion abziehen. 

Pudel können zu Diabetes neigen, um hier vorzubeugen solltet ihr Futter vermeiden, dass Zucker und viele Kohlenhydrate beinhaltet.

Bei Pudeln erkennt man aufgrund des immer wieder unterschiedlichen Haarkleides ihr Gewicht nicht so gut. Daher ist ein regelmäßiges Wiegen sinnvoll, damit sie weder unter- noch übergewichtig werden. 

Da der Kleinpudel zu Zahnbelägen und Zahnstein neigen, solltet ihr regelmäßig etwas zum Kauen geben, damit sich Zahnbeläge und Zahnstein auf natürliche Art abreiben:  Gesunde Hundezähne mit der richtigen Ernährung.

 

Verfressenheit

Kleinpudel können sowohl schlechte Fresser als auch gierige Schlinger sein. 

Aussehen

Langbeinige, gelockt und dabei schlank und handlich

Kleinpudel sind für ihre Größe relativ leicht, sind sie kurz geschoren, wundert sich so mancher, wie sportlich-schlank sie sind. Kleinpudel sind zwischen 35-45 cm groß und wiegen zwischen 7-12 Kg. Sie gehören zu den mittelgroßen Hunden. Ihre Bewegungen sind sehr leichtfüßig und elegant, manche meinen stolz. Ihr Körperbau ist sehr harmonisch und ausgeglichen, sie sind nur etwas länger als hoch. 

Das gelockte, stets weiter wachsende Haarkleid ist ein Hauptkennzeichen der Pudel. Dieses muss regelmäßig geschoren werden und die verschiedenen Schuren führen zu sehr unterschiedlichem Aussehen. Beliebt sind Pudel nicht zuletzt auch aufgrund der großen Farbvarianten ihres Haarkleides. Pudel haben Hängeohren und eine sehr lange, schmale Schnauze. Die Rute ist relativ hoch angesetzt und schmal.

Die Pudel-Variante des Klein- bzw. Mittelpudels gibt es in vielen Ländern nicht. In den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland wird der "Standard Pudel", also der Großpudel bereits ab einer Höhe von 38 cm offiziell im Standard akzeptiert. Dadurch gibt es die Probleme nicht, die entstehen, wenn unterschiedliche Varietäten einer Rasse ohne Puffergrößen zugeordnet werden. 

Der Großpudel beginnt laut FCI ab 45 cm, der Kleinpudel misst zwischen 35-45cm - doch was ist, wenn ein Kleinpudel nun 46cm oder mehr misst? Ist er dann ein Großpudel oder ein großer Kleinpudel? Sinnvoll ist diese offizielle Aufteilung daher nicht und es gibt viele Züchter von Mittelpudeln, die deshalb die Zuchtverbände verlassen haben und Mittelpudel mit einer Größe von bis zu 50cm züchten. 

Augenfarbe

Kleinpudel haben fast schwarze oder dunkelbraune Augen

Fell

Kleinpudel haben eine wollige, gekräuselte Behaarung mit einer Besonderheit unter Hunden: Pudel besitzen kein Fell, sondern Haare. Deshalb muss das Haar des Pudels regelmäßig gekürzt geschoren werden.

Es gibt laut Zuchtstandard zwei Haar-Varianten, wobei die zweite kaum noch vorkommt:

  1. Kleinpudel mit lockigem Haar, sogenannte Wollpudel
    Das Haar ist üppig und fein gekräuselt. Dabei bleibt es elastisch und widersteht dem Druck der Hand. Die Pudelwolle soll dicht, reichlich und gleichmäßige Locken bilden.
  2. Schnürenpudel
    Das Haar ist ebenfalls üppig, von feiner, wolliger und dichter Textur, es bildet aber keine Wolle, sondern die charakteristischen Schnüre.

Das Haar des Pudels sollte regelmäßig alle 4-10 Wochen geschoren werden. Wie sie geschoren werden, bleibt vollkommen dir überlassen. Allerdings sollten bestimmte Partien wie die Augen, After, Pfoten und Maul möglichst frei von Haaren sein. Langhaarige Kleinpudel müssen im Grunde täglich gebürstet werden, damit ihr Haarkleid nicht verfilzt.

Pudelschur - eine sehr alte Jagdschur wurde zur Mode

Die Pudelschur war ursprünglich keine Modeerscheinung, sondern liegt in der Vergangenheit als Jagdhund, der auch im Wasser arbeitet: Um Lungen und Herz vor der Kälte des Wassers zu schützen und gleichzeitig eine maximale Beinfreiheit in der Hinterhand zum Schwimmen zu erhalten, wurden die Hunde von der Rückenmitte geschoren. 

Für Pudel gibt es immer noch die unterschiedlichsten Schuren und "Frisuren", hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Die gängigen Ausstellungsschuren sind heute der "Puppy-Clip" und die "Modeschur". Die" Löwenschur" ist seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr auf Ausstellungen zu sehen. Zum Glück kommt man immer mehr von den klassischen Schuren im Familienalltag weg, die den Hund ausgesprochen unnatürlich und manchmal fast lächerlich aussehen ließen.

Farbe

Laut Zuchtstandard sind die folgenden Haarfarben bei Kleinpudeln erlaubt:

  • Schwarz
  • Weiß
  • Braun - möglichst dunkel und warm
  • Silber - diese Farbe wurde erst in den 1960er Jahren anerkannt, Silberpudel werden schwarz geboren und die silberne Farbe kommt erst in den ersten Monaten durch. Ihre endgültige Farbe haben sie meist mit 3 Jahren.)
  • Apricot (fawn) - anerkannt seit den 1970ern, darf von cremefarben, orange oder rötlich sein.
  • Red - Rotfalb (fawn)- seit April 2007 anerkannt


Zweifarbige Zwergpudel

Pudel kommen zweifarbig vor und wurden in Deutschland in den 1980er Jahren und später auch in Österreich und Tschechien zugelassen:

  • Schwarz-Weiß gescheckt (Harlekin) - die Grundfarbe weiß ist vorherrschend und darauf liegen schwarze "Platten" darauf.
  • Schwarz-Lohfarben (black and tan)

Weitere Farben sind bisher (Stand 2021) nicht nach FCI-Standard erlaubt, kommen aber vor. Hier ist immer etwas Vorsicht geboten, da Färbungen wie z.B. Merle bei beiden Eltern auch Krankheiten wie Taubheit und Blindheit mit sich bringen können. So zum Beispiel:

Auf keinen Fall solltet ihr die Hundehaare färben, was einige Menschen tatsächlich ihren Hunden antun. 

Geschichte und Herkunft

Eine der ältesten Hunderassen

FCI Norm

Nummer: 0

Herkunft

Frankreich

Geschichte

Bereits um 1500 werden Hunde beschrieben, die dem heutigen Pudel ähnlich sehen. Sie sind zottige Wasserhunde mit viel Haar, die für die Jagd auf Wasservögel verwendet werden. Dabei hatten sie bereits sehr früh die für Pudel lange Zeit sehr typische Löwenschur: hinten kurz und um den Körper lang getragen, um die Organe zu wärmen und gleichzeitig eine optimale Beinfreiheit zu besitzen. Die klassische Pudelschur ist folglich sehr alt und keine neuzeitliche Modemarotte.

Das altdeutsche Wort "Pfudel" für eine Wasserpfütze ist der deutsche Namensgeber der Wasserhunde. Im Französischen werden sie "Caniche" genannt, was wiederum von dem Wort "canard" für Ente abstammt, da sie vorwiegend zur Entenjagd verwendet wurden. 

Mitte des 19.Jahrhunderts sind Pudel fast ausgestorben, da pflegeleichtere Jagdhunde aus Großbritannien bevorzugt wurden. 

Die neuere Forschung geht davon aus, dass der Großpudel vor dem Mittelpudel da gewesen ist, doch dies ist in der Geschichte des Pudels durchaus umstritten.

Meilensteine in der Pudelzucht

  • 1893 wurde der Deutsche Pudel-Klub (DPK) gegründet. Dies war der Beginn der geregelten Zucht. 
  • 1904 erscheint das erste Zuchtbuch für Pudel, indem sowohl der Kleinpudel als auch der Königspudel vertreten waren. Es gab sie allerdings nur einfarbig in den schwarz, weiß oder braun.
  • In den 1920er Jahren wurden Pudel aus England und Frankreich eingekreuzt, um den Rassestandard in Deutschland zu optimieren.
  • 1936 wird ein neuer Zuchtstandard des Pudels herausgegeben. Es kommt eine neue Größe, der Zwergpudel hinzu.
  • Mitte der 1930er Jahre erfand Hans Thum den modernen "Karakulschnitt" des Pudels, der zu großer Beliebtheit führte. Dieser Schnitt wurde während der Nazizeit als "undeutsch" verboten. Doch nach 1945 setzte sich der Schnitt in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. 
  • In den 1950er und 1960er Jahren erlang der Pudel eine hohe fast weltweite Popularität.
  • 1952 Gründung des Verband für Pudelfreunde Deutschland e.V.
  • 1963 Offizielle Anerkennung des "Karakulschnitts" als moderne "Neue Schur" und die Farbe Silber wird offiziell von der FCI und von Frankreich anerkannt.
  • 1977 wird die Farbe Apricot im Standard anerkannt
  • In den 1980er Jahre werden Pudel in Deutschland auch zweifarbig zugelassen allerdings nur in den folgenden Kombinationen:
    • Weiß mit schwarzen Platten (Harlekin)
    • Schwarz-Loh (Black-and-tan).
  • In den 1990er Jahren kam die noch kleiner Variante des Toy-Pudels, die in England gezüchtet wurde, dazu. 
  • 2007 Anerkennung der Farbe Red (fawn) 

Kleinpudel (Mittelpudel) im Überblick

Kleinpudel sind mittelgroße, intelligente und sportliche Begleit- und Familienhunde

Kleinpudel haben eine noch handliche Größe ohne klein zu sein und sind sehr intelligente und soziale Sportler mit sehr viel Witz und Power. Obendrein sehen sie elegant aus, sabbern und haaren nicht und haben fast gar keinen typischen Hundegeruch. Für die meisten Allergiker sind Kleinpudel geeignet. Kleinpudel möchten ernst genommen werden wie große Hunde und freuen sich über gemeinsames Training und Aufgaben wie Trick-Training, Agility oder Obedience. Kleinpudel sind wachsam, aber niemals von Natur aus aggressiv. Manche können zum Kläffen oder Jagen neigen, was jedoch mit konsequentem Training meist sehr gut in den Griff zu bekommen ist.

Ihr solltet ausreichend Zeit und Lust für die etwas aufwändigere Pflege des Kleinpudels und für eine konsequente und liebevolle Erziehung mitbringen. Wenn ihr dann noch Lust auf gemeinsames Training habt, gern mit dem Kleinpudel schmust und etwas sportlich seid, ist der Zwergpudel der richtige Hund für euch. 

Die vier Pudel-Varietäten im Überblick

Es gibt den Pudel in vier Größen-Varietäten: Königspudel (Großpudel), Kleinpudel (Mittelpudel), Zwergpudel und Toypudel. Leider werden auch immer wieder noch kleinere Pudel als Teacup-Pudel angeboten, die jedoch nicht anerkannt sind und zu den Qualzuchten gehören.

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