Labradoodle

Der strubbelige, aktive und fröhliche Begleiter

Der Labradoodle ist eine nicht anerkannte Hunderasse, die aus einer absichtlichen Verpaarung von Labrador Retriever und Pudel entstanden ist. Der Labradoodle bringt sehr viele positive, aber natürlich auch einige fordernde Eigenschaften vom Labrador und vom Pudel mit. So paart sich im besten Fall das freundliche, fast immer gutgelaunte und arbeitswillige Wesen des Labrador, mit der Intelligenz, Verspieltheit und der Sportlichkeit des Pudels. Viele Labradoodle erfreuen ihre Halter und manche Allergiker, da sie nicht haaren.

Top Facts

  • Labrador Retriever + Pudel = Labradoodle
  • Intelligent, aufmerksam, schnell lernend: brauchen Aufgaben
  • Sportlich, aktiv, verspielt: brauchen Bewegung
  • Fell sehr unterschiedlich: nicht alle für Allergiker geeignet
  • Wasserfreude, Apportierfreude
  • Selbstbewusst, intelligent und aktiv: das kann auch anstrengend werden

Steckbrief Labradoodle

Größe
53,0 - 63,0 cm
Gewicht
22,0 - 30,0 kg
Lebenserwartung
11 - 13 Jahre
Verwendung
Begleit- und Familienhund
Herkunft
Australien
Fell
viele Varianten, einige haaren nicht
Wesen
Intelligent, freundlich, sehr sportlich, aktiv

Charakter

Gibt es DEN Labradoodle überhaupt?

Labradoodles sind eine noch sehr junge Hunderasse und es existieren sehr viele unterschiedliche Zuchtarten und Varianten, so dass es sehr große Unterschiede in den Charakteren der Labradoodles gibt.

Es können sich die Wesensmerkmale des Pudels oder auch die des Labradors stärker durchsetzen oder aber zu einer gewünschten optimalen Mischung werden. Das Ziel einer Labradoodle-Zucht ist es, die positiven Wesensarten von Labrador Retriever und Pudel zu vereinen. Wenn dies gelingt, hast du mit einem Labradoodle einen sehr aktiven, intelligenten, lernwilligen, gewitzten und sozial verträglichen Hund.

Andererseits können sich aber auch die unerwünschten Charaktereigenschaften der beiden Rassen vermehrt durchsetzen. Dann kann der Labradoodle auch unsicher und nervös werden und weniger menschenbezogen sein und mit Pech die Sturheit mancher Labradore erben. Insofern solltest du dir den Züchter sehr gut in Bezug auf Wesen und natürlich auch auf Gesundheit der Elterntiere aussuchen.

Da Labrador Retriever und Pudel aber gar nicht so grundverschiedene Hunderassen sind, gibt es auch Wesensmerkmale, die auf die meisten Labradoodle zutreffen:

Freundlich, sozial verträglich und ohne Aggression

Fast alle Labradoodles haben daher ein sehr freundliches und aufgeschlossenes Wesen, das von Natur aus keine Aggressionen mit sich bringt. Sie sind Menschen als auch Hunden gegenüber freundlich und sozial eingestellt. Allerdings können Labradoodle durchaus wachsam und Fremden gegenüber erst einmal zurückhaltend reagieren. Wie für alle Hunde ist eine frühe Sozialisierung mit Alltagssituationen, Menschen, Tieren, Hunden und natürlich Kindern wichtig, damit sie später nicht unsicher reagieren.

Einer Tendenz zu bellen, um z.B. ihren Willen durchzusetzen oder auch bei Verunsicherung, sollte von Anfang an in der Erziehung eine konsequente Grenze gesetzt werden.

Intelligent, aufmerksam und sehr schnell lernend

Labradoodle sind sehr neugierig und aufmerksam und dabei blitzgescheit. Sie lernen schnell und gerade hier ist eine absolute Konsequenz und schnelles Reagieren beim Besitzer gefragt. Denn bereits als Welpe probieren die Labradoodle gern aus, wie weit sie gehen können und benötigen eine sehr konsequente und liebevolle Erziehung. "Ja heißt ja und nein heißt nein" solltet ihr von Anfang an in der Erziehung beherzigen. Auf positive Verstärker und Ablenkungen reagieren Labradoodles als sensible und intelligente Hunde wesentlich besser als auf ständige Verbote.

Sportlich, aktiv und verspielt bis ins hohe Alter

Sowohl Labrador Retriever als auch Pudel sind ursprünglich Arbeitshunde für die Jagd auf Wasservögel. So trägt auch der Labradoodle das Gen für Sportlichkeit, bewegt sich sehr gern im Freien und häufig auch besonders gern, wenn Wasser im Spiel ist. Labradoodles müssen aber nicht die begeisterten Schwimmer sein, sie lieben auch das Spielen und Plantschen in Pfützen und im Matsch.

Haben Labradoodles einen Jagdtrieb? Diese Hunde können einen nicht unerheblichen Jagdtrieb auf Vögel, Katzen, Kaninchen und Eichhörnchen besitzen. Bewegungsreize können sehr spannend für einen Labradoodle sein, ebenso das Apportieren der Beute. Fördert ihr diesen Trieb durch z.B. Ballspiele, so kann sich ein Jagdtrieb immer stärker ausbilden. Unterbindet ihr den Trieb, so kann er sich dauerhaft in Grenzen halten.

Sind Labradoodles gute Familienhunde?

Viele Labradoodles sind sehr sanft und Schmusen für ihr Leben gern. Auch kommen sie mit Kindern sehr gut zurecht und spielen hingebungsvoll mit ihnen, sofern diese nicht zu klein sind. Doch insbesondere Junghunde können sehr temperamentvoll sein und wenn sich dazu etwas Sturheit vom Labrador gesellt, kann das Spiel für Kinder zu wild werden.

Verfressen oder krüsch?

Hier kommt es darauf an, ob der Labradoodle mehr nach dem Labrador kommt, dann ist er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine kleine Fressmaschine. Kommt er jedoch nach dem Pudel, so kann er durchaus auch mal krüsch sein, was das Futter anbelangt. In jedem Fall solltet ihr auf das Gewicht eures Labradoodles achten, denn Übergewicht ist nicht nur für die Gelenke, sondern auch für den gesamten Organismus schädlich und verkürzt das Leben eures Hundes.

Intelligenz

Labradoodles sind meist sehr gelehrig und intelligent. Sowohl der gewitzte und intelligente Pudel als auch der Labrador verfügen als ursprüngliche Arbeitshunde über eine hohe Intelligenz.

Aufmerksamkeit

Labradoodle möchten ähnlich wie Pudel und auch Labradore gefallen und bringen einen hohen Arbeitseifer mit. Es kann aber auch in seltenen Fällen der etwas langsamere Labrador der Showlinie bei einem Labradoodle zum Vorschein kommen.

Energie

Die meisten Labradoodle sind sportlich und lebhaft. Sie benötigen täglich viel Auslauf. Das bedeutet, dass sie mindestens einen sehr ausführlichen Spaziergang von 1-1,5 Stunden am Tag benötigen und natürlich mindestens 2-3 weitere Spaziergänge. 

Zeitaufwand

Der tägliche Zeitaufwand ist aufgrund des vielen Auslaufs in jedem Fall nicht zu unterschätzen. Der Pflegeaufwand des Fells variiert sehr stark bei den Labradoodle-Arten und ist abhängig von dem Fell, dass der Labradoodle hat.

Training

Intelligenz, Sportlichkeit, gepaart mit guter Trainierbarkeit lassen den Labradoodle für sehr viele sportliche Aktivitäten wie Joggen, Radfahren, Bergwandern und Schwimmen sehr geeignet erscheinen. Aber natürlich ist er auch für fast alle Hunde-Sportarten perfekt:

Labradoodles werden auch zu folgenden "Berufen" erfolgreich ausgebildet:

  • Rettungshunde
  • Therapie-Hunde
  • Blindenführhunde
  • Behindertenbegleithund
  • Drogensuchhund

Wohnungstauglichkeit

Bei entsprechend starker mentaler und körperlicher Auslastung und guter Erziehung können Labradoodle auch für die Wohnung geeignet. Doch es gibt zwei wesentliche Voraussetzungen:

1. Die Wohnung sollte zu ebener Erde liegen oder mit einem zuverlässigen Fahrstuhl erreichbar sein.

Große Hunderassen sowie generell Welpen und Junghunde eignen sich nicht gut für eine Wohnung in höheren Stockwerken, wenn kein Fahrstuhl vorhanden ist.

Welpen und Junghunde sollten noch keine Treppen steigen, damit ihre weichen Knochen und Gelenke nicht überlastet werden. Sie sollten bis zum ersten Lebensjahr die Treppen herauf- und heruntergetragen werden.

Größere Hunderassen sollten aufgrund der starken Knochen- und Gelenksbelastung ebenfalls nicht dauerhaft mehrere Treppen pro Tag gehen müssen. Auch einen kranken oder alten Labradoodle werdet ihr nicht die Treppen dauerhaft tragen können.

2. Genehmigung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft

Bei jeder Hundehaltung sollte eine schriftliche Genehmigung des Vermieters vorliegen. Auch wenn euch die Wohnung gehört, müssen die Miteigentümer des Hauses einverstanden sein. 

 

Treue & Ergebenheit

Labradoodles sind ihren Besitzer gegenüber sehr loyal und treu. Sie möchten gefallen.

Jagdtrieb

Labradoodles vereinen mit dem Pudel und dem Labrador zwei Hunderassen in sich, die ursprünglich für die Jagd und das Apportieren von insbesondere Wasservögeln gezüchtet wurden. Daher kann der Jagdtrieb z.B. auf Vögel, Eichhörnchen und Katzen auch beim Labradoodle vorhanden sein. Dieser sollte sich aber mit früher und konsequenter Erziehung gut beherrschen lassen.

Alleinsein

Sowohl Labrador als auch Pudel können sehr gut allein bleiben, sofern sie es von Anfang gelernt haben und keine Traumata entwickelt haben. So gesehen ist dies auch beim Labradoodle der Fall. Während mein erster Labradoodle gar keine Probleme mit dem Alleinsein hatte und in sich selbst ruhte, bellte meine zweite Labradoodle-Dame von klein auf an, sobald sie nur allein im Zimmer bleiben sollte. Hier war sehr viel mehr Zeit zum langsamen Aufbau des Alleinbleibens nötig. Vielleicht ruhen auch Welpen, die später von der Mutter wegkommen mehr in sich selbst.

Hunde sollten generell nicht über einen längeren Zeitraum als vier Stunden alleingelassen werden.

Bellen

Es gibt Labradoodle, bei denen die Bellfreudigkeit, um nicht zu sagen das Gekläffe vom Pudel durchkommen kann. Sie können wachsam Laut geben oder aber auch versuchen, mit Gebell ihren Willen durchzusetzen oder Fremde (und alles andere) zu verbellen.

Keine Angst: Dies muss nicht so sein, aber es kann. Kleines Beispiel: Während ich bei meinem ersten Labradoodle lange Zeit dachte, er könne gar nicht bellen, hat mein zweiter Labradoodle als Welpe gleich bei der ersten Mahlzeit kläffend neben mir gestanden: "Los, mach schneller!".

Da Labradoodles in der Regel sehr gelehrig sind, kann ich ihnen das Bellen auch relativ gut abtrainieren und ihnen klar machen, was ich von ihnen wünsche und das Verhalten belohnen. Dazu bedarf es aber Konsequenz und etwas Know-How.

Wachsamkeit

Die meisten Labradoodles verfügen über eine aufmerksame Wachsamkeit. Sollte jedoch der Labrador stärker durchkommen, so fällt auch beim Labradoodle die Wachsamkeit geringer aus.

Beschützer

Ein Standard Labradoodle und insbesondere ein Rüde kann durchaus ein guter Beschützer sein. Aufgrund ihrer Freundlichkeit sind sie aber eher weniger als Schutzhunde zu gebrauchen.

Verträglich mit Hunden

Labradoodles sollten ähnlich wie der Labrador und der Pudel sehr verträglich mit anderen Hunden sein. Immer vorausgesetzt, dass sie nichts Schlechtes in ihrer Prägezeit erfahren haben und zeitig an andere Hunde gewöhnt wurden.

Verträglich mit Tieren

Ob sich Labradoodle mit anderen Tieren vertragen ist - wie bei allen anderen Hunderassen - eine Frage der Gewöhnung und Sozialisierung. Aufgrund des aber durchaus vorhandenen Jagdtriebes auf Vögel, kann eine Jagdlust auf Katzen und andere Kleintiere bei Labradoodles sehr gut vorkommen.

Kinderfreundlich

Labradoodles sind ausgesprochen verspielt und gutmütig. Sie sind meist sehr verträglich mit Kindern, können aber aufgrund ihres Temperaments für kleine Kinder nicht so gut geeignet sein. Generell sollte man kleine Kinder nicht mit dem Hund allein lassen.

Verträglich mit Fremden

Labradoodles treten anderen Menschen, die nicht zu ihrem "Rudel" gehören, meist freundlich und aufgeschlossen gegenüber. Sie können aber auch die Wachsamkeit und Reserviertheit des Pudels geerbt haben. Je nach Sozialisierung und Zuchtlinie kann das Verhalten gegenüber Fremden stark variieren. Ein schlecht sozialisierter Labradoodle, der vielleicht auch noch schlechte Erfahrungen gemacht hat, wird auch unsicher auf Fremde Menschen reagieren.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Auf Gesundheit der Elterntiere achten

Labradoodles verfügen häufig über eine recht gute Gesundheit. Allerdings werden für die Labradoodle-Zucht oft nicht die Hunde mit den besten genetischen Eigenschaften und den meisten Untersuchungen eingesetzt und die Verpaarung von Labrador und Pudel kann auch gesundheitliche Nachteile mit sich bringen.

Insbesondere beim Labrador kommen oft Gelenkserkrankungen vor, so dass ihr darauf achten solltet, dass die Elterntiere auf HD, ED und OCD geprüft sind und frei davon sind.

Da der Labradoodle eine Kreuzung aus Labrador Retriever und Pudel ist, können die bei diesen beiden Hunderassen vorkommendenden Erkrankungen auch beim Labradoodle häufiger vorkommen.

Lasst euch am besten immer zeigen, worauf die Elterntiere getestet wurden. Sei es per Gentest oder per tierärztlicher Untersuchung. Dies sollte bei absichtlichen Verpaarungen eigentlich immer vorliegen, wenn nicht, solltet ihr vorsichtig sein.

"Heterosis-Effekt" bei Labradoodle F1

Gerade bei den direkten Verpaarungen von Labrador Retriever und Pudel erhofft man sich einen positiven Effekt auf die genetisch bedingten Krankheitsanlagen. Der besondere Vorteil einer Hybride (also einer direkten Mischung Labradoodle F1) kann in dem sogenannten Heterosis-Effekt liegen. Sehr vereinfacht gesagt, kann es zu einer überproportionale Erhöhung der Krankheitsresistenz bei den Nachkommen kommen, da gesunde Gene häufig dominant vererbt werden. Dies gilt jedoch nicht für die Züchtung mit Hybriden, wie F2-Züchtungen. 

Robustheit

Sowohl Pudel als auch Labrador Retriever sind, sofern sie aus einer guten Zucht kommen und gut aufgezogen werden, relativ robuste und gesunde Hunde. Dies gilt auch für die meisten Labradoodles.

Krankheiten

Beim Kauf eines Labradoodles und insbesondere beim Kauf eines Labradoodle-Welpen solltet ihr genau hinsehen und auf die Gesundheit der Elterntiere achten. Welpen sehen fast immer entzückend und gesund-munter aus, aber Krankheiten der Elterntiere kommen beim Junghund oder auch erst später zum Vorschein und können mit sehr hohen Kosten und auch Leid verbunden sein. 

Die Beliebtheit der Labradoodle hat leider auch viele "Vermehrer" auf den Plan gerufen, die aufgrund der hohen Preise gern einmal Geld verdienen möchten, aber von Zucht gar keine Ahnung haben. Zur Zucht gehören aber Gesundheitsprüfungen der Elterntiere und es wird wert auf gewünschte Charaktereigenschaften gelegt. Es ist insbesondere bei den doch sehr belastenden Gelenkerkrankungen wichtig, genau nachzufragen. Ich finde es z.B. nicht akzeptabel, wenn ein Hund mit einer B- oder C-Hüfte zur Zucht verwendet wird. Auch Ellenbogendysplasie und OCD sind Erkrankungen die vererbt werden und sehr belastend werden können.

Die folgenden gesundheitlichen Besonderheiten gibt es beim Labradoodle:

  • Haut- und Fellprobleme
    Da der Pudel keinen Fellwechsel und immer wachsende Haare besitzt, der Labrador Retriever aber haart und dem Fellwechsel unterliegt, können im ungünstigen Fall beim Labradoodle Hautprobleme und Juckreiz die Folge sein.
  • Zahnfehlstellungen
    Der Labrador Retriever hat eine wesentlich breitere Schnauze als der Pudel. Erbt der Labradoodle die Zähne vom Labrador Retriever aber die schmale Schnauze vom Pudel, kann es zu Zahnfehlstellungen kommen.
  • Elterntiere haben häufig keine Zuchtzulassung
    Dies bedeutet natürlich nicht, dass die Elterntiere weniger gesund sein müssen, als Hunde mit Zuchtzulassung, aber bestimmte Untersuchungen sind einfach von Vorteil, damit die Welpen gute Voraussetzungen mit sich bringen.

Die folgenden Erkrankungen kommen beim Großpudel und damit beim Labradoodle häufiger als bei anderen Hunderassen vor:

Manche der Krankheiten können vom Züchter bei den Elterntieren getestet und untersucht werden, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bei den Welpen zu verringern. Lasst euch vom Züchter zeigen, worauf die Elterntiere getestet wurden und schaut euch die Ergebnisse genau an.


Hinweis: Beim Kleinpudel, der für den Medium Labradoodle verwendet wird, ist die Kniescheibenverrenkung (Patella Luxation) häufiger anzutreffen als bei anderen Hunderassen. Dafür sind Magendrehungen eher seltener als beim Großpudel.

Die folgenden weiteren Erkrankungen kommen beim Großpudel zwar selten, aber immer noch etwas häufiger als bei anderen Hunderassen vor: 

  • Neonatale Enzephalopathie (Gen-Test)
  • Von-Willebrand-Krankheit (Gen-Test)
  • Herzerkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen


Die folgenden Erkrankungen kommen beim Labrador Retriever und damit auch beim Labradoodle häufiger als bei anderen Hunderassen vor:


Weitere Erkrankungen, die beim Labrador Retriever häufiger vorkommen als bei anderen Hunderassen:

Unsere Aufzählung kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Es gibt leider sehr viele weitere Erkrankungen, die zwar seltener aber generell beim Labrador Retriever häufiger als bei anderen Hunderassen beobachtet werden. Für viele davon gibt es Gentests oder tierärztliche Untersuchungen, die von Züchtern angewendet werden könnten.

Verträgt Hitze

Jetzt wird es unübersichtlich und es kommt absolut auf das Fell des Labradoodles an, das er geerbt hat. Er wird weder Labrador Retriever- noch Pudel-Fell (Haar) am Ende besitzen. Wahrscheinlich wird es eine Mischung aus beidem sein, insbesondere beim Labradoodle F1. Viele Labradoodle unterliegen aber keinem Fell-Wechsel und kommen damit dem Pudel näher.

Pudel können aufgrund ihres Haarkleides Hitze sehr gut vertragen. Zumal sie in heißen Sommern einfach kürzer geschoren werden können und gern ein kühles Bad nehmen.

Labrador Retriever stammen aus Kanada und verfügen über ein dichtes Fell. Sie sind es gewohnt, im kalten Atlantik zu schwimmen. Daher kommen sie mit Hitze nicht sehr gut zurecht und lieben eine Abkühlung im Wasser.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass meine erste Labradoodle-Hündin Hitze zwar gut vertragen hat, aber lange nicht so gut wie ein Pudel. Meine zweite Labradoodle-Hündin (beide F1-Verpaarungen) liebt dagegen Kälte und sucht sich immer die kältesten Plätze im Haus, selbst im Winter.

Verträgt Kälte

Auch die Kälteverträglichkeit ist beim Labradoodle abhängig von dem Fell/Haar, dass sie geerbt haben. Es wird aber wahrscheinlich eher in Richtung Pudel tendieren:
Pudel können aufgrund ihres Haarkleides und ihrer grazilen Figur Kälte nicht immer gleich gut vertragen und benötigen im Winter einfach ein längeres Haarkleid und entsprechend stärkere Bewegung. In sehr kalten Wintern bei wenig Bewegung kann es sinnvoll sein, dem Pudel durch eine Decke o.ä. Wärme draußen zu spenden. Großpudel kommen aber bei entsprechender Bewegung wie z.B. bei Hundeschlittenrennen selbst in Alaska mit der Kälte sehr gut klar.

Labrador Retriever stammen aus Kanada und verfügen über ein dichtes Fell. Als Wasserhunde sind sie es gewohnt, im kalten Atlantik zu schwimmen. Daher kommen sie mit Kälte ausgezeichnet zurecht und benötigen im Winter meist keinerlei Schutz.

Pflege

Der Pflegeaufwand beim Labradoodle ist sehr stark abhängig von der Fellart, die er geerbt hat. Während das drahtige Fell wenig Pflege benötigt, wird das wellige oder gar lockige Fell sehr pflegeintensiv.

Die Ohren müssen gerade bei Hunderassen mit Hängeohren regelmäßig überprüft und gereinigt werden. Auch kann es beim Labradoodle gut sein, dass die Ohren von Haaren befreit werden müssen, um eine bessere Belüftung der Ohren zu erreichen.

Zur regelmäßigen Pflege gehört auch das Kontrollieren und ggf. Reinigen der Augen. Die Kontrolle und ggf. das Kürzen der Krallen.

Da Pudel für Zahnstein anfällig sind, sollte auch auf eine Zahnpflege (ob mit Knochen, Zahnbürsten oder das Entfernen von Zahnstein) stattfinden.

Da meist das wellige als auch das lockige Haar von Labradoodles regelmäßig gebürstet und geschoren werden muss und nach dem gelegentlichen Bad nicht schnell von selbst trocknet, ist der Pflegeaufwand bei vielen Labradoodles durchaus höher als bei anderen Hunderassen. Dafür entfällt bei den nicht haarenden Labradoodles das häufige Staubsaugen.

Baden

Labradoodles müssen zur Fellpflege nicht regelmäßig gebadet werden. Viele von ihnen werden aber Wasser lieben und sich ggf. auch gern in Schlamm oder auch Aas wälzen, was ein Bad aufgrund des üblen Geruchs notwendig macht. Das Fell der Labradoodle kann sehr unterschiedlich sein und entweder wasserabweisend oder aber wasseraufnehmend und schwer trocknend sein. Bei pudelartigem Fell kann ein Hunde-Fön angebracht sein, da es ab einer gewissen Länge schwer trocknet.

Kämmen & Bürsten

Der Pflegeaufwand ist abhängig von der Fellart, die der Labradoodle hat.

Das drahtige Fell, typisch für einen F1 Labradoodle, aber ebenso auffindbar in multigen Würfen, braucht nur gelegentliches Bürsten oder Kämmen.

Das wollige, lockige Fell dagegen ist am pflegeintensivsten. Hier ist regelmässiges Bürsten oder Kämmen sehr wichtig, um Verfilzungen zu vermeiden.

Haaren

Viele Labradoodles, insbesondere der späteren Generationen, haaren nicht. Insbesondere aber Welpen aus einer F1-Generation, werden sehr wahrscheinlich haaren und auch bei späteren Generationen ist dies nicht auszuschließen. Wenn der Labradoodle haart, so kann er ebenso stark wie der Labrador haaren und das ist tatsächlich nicht wenig.

Schneiden & Trimmen

Hier kommt es sehr auf den Labradoodle an und wie sein Fell beschaffen ist. Bei wenigen Labradoodles ist das Fell kaum pflegeintensiv, so z.B. bei denen mit drahtigem Fell. Bei den gewellten oder gelockten Fellarten wird das Fell sehr pflegeintensiv und muss regelmäßig geschoren und geschnitten werden.

Für Allergiker geeignet

Vorweg sei gesagt, dass es keine Hunderasse gibt, die zu 100% hypoallerg ist, die also keine Allergien beim Menschen auslöst. Der Mensch reagiert nicht auf die Hundehaare selbst allergisch, sondern auf Proteine in Hautschuppen oder andere Stoffe, die meist auch an den Haaren haften, wie Schweiß, Talg, Speichel, Kot oder Urin. Diese Partikel werden mit den Haaren und dem Staub in der Luft verbreitet.

Bei Hunden, die nicht haaren, wie es meist bei F2-Verpaarungen von Labradoodles der Fall ist, ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen nicht allergisch reagieren, wesentlich höher als bei anderen Hunderassen. Viele Menschen, die sonst auf Hunde allergisch reagieren, haben wenige bis keine allergische Reaktionen auf nicht haarende Labradoodles.

Sabbern

Labradoodle sabbern in der Regel nicht - es sei denn, sie sehen gerade einen besonders leckeren Happen vor ihrer Nase.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf Übergewicht und gesunde Zähne achten

Die Ernährung des Labradoodles hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit. Eine ausgewogene und natürliche Ernährung hilft, die Gesundheit eures Hundes zu erhalten.

Spannend ist beim Labradoodle, wessen Appetit er geerbt hat: Während der Pudel ein durchaus "krüscher" Fresser sein kann, sind die meisten Labrador Retriever arg verfressen, um nicht zu sagen ewig hungrige Fressmaschinen.

Insofern achtet darauf, dass der Labradoodle ausreichend aber nicht zuviel Nahrung zu sich nimmt. Häufig sind Labradoodle schmaler im Körperbau als Labrador Retriever, ihr Hunger kann aber genauso groß sein.

Ein Teil der Ernährung sollte sich bei Labradoodles auch mit Zahngesundheit beschäftigen: Da Pudel zu Zahnstein neigen, kann dies auch beim Labradoodle der Fall sein. Mithilfe von Karotten oder ähnlich hartem Futter, kann sich der Zahnstein auf natürliche Art abreiben.

Verfressenheit

Spannend ist beim Labradoodle, wessen Appetit er geerbt hat: Während der Pudel ein durchaus "krüscher" Fresser sein kann, sind die meisten Labrador Retriever arg verfressen, um nicht zu sagen ewig hungrige Fressmaschinen. Insofern achtet darauf, dass der Labradoodle ausreichend aber nicht zuviel Nahrung zu sich nimmt. Häufig sind Labradoodle schmaler im Körperbau als Labrador Retriever, ihr Hunger kann aber genauso groß sein. Übergewicht kann jedoch den Gelenken schaden als auch das Hundeleben nicht geringfügig verkürzen.

Aussehen

Starke Unterschiede im Aussehen der Labradoodles

Bei den meisten Labradoodles gibt es kein wirklich einheitliches Erscheinungsbild und es kommt insbesondere bei den direkten Verpaarungen von Labrador und Pudel immer darauf an, ob sich der Labrador Retriever oder der Pudel stärker durchsetzen. Bei weiteren Generationen  wird das Bild mit der 2. Generation noch unvorhersehbarer und danach wieder sehr einheitlich.

Labradoodles kommen in den folgenden drei verschiedenen Größen vor:

  • Standard Labradoodle: Größe: 53-63cm, Gewicht: 22-30kg
  • Medium Labradoodle: Größe: 43-52cm, Gewicht: 14-21,5kg
  • Mini Labradoodle: Größe: 35-42cm, Gewicht: 7-13,2kg


Sehr typisch für den Labradoodle ist sein meist "strubbeliges" Teddy-Fell, das unterschiedlich lang sein kann. Auch hier gibt es drei unterschiedliche Fellarten von drahtig über wellig bis hin zu gelockt. Bei den Farben sind fast keine Grenzen gesetzt, sie können von weiß über cremefarben bis zu braun und schwarz gehen und kommen auch zweifarbig vor.

Der Körperbau des Labradoodles ist ausgeglichen und verfügt oft über lange Beine und einen eher zarteren Körper als der Labrador. Die hängenden Ohren sind gut behaart, die Rute ist ebenfalls gut behaart und niedrig angesetzt.

Augenfarbe

Die Augen des Labradoodles können in Abhängigkeit zu der Fellfarbe von hellbraun bis dunkelbraun variieren.

Fell

Welche Fellarten gibt es beim Labradoodle? Wie pflegeintensiv ist das Fell des Labradoodles?

Je nachdem, wie stark sich der Labrador Retriever oder auch der Pudel durchsetzen, unterscheidet sich das Fell der Labradoodles. Am häufigsten kommen folgende Fellarten (Coat Types) beim Labradoodle vor, aber sicherlich sind auch Mischformen und diverse andere Namen Fellarten (Coat types) des Labradoodles im Umlauf:

1. Drahtig (wire coated)

Hier gleicht das Fell am ehesten den typischen Drahthaar-Hunden, wie z.B. einigen Schnauzern oder Jagdhunden. Dieses Fell ist in den meisten Fällen recht pflegeleicht und bei Labradoodles sicherlich die pflegeleichteste Variante. Das drahtige Fell kommt bei einem F1 Labradoodle vor, während es bei den weiteren Generations-Züchtungen meist nicht mehr vorkommt.

  • Das Fell wächst nicht unendlich weiter und der Hund haart.
  • Das Fell muss nicht regelmäßig geschnitten oder geschoren werden
  • Vorkommen am wahrscheinlichsten bei F1-Verpaarungen, daher in Standard und Medium aber niemals in Mini
  • Wöchentliches Kämmen und oder Bürsten reichen meist aus

Das Schneiden der Haare kann an einigen Stellen trotzdem sinnvoll sein, sei es aus hygienischen, ästhetischen oder gesundheitlichen Aspekten:

  • Schneiden von Haaren unter den Pfoten: Zu langes Fell unter den Pfoten kann verfilzen und Knötchen bilden. Hier ist es ratsam, immer mal wieder zu prüfen und ggf. vorsichtig zu schneiden.
  • Schneiden von Haaren in den Ohren: zu langes und zu dichtes Fell in den Ohren, kann für den Hund störend sein oder auch zu schlechter Belüftung und häufigen Entzündungen im Ohr führen. Aber Vorsicht: Sind die Haare im Ohr zu kurz, können sie den Hund auch durch Pieksen stören.
  • Schneiden von Haaren um das Maul: Sollten häufig Futterreste im Fell hängen bleiben, so kann es einfach hygienischer sein, die Haare hier zu kürzen.
  • Schneiden von Haaren um das After: Da sich das Fell am After auch gern mal verfilzt, im dümmsten Fall auch noch mit Kot, kann es auch hier hygienischer sein, das Fell vorsichtig mit einer Schere zu kürzen.
  • Schneiden weiterer Haare: Alles weitere ist bei dieser Fellart eher eine ästhetische Frage. Bei „Uhu-Augenbrauen“ oder Ziegenbärten oder zu langem Bauchfell kann es einfach besser aussehen.


2. Wellig (wavy coated)

Das wellige Fell ist meist weich und relativ stark gewellt. Es ist recht pflegeintensiv, aber der Hund haart sehr wahrscheinlich nicht.

  • Das Fell wächst meistens unendlich weiter und der Hund haart nicht
  • Vorkommen in allen Zuchtformen und Zuchtgenerationen möglich
  • Das Fell muss regelmäßig geschoren oder/und geschnitten werden (6-12 Wochen). Z.B. bei einem professionellen Hundefriseur.
  • Vorkommen bei F1-Generation
  • Tägliches Kämmen und Bürsten
  • Wird das Fell nass oder feucht, sollte es mit einem speziellen Hunde-Fön getrocknet werden, da es von allein schwer trocknet

3. Lockig (curly coated)

Das lockige Fell ist weich und häufig stark gelockt. Damit ist es dem Pudelfell sehr ähnlich. Es ist sehr pflegeintensiv, aber der Hund haart nicht.

  • Das Fell wächst unendlich weiter und der Hund haart nicht
  • Vorkommen nicht in der F1-Generation, aber in allen anderen Generationen möglich
  • Das Fell muss regelmäßig geschoren oder/und geschnitten werden (6-12 Wochen). Z.B. bei einem professionellen Hundefriseur.
  • Tägliches Kämmen und Bürsten
  • Wird das Fell nass oder feucht, sollte es mit einem speziellen Hunde-Fön getrocknet werden, da es von allein schwer trocknet

Geschichte und Herkunft

So kam es zu der Kreuzung aus Labrador Retriever und Pudel

FCI Norm

Nummer: 0

Herkunft

Australien

Geschichte

Eine junge Geschichte: Um 1989 entstand der Labradoodle

Die Geschichte des Labradoodles ist nicht sehr alt und sie begann in Australien. Wally Conron, Leiter der Züchtern der Australischen Blindenhund Vereinigung ( AAustralian Guide Dog AssociationA) erfand den Namen "Labradoodle" 1989, nachdem er einen Labrador Retriever mit einem Großpudel gekreuzt hatte.

Gesucht wurde ein Blindenhund für Allergiker

Pat Blum, die seit vielen Jahren unter Sehproblemen litt und fast blind war, aber nie einen Blindenhund halten konnte, da ihr Mann auf Hunde allergisch reagierte, kontaktiere die Australische Blindenhund Vereinigung. Australien war für sie vorteilhaft, da Hunde aus Australien ohne Quarantäne-Zeiten direkt mit dem Flugzeug nach Hawaii gebracht werden konnten. Pat Blum war der Auslöser für Wally Conron, einen Hund zu züchten, der auf der einen Seite so gut als Blindenhund geeignet war wie der Labrador Retriever und auf der anderen Seite keine Allergien auslösen sollte, wie der nicht haarende Pudel.

Direkte Verpaarung von Pudel und Labrador brachte einen Welpen, der keine Allergie auslöste

Aus der ersten Verpaarung entstanden drei Welpen (sie hießen Simon, Sheik und Sultan), von denen mehrere Fellproben nach Hawaii geschickt wurden. Ausschließlich das Fell von Sultan löste keine Allergien bei Pats Ehemann aus. Folglich wurde Sultan als Blindenhund ausgebildet und mit 18 Monaten an Pat Blum übergeben.

So begann eine Züchtung von Blindenhunden mit dem Ziel, dass diese nicht Haaren und hypoallergen sein sollten. Fast alle der direkten Kreuzungen konnten auch sehr gut als Blindenhunde ausgebildet werden, wobei allerdings nur ca. 30% hypoallergen waren.

Boom an Hybrid- und Designerhunden begann

Mit den ersten Labradoodles wurde nahezu ein Boom an sogenannte Hybrid- und Designer-Hunden fast weltweit losgetreten, mindestens aber in Australien, den USA und Europa.
Australian Labradoodle – Züchtungen und Bemühungen um Anerkennung der Rasse
Labradoodle wurden nicht nur auf Hawaii beliebt und man begann, Labradoodles aufgrund ihrer steigenden Beliebtheit auch als Familienhunde zu züchten.

Zucht mit mehreren Generationen begann

In den Folgejahren wurden Labradoodles primär in Australien auch in mehreren Generationen eingekreuzt (und nicht nur als Mischling aus Labrador Retriever und Pudel) und mit anderen Hunderassen gemischt, um eine neue Rasse zu etablieren. In den 1990er Jahren begannen angeblich zuerst Züchter von Cocker Spaniels und Pudeln (heute Cockapoos genannt, in Australien aber Spoodles genannt) auch Labradoodles mit Labradoodles einzukreuzen oder auch Labradoodle mit Pudeln zu kreuzen, mit dem Ziel, Hunde zu züchten, die nicht Haaren und möglichst keine Allergien auslösen und das freundliche Wesen der Labradoodle besitzen.

Später wurden auch weitere Rassen wie Curly Coated Retriever, Irish Water Spaniels, Cocker Spaniels (Englisch Cocker Spaniels und American Cocker Spaniels) eingekreuzt.

Labradoodle werden in den USA beliebt - Vereinigungen formieren sich - Australian Labradoodle wird anerkannt

Ca. Ende der 1990er Jahre wurden diese Hundezüchtungen auch in den USA bekannt und ausgesprochen beliebt und in Australien wurden Labradoodle-Vereinigungen gegründet. So wurde im Juni 2000 die LAA (Labradoodle Association of Australia) gegründet, immer mit dem Ziel, den Labradoodle vom Australischen National Kennel Club (ANKC) anerkennen zu lassen. Die LAA benannt sich 2005 in Australian Labradoodle Association (ALA) um. 

2004 wurde die ILA (International Labradoodle Association) gegründet. 2005 wurde dann die IALA (International Australian Labradoodle Association) als globale Vereinigung zur Züchtung des Labradoodles gegründet, in der die beiden vorigen Vereinigungen aufgingen. Scheinbar nennt sie sich jetzt Worldwide Australian Labradoodle Association (WALA). Ziel war und ist es laut der Vereinigung, einen Rassestandard mit Gesundheits-Tests und einem stringenten Zuchtprogramm zu etablieren und anerkennen zu lassen. In Europa gibt es die Australian Labradoodle Association Europe (ALAEU). 

Vom US-amerikanischen Continental Kennel Club ist der "Australian Labradoodle" als Rasse anerkannt worden. Hier gibt es den ALAA (Australian Labradoodle Association of America) und den Australian Labradoodle Club of America (ALCA). 

Australian Cobberdog – ein weiterer Labradoodle?

Der Australian Cobberdog rühmt sich im Internet, der einzig wahre Labradoodle zu sein. Sicher ist, dass hier Labradoodles in mehreren Generationen gezüchtet und mit dem Irish Soft Coated Wheaten Terrier gekreuzt wurden. Das Ziel war es, die Rasse offiziell anerkennen zu lassen und Zuchtstandards festzulegen. Die Rasse ist vom MDBA (Master Dog Breeders & Associates) anerkannt worden.

"Just say no to designer dogs" – darum sind die Züchtervereinigungen häufig gegen Designerhunde

Insbesondere in den USA sind viele Züchtervereinigungen von Pudeln als auch von Labrador Retrievern dazu übergegangen, Statements gegen Designerhunde mit ihren Rassen abzugeben.

Folgende Argumente haben die Rasse-Verbände und Clubs wie z.B. "The Poodle Club of America" oder "The Labrador Club" gegen Designerhunde, womit sehr häufig Labradoodle gemeint sind:

  • Es ist unlogisch zu glauben, dass Mischlinge aus anderen Hunderassen mit Pudeln die perfekten Eigenschaften von Pudeln und der zweiten Hunderasse vereinen. Die Designerhund-Welpen können genauso gut die schlechtesten Eigenschaften der Elterntiere erben und die "Züchter" von Designerhunden haben kaum Einfluss auf das Ergebnis.
  • Designerhunde, insbesondere mit Pudeln werden häufig als hypoallergen, nicht haarend, sozial verträgliche Familienhunde, intelligent und schnell lernend verkauft. Dies ist aber häufig nicht der Fall.
  • Designerhunde sind absolut überteuert.
  • Die Elterntiere der Designerhunde unterliegen wenig oder gar keinen Gesundheitstests.
  • Es gibt keine Vorhersagbarkeit von Größe, Form, Fell, Farbe und Charakter-Eigenschaften bei Designerhunden
  • Hunde, die zur Zucht von Designerhunden verwendet werden, werden aus den Zucht-Vereinigungen meistens ausgeschlossen. Daher werden häufig Hunde mit schlechteren gesundheitlichen und charakterlichen Qualitäten zur Zucht von Designerhunden eingesetzt oder solche, die zur offiziellen Zucht gar nicht zugelassen sind.

Aber neben diesen Argumenten ist es klar, dass die Zuchtverbände auf der einen Seite ungern verstärkt Konkurrenz mit Hybridhunden sehen und auf der anderen Seite nicht ganz zu Unrecht das Preis-Leistungs-Verhältnis bei manchen Hybridzüchtern in Frage stellen. Trotzdem wurden schon immer in der Geschichte der Hundezucht neue Rassen durch Kreuzung alter Rassen gezüchtet.

Labradoodle im Überblick

Freundliche, intelligente und sportliche Begleiter

Ein Labradoodle, der die Gelegenheit hatte, gute Manieren zu erlernen und sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet ist, ist ein fantastischer Familien- und Begleithund. Labradoodles sind meist freundlich und sozial, können aber temperamentvoll und auch schon mal eigenwillig sein. Sofern sie das Haarkleid vom Pudel geerbt haben, haaren sie nicht - doch dann ist ein regelmäßiges Scheren notwendig.

DigiDogs in anderen Sprachen und Ländern:
Copyright © 2021 DigiDogs, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten.
Impressum - Datenschutz