Schwarzer Großpudel

Königspudel (Großpudel)

Eleganter und sportlicher Einstein mit Power und Witz

Der Königspudel ist eine gelockte Schönheit, die elegant, bewegungsfreudig und hochintelligent ist. Die lernwilligen größten Pudel sind gewitzt und oft bis ins hohe Alter verspielt. Der Königspudel wird als besonders intelligenter und liebenswürdiger Familien- und Begleithund geschätzt. Aufgrund seiner Größe und seiner Wachsamkeit ist er durchaus ein guter Beschützer. Sehr angenehm ist, dass Pudel kaum haaren, sabbern oder riechen. Ihr Haarkleid könnt ihr nach Geschmack gestalten, dafür ist es allerdings pflegeaufwändig. Der Jagdtrieb sollte beim Königspudel nicht unterschätzt werden.

Königspudel gibt es in vielen Farben und sie kommen sogar zweifarbig vor. Wenn ihr einen gelehrigen, verschmusten und trotzdem sportlichen und großen Begleiter oder Familienhund sucht, kann der Königspudel genau richtig für euch sein.

Top Facts

  • Gelockte Schönheit mit Bedarf an Fellpflege
  • Pudel gibt es in vier Größen und vielen Farben
  • Elegant, ausdauernd und sportlich: braucht Bewegung
  • Sehr intelligent, freundlich und gelehrig: braucht Aufgaben
  • Imageproblem: Oma-Hund mit lächerlicher Frisur
  • Für viele Allergiker geeignet

Steckbrief Königspudel (Großpudel)

Größe
43,0 - 62,0 cm
Gewicht
18,0 - 27,0 kg
Lebenserwartung
11 - 13 Jahre
Verwendung
Gesellschafts- und Begleithund
Herkunft
Frankreich
Fell
Lockiges Haar, das geschoren werden muss
Wesen
Intelligent, sehr lernfähig, verspielt, lebhaft

Charakter

"Will to please" gepaart mit hoher Intelligenz und Liebenswürdigkeit

Königspudel sind aufgrund ihres freundlichen und aufgeschlossenen Wesens, das von Natur aus keine Aggression kennt, verbunden mit ihrer Verspieltheit bis ins hohe Alter, ihrer Intelligenz und ihrer loyalen Lernwilligkeit, zu recht ausgesprochen gut geeignet als Familien- und Begleithunde.

Großpudel sind bekannt für ihre große Lernfähigkeit und Trainierbarkeit. Nicht umsonst sind sie in Zirkussen und Varietés häufig gesehene Künstler. Sie besitzen eben nicht nur eine hohe Intelligenz, sondern sie möchten auch gefallen und stets erraten, was ihr Halter von ihnen wünscht. Daher lernen sie sehr schnell und die Regeln des Zusammenlebens müssen nicht häufig wiederholt werden.

Für den schlauen und lebhaften Pudel ist es wichtig, dass er eine Aufgabe erhält, bei der er sein Können und seine Bereitschaft zu lernen zeigen kann. Diverse Hundesport- und sogenannte Funsportarten für Hunde bringen dem Pudel mit seinem Besitzer großen Spaß. Damit ihr Pudel sich auch "pudelwohl" fühlt, sollte er eine spannende Aufgabe erhalten.

Schmusende, verspielte loyale Familienhunde

Ein ausgelasteter Pudel mit guten Manieren ist ein fantastischer Familienhund, der gern mit Kindern spielt oder Kunststücke mit ihnen einübt.

Natürlich sollte ein Königspudel – wie andere Hunde auch – niemals mit kleinen Kindern allein gelassen werden. Allein schon aufgrund seiner Größe und Lebhaftigkeit könnte er die kleinen Kinder überlaufen. Sie zeigen sich aber sehr gutmütig und geduldig mit Kindern.

Königspudel sind witzige Hunde, die auch im hohen Alter noch zu Spielen aufgelegt sind und sehr schnell und gewitzt sein können. Dabei sind sie auch sehr verschmust und freuen sich über Kuscheleinheiten – gern auch, sofern erlaubt, auf dem Sofa.

Ja, Königspudel können auch jagdliche Ambitionen haben

Ursprünglich wurden die Großpudel als Jagdhunde zur Jagd auf Wasservögel gezüchtet. Doch Königspudel werden schon lange nicht mehr für die Jagd gezüchtet. Bei Königspudeln kann der Jagdtrieb mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Ein Interesse für Wasser ist den meisten Pudeln aber gemein, wenngleich es auch hier Ausnahmen gibt. Ebenso werden die meisten Königspudel auf Sichtreize von insbesondere Vögeln reagieren. Da sie aber leicht trainierbar sind, sollte ihnen der Jagdtrieb mit etwas Arbeit gut aberzogen werden können. Zur Not hilft ein Anti-Jagdtraining.

Wachsame Begleiter, die auch gute Beschützer sind

Pudel sind aufmerksam und wachsam. In der Regel kündigen sie Fremde sehr gut an. Manche Pudel neigen auch zum Kläffen, was ihnen mit Konsequenz aber gut abzutrainieren ist. Großpudel, insbesondere starke Rüden eignen sich auch als gute Schutzhunde. Gerade hier ist ein konsequentes Training wie bei jedem Schutzhund nötig.

Lebhafte und ausdauernde Sportskanonen

Königspudel sind wie alle Pudel sehr sportlich und lebhaft. Dabei können sie bei entsprechendem Training ausgesprochen ausdauernd sein. Für einen trainierten und ausgewachsenen Großpudel sind lange Radtouren, Wanderungen und Joggen gar kein Problem, sondern eine freudige Beschäftigung. Sie benötigen daher nicht nur mentales Training, sondern auch viel Auslauf und Beschäftigung.

Intelligenz

Königspudel sind ausgesprochen intelligent und aufmerksam und daher sehr gut trainierbar. Allerdings sollte ihre Intelligenz niemals unterschätzt werden: Sie lernen auch sehr schnell Dinge, die wir gar nicht wünschen. Gleichzeitig benötigt ihr schlauer Kopf eine artgerechte Auslastung. 

Aufmerksamkeit

Königspudel möchten gefallen und brauchen mentale und körperliche Auslastung. Sie legen einen starken Arbeitseifer an den Tag und haben einen hohen "Will to please" und möchten gemeinsam mit ihrem Halter arbeiten. 

Energie

Königspudel sind sehr lebhaft, ausdauernd und geradezu athletisch. Dabei sind sie verspielt und wasserliebend. Sie sind gute Schwimmer. Erwachsene und gesunde Königspudel eignen sich hervorragend als Begleiter zum Joggen, Wandern und Radfahren.

Zeitaufwand

Aufgrund des hohen Auslaufs und eines nicht zu unterschätzenden Pflegeaufwands für das Haarkleid, der in täglichem Kämmen, gelegentlichen Baden und trocknen und in regelmäßigen Schuren besteht ist der Zeitaufwand für einen Pudel nicht gering.

Training

Hohe Intelligenz gepaart mit sportlicher Ausdauer und sehr großer Gelehrigkeit und leichter Trainierbarkeit machen den Königspudel für sehr viele sportliche Aktivitäten wie Joggen, Radfahren, Bergwandern und Schwimmen sehr geeignet. Aber natürlich ist er auch für fast alle Hunde-Sportarten perfekt:

Insbesondere Königspudel werden erfolgreich in folgenden "Berufen" ausgebildet:

  • Mantrailing
  • Rettungshunde
  • Blindenführhunde
  • Entertainer im Varieté oder Zirkus (alle Pudelgrößen)
  • Therapiehunde

Was wenige wissen: Großpudel waren sogar bei internationalen Schlittenrennen sehr erfolgreich.

Wohnungstauglichkeit

Bei entsprechender täglicher mentaler und körperlicher Auslastung ist ein Königspudel aufgrund seines ausgeglichenen und freundlichen Charakters sehr gut für ein Leben in einer Stadtwohnung geeignet. Manche Großpudel können zum Bellen neigen. 

Die Wohnung sollte im Erdgeschoß liegen oder per Fahrstuhl erreichbar sein, da ein Großpudel nicht dauerhaft Treppen laufen sollte und es auch Situationen gibt, in denen er sie gar nicht laufen sollte oder kann. Welpen und Junghunde sollten noch keine Treppen steigen, damit ihre weichen Knochen und Gelenke nicht überlastet werden. Große Hunderassen sollten aufgrund der starken Knochen- und Gelenksbelastung ebenfalls nicht dauerhaft mehrere Treppen pro Tag gehen müssen. Und es ist immer zu bedenken: Wie bekommt ihr euren Großpudel im Krankheitsfall oder als Senioren die Treppen mehrmals am Tag zum Gassiegehen herauf und herunter?

Euer Vermieter sollte die Haltung von Hunden explizit schriftlich erlauben. Bei einer Eigentumswohnung muss die Eigentümer-Gemeinschaft des Hauses der Hundehaltung zustimmen.

Treue & Ergebenheit

Königspudel sind ihren Besitzer gegenüber als loyale Familienhunde sehr treu und ergeben.

Jagdtrieb

Ursprünglich wurden Königspudel für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet. Doch ihre Jagdgeschichte ist schon lange Zeit beendet und Königspudel werden schon lange nicht mehr für die Jagd gezüchtet werden. Bei Königspudeln kann der Jagdtrieb insbesondere auf Vögel und Wasservögel noch ausgeprägt vorhanden sein. Wenn ihr euren Königspudel gut trainiert und beschäftigt - und das solltet ihr - dann ist der Jagdtrieb im allgemeinen aber in den Griff zu bekommen. 

Alleinsein

Sofern der Königspudel von klein auf an das Alleinsein ohne Ängste zu entwickeln, üben konnte, kann auch er gut allein bleiben. Es gibt aber Pudel, die je nach Sozialisierung und Entwicklung sehr anhänglich und nicht ohne ihre Menschen sein möchten.

Hunde sollten generell nicht über einen längeren Zeitraum als vier Stunden alleingelassen werden.

Bellen

Dies ist durchaus zwiespältig zu sehen: Es gibt von Natur aus sehr "kläffige" Großpudel, wenn sie nicht gute Manieren beigebracht bekommen haben. Doch ihr könnt eurem Pudel relativ leicht mithilfe von Konsequenz auch sehr gute Manieren beibringen. 

Wachsamkeit

Königspudel verfügen über eine sehr aufmerksame Wachsamkeit.

Beschützer

Ein Königspudel, und insbesondere ein starker Rüde, ist durchaus ein sehr guter Beschützer.

Verträglich mit Hunden

Königspudel sind sehr liebenswert und - sofern sie nichts Schlechtes in ihrer Prägezeit erfahren haben und zeitig an andere Hunde gewöhnt wurden - sehr verträglich mit anderen Hunden und nicht streitsüchtig.

Verträglich mit Tieren

Ob sich Königspudel mit anderen Tieren vertragen ist eine Frage der Gewöhnung und der frühen Sozialisierung. Aufgrund des aber durchaus vorhandenen Jagdtriebes auf Vögel, kann eine Jagdlust auf Katzen und andere Haustiere bei Königspudeln vorkommen.

Kinderfreundlich

Königspudel sind ausgesprochen liebenswerte Familienhunde.

Verträglich mit Fremden

Fremden gegenüber können Königspudel wachsam sein und tauen erst nach einiger Zeit auf.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Sehr gesund und robust mit kleinen Schwachstellen

Königspudel sind eine noch relativ ursprüngliche, gesunde und robuste Hunderasse. Auch deshalb werden sie sehr gern mit anderen Hunderassen gekreuzt.

Trotzdem gibt es auch bei Pudeln einige Erkrankungen, die bei dieser Hunderasse häufiger als bei anderen vorkommen als bei anderen Hunderassen.

Bei Königspudeln können Gelenkerkrankungen, Augenerkrankungen und vor allem Zahnsteinprobleme vorkommen. Manche Königspudel haben Hautprobleme oder mit den Harnleitern. 

Wo kann ich Königspudel-Welpen kaufen?

Ihr solltet euren Königspudel bei einem seriösen Züchter kaufen, der die Elterntiere auf Erbkrankheiten getestet hat und Wert auf eine gute Sozialisierung und Aufzucht der Welpen legt. Diese Züchter könnt ihr oft daran erkennen, dass sie Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) sind.

Gleich drei Pudel-Zucht-Vereine sind im VDH offiziell anerkannt:

Die Pudel-Zucht-Vereine führen Listen von Züchtern, die gerade Welpen haben. Außerdem ist es immer ratsam, sich die einzelnen Züchter und die Elterntiere persönlich anzusehen. 

Robustheit

Ein Königspudel aus einer verantwortungsvollen Zucht, in der die Erbkrankheiten geprüft und ausgeschlossen wurden, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr robuster und gesunder Hund.

Krankheiten

Die folgenden Erkrankungen kommen beim Königspudel häufiger als bei anderen Hunderassen vor. Manche davon können vom Züchter bei den Elterntieren getestet werden, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bei den Welpen zu verringern. Lasst euch vom Züchter am besten ausführlich zeigen, worauf die Elterntiere getestet wurden.

Die folgenden Erkrankungen kommen zwar selten, aber bei Großpudeln etwas häufiger als bei anderen Hunderassen vor:

  • Von-Willebrand-Krankheit, Blutgerinnungsstörung (Gen-Test)
  • Ideopathische Epilepsie
  • Diabetes mellitus
  • Harnsteine (Urolithiasis, Hyperurikosurie)
  • Neonatale Enzephalopathie (Gen-Test, Welpen sterben)
  • Dilatative Cardiomyopathie (DCM), plötzlicher Herztod
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Degenerative Myelopathie
  • Gangliosidose

Verträgt Hitze

Großpudel können aufgrund ihres Haarkleides Hitze sehr gut vertragen, denn sie haben keine Unterwolle. In heißen Sommern kann ihre Haarkleid einfach kürzer geschoren werden. Ihr solltet sie aber auch im Sommer nicht zu kurz scheren, denn auch Hunde können einen Sonnenbrand erleiden.

Verträgt Kälte

Großpudel können aufgrund ihres Haarkleides und ihrer grazilen Figur Kälte nicht besonders gut vertragen, wenn sie sich nicht entsprechend bewegen können. Im Winter sollten sie ein längeres Haarkleid tragen und sich durch Bewegung aufwärmen können. Großpudel kommen bei entsprechender Bewegung wie z.B. bei Hundeschlittenrennen selbst in Alaska mit der Kälte sehr gut klar.

In sehr kalten Wintern bei wenig Bewegung (alte oder kranke Großpudel) kann es sinnvoll sein, dem Großpudel eine schützende Jacke anzuziehen. 

Pflege

Regelmäßige Pflege-Routinen beim Königspudel

Die Pflege ist bei einem Königspudel aufgrund ihres Haarkleides, das regelmäßig alle 4-10 Wochen geschoren und mehrmals in der Woche gekämmt werden muss, aufwändiger. Auch kann die Zahnpflege etwas aufwändiger als bei einigen anderen Hunderassen sein. Nach dem Bad trocknet das Haarkleid nicht schnell und muss getrocknet werden. Dafür entfällt jedoch das häufige Staubsaugen, das bei Hunderassen mit Fell vorkommt.

Pfotenpflege: Die Pfoten des Königspudels sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gepflegt werden. Zu lange Krallen müssen gekürzt werden, das Haarkleid insbesondere auch unter den Pfoten gekürzt werden, damit der Hund nicht auf glatten Böden ausrutscht. Lese-Tipp: Pfotenpflege beim Hund.

Augenpflege: Schaut eurem Königspudel täglich in die Augen und reinigt sie bei Bedarf. Es kann eine leichte Neigung zu Bindehautentzündungen bestehen. Solltet ihr Veränderungen oder Entzündungen sehen, ist dies ein Fall für den Tierarzt, insbesondere da Königspudel für einige Augenerkrankungen anfällig sind und Veränderungen die ersten Anzeichen sein könnten. Lese-Tipp: Augenpflege beim Hund

Ohrenpflege: Die Ohren des Königspudels können aufgrund des langen Haars und der Vorliebe für das Schwimmen anfällig für Entzündungen werden. Hier könnt ihr durch das Kürzen der Haare in den Ohren, das Trockenhalten der Ohren und durch eine Ohrenpflege gut vorbeugen.  Lese-Tipp: Ohrenpflege beim Hund

Zahnpflege: Großpudel neigen leider zu Zahnstein und Parodontitis, daher sollten ihre Zähne schon von Welpe auf an gut gepflegt werden. Hier unsere Tipps: Zahnpflege beim Hund.

Schutz vor Zecken und Flöhen: Ihr solltet euren Königspudel vor Parasiten wie Zecken und Flöhen schützen, da sie nicht nur lästig sein können, sondern auch gefährliche Krankheiten übertragen können. Lese-Tipp: Zeckenschutz: So schützt du deinen Hund vor Zecken.

Wurm-Check: Gegen Würmer benötigt ihr keine Prophylaxe, in Form einer Wurmkur, da diese wie ein Antibiotikum die Darmflora empfindlich stören kann. Besser ist eine regelmäßige Kot-Kontrolle beim Tierarzt auf Würmer. Diese ist allerdings leider auch etwas kostspieliger.

Baden

Hunde müssen nicht regelmäßig gebadet werden. Doch wenn sich euer Königspudel gern im Matsch herumtreibt oder sich in nicht so gut riechenden Dingen wie Aas o.ä. gewälzt hat, dann ist ein Bad fällig.

Viele Pudelhalter baden ihre Pudel häufiger als Besitzer von anderen Hunderassen und spätestens nach der Schur, da das Haarkleid dann mehr glänzt, weniger verfilzt und besser liegt. Züchter empfehlen, die Ohren mit Watte zu füllen, damit kein Wasser in die Ohren kommt. Ein Conditioner ist nicht notwendig, wird aber von manchen gern verwendet.

Tipp: Unbedingt Hunde-Shampoo verwenden!

Bei dem Shampoo solltet ihr ein natürliches Hunde-Shampoo verwenden, das auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt ist, der viel höher als der von uns Menschen ist. Natürliche Zusatzstoffe und wenig Duftstoffe wird der Hund euch danken. Ansonsten kann die Haut austrocknen und zum Juckreiz neigen. 

Da das lockige Haar nicht schnell trocknet und die Hunde frieren können, kann es sinnvoll sein, es danach mit einem Föhn oder Hairblower für Hunde zu trocknen.

Kämmen & Bürsten

Ein regelmäßiges Bürsten ist bei dem lockigen Haar vom Königspudel, das stets wächst, unerlässlich, damit es nicht verfilzt. Lediglich wenn es sehr kurz gehalten ist, entfällt das Bürsten für eine kurze Zeit. Ansonsten sollte es je nach Länge mindestens 2-3 Mal die Woche gründlich gekämmt und gebürstet werden. 

Am besten bürstet ihr zunächst gegen den Strich von der Rute bis zum Kopf und danach geht ihr mit der Bürste mit dem Strich. Anschließend ist es sinnvoll, zunächst mit einem grobzahnigem Kamm und danach mit einem feinzahnigem Kamm durch die Wolle zu kämmen. Mit regelmäßig gründlichem Bürsten und Kämmen verhindert ihr ein Verfilzen der Haare. 

 

Haaren

Ein Großpudel haaren fast gar nicht, wenn ihr sie regelmäßig kämmt und bürstet. Die abgestorbenen Haare des Pudels bleiben aufgrund der Haarstruktur in der Wolle und können entsprechend mit herausgekämmt oder gebürstet werden. 

 

Schneiden & Trimmen

Die Haare von Großpudeln wachsen immer weiter. Deshalb müssen sie regelmäßig je nach Frisur alle 4-10 Wochen geschoren werden. 

Ihr könnt das Scheren und/oder Schneiden selbst vornehmen oder aber regelmäßig einen Hundefriseur besuchen.

Für Allergiker geeignet

Königspudel haben dem Menschen ähnliche Haare, die immer weiter wachsen und nicht haaren. Da sie nicht haaren, gelten sie als für viele Allergiker besser geeignet, als andere haarende Hunderassen.

Es sei aber betont, dass es keine Hunderasse gibt, die zu 100% hypoallerg ist, also keine Allergie beim Hund auslösen kann.

Grundsätzlich ist jede Person und ihre Allergie individuell und es ist immer ratsam, bei bestehender Allergie oder Verdacht auf diese, dies vor der Anschaffung des Hundes individuell auf den gewünschten Hund zu testen. 

Lese-Tipp: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Königspudel haben eine lange Schnauze und neigen gar nicht zum Sabbern.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Natürliche und ausgewogene Fütterung - Zahnstein und Diabetes

Die Ernährung des Königspudels hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit. Deshalb solltet ihr auf eine ausgewogene und natürliche Nahrung, die individuell zu der Auslastung, dem Alter und eventuellen gesundheitlichen Schwachpunkten eures Hundes abgestimmt ist.

Manche Pudel sind recht "krüsche" Fresser, die durchaus ihr Futter auch verweigern. Andere sind fast so verfressen wie ein Labrador. Auch arbeiten viele Pudel sehr gern für Leckerlis. Diese solltet ihr von der täglichen Futterration abziehen.

Pudel neigen etwas zu Diabetes, deshalb ist sinnvoll, zuckerhaltige oder stark kohlenhydrathaltige Ernährung zu vermeiden. 

Achtet verantwortungsvoll darauf, dass euer Königspudel ein gesundes Gewicht behält und dabei alle wichtigen Nährstoffe in optimaler Menge und Art zu sich nimmt. Gerade wenn euer Pudel etwas längeres Haar trägt, erkennt ihr nicht immer, ob er Unter- oder Übergewicht hat. Daher am besten regelmäßig wiegen.

Ein Teil der Ernährung sollte sich bei Großpudeln auch mit den Zähnen beschäftigen: Da der Großpudel zu Zahnstein neigt, sollte er regelmäßig Knabbereien wie z.B. Möhren erhalten, damit er den Zahnstein auf natürliche Art abreibt. Gesunde Hundezähne mit der richtigen Ernährung.

Verfressenheit

Großpudel können recht "krüsche" Fresser sein, die durchaus ihr Futter auch verweigern. So gesehen neigen manche zu Untergewicht, aber natürlich ist dies lange nicht bei allen Pudeln der Fall. Ich kenne Königspudel, die so verfressen wie Labradore sind. 

Aussehen

Schlank, langbeinig und gelockt

Königspudel sind für ihre Größe relativ leichtgewichtig gebaut und wenn ihr Haarkleid kurz geschoren wurde, verwundert viele ihre sportliche Schlankheit. Sie bewegen sich sehr sportlich und elegant, ja geradezu stolz und tänzerisch. Sie werden zwischen 43-62cm hoch und ihr Gewicht liegt zwischen 18-32 Kg. Allerdings gibt es auch wesentlich größere Königspudel, die bis zu 72 cm groß sind und entsprechend auch 32kg wiegen können, sie sind nur größer als der Zuchtstandard vorgibt. 

Charakteristisch für Königspudel ist ihr krauses Haarkleid, welches gelockt ist und unendlich weiter wächst. Daher muss es geschoren werden und die unterschiedlichen Schuren sorgen auch für sehr große Varianten im Aussehen. Königspudel haben Hängeohren und eine sehr lange, schmale Schnauze. Die Rute ist relativ hoch angesetzt, schmal und wird hoch getragen.

Pudel gibt es in vier unterschiedlichen Größen mit folgenden Namen:

  • Großpudel (auch Königspudel genannt)
  • Kleinpudel (auch Mittelpudel genannt)
  • Zwergpudel
  • Toy-Pudel

Beliebt sind Pudel nicht zuletzt auch aufgrund der großen Farbvariation ihres Fells.

Augenfarbe

Pudel haben sehr dunkle Augen, die fast schwarz oder dunkelbraun sind.

Fell

Königspudel haben eine wollige, gekräuselte Behaarung mit einer großen Besonderheit: Pudel besitzen kein Fell, sondern Haare. Dies bedeutet, dass die Haare des Pudels regelmäßig geschoren werden müssen. Es gibt zwei Haar-Varianten, wobei die zweite kaum noch vorkommt:

  1. Pudel mit lockigem Haar, sogenannte Wollpudel
    Das Haar ist üppig und von feiner, wolliger Textur, sehr gekräuselt, elastisch und dem Druck der Hand widerstehend. Die Wolle soll dicht, reichlich und gleichmäßige Locken bilden.
  2. Schnürenpudel
    Das Haar ist ebenfalls üppig, von feiner, wolliger und dichter Textur, es bildet aber keine Wolle, sondern die charakteristischen Schnüre.

Da Pudel nicht haaren, wächst ihr Haar immer weiter und muss regelmäßig alle 4-10 Wochen geschoren werden. Wie sie geschoren werden, bleibt vollkommen dir überlassen. Allerdings sollten bestimmte Partien wie die Augen, After, Pfoten und Maul möglichst frei von Haaren sein. Langhaarige Großpudel müssen mehrmals in der Woche gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt.

Pudelschur - eine sehr alte Jagdschur wurde zur Mode

Die Pudelschur war ursprünglich keine Modeerscheinung, sondern liegt in der Vergangenheit als Jagdhund, der auch im Wasser arbeitet: Um Lungen und Herz vor der Kälte des Wassers zu schützen und gleichzeitig eine maximale Beinfreiheit in der Hinterhand zum Schwimmen zu erhalten, wurden die Hunde von der Rückenmitte geschoren. Diese Schur gefiel auch in den Salons und wurde immer mehr verfeinert und variiert. Leider kam es auch zu sehr unnatürlichen und geradezu lächerlichen Schuren. So gab es damals alle erdenklichen Muster vom Familienwappen über Monogramme, Blumenmuster, Schnauz- und Kinnbart oder sogar Pompadour-Hochfrisuren. In der Zirkus-Manage glichen sie später eher Clowns. Ungeschorene Pudel können laut FCI-Standard noch heute bei Ausstellungen keine Anwartschaften auf einen Titel bekommen.

Für Pudel gibt es immer noch die unterschiedlichsten Schuren und "Frisuren", hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Die gängigen Ausstellungsschuren sind heute der "Puppy-Clip" und die "Modeschur". Die" Löwenschur" ist seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr auf Ausstellungen zu sehen. Zum Glück kommt man immer mehr von den klassischen Schuren im Familienalltag weg, die den Hund ausgesprochen unnatürlich und manchmal fast lächerlich aussehen ließen.

Anerkannte Ausstellungsschuren:

  1. Löwenschur
    Der Pudel (gleichgültig ob mit gelocktem oder geschnürtem Haar), wird an der Hinterhand bis zu den Rippen geschoren. Ebenfalls geschoren werden: die Schnauze, ober- und unterhalb der unteren Augenlider, die Wangen, die Vorder- und Hinterläufe, bis auf Manschetten oder Ringe und beliebige Muster an den Hinterläufen, die Rute, außer einem runden oder länglichen Puschel bzw. Pompom. Ein Schnurrbart ist für alle Pudel vorgeschrieben. Es ist erlaubt, an den Vorderläufen ein Haarkleid, auch "Hose" genannt, zu belassen.
  2. Moderne Schur
    An allen vier Beinen darf das Haar belassen werden, vorausgesetzt, dass folgende Regeln beachtet werden.
    1. Folgende Bereiche des Pudels werden geschoren:
    a) Der untere Teil der Vorderläufe, von den Krallen bis zur Kralle am Karpalballen, der unter Teil der Hinterläufe bis zur gleichen Höhe. Mit der Schermaschine dürfen nur die Zehen geschoren werden. b) Kopf und Rute gemäß den vorhergenannten Vorschriften. In dieser Schur können ausnahmsweise zugelassen werden: Ein kurzer Bart am Unterkiefer, der nicht stärker als 1cm sein sollte|| seine untere Linie wird parallel zum Kiefer geschoren. Die Bartform, genannt « de bouc » (Ziegenbart), ist nicht erlaubt. Der Puschel an der Rute kann weggelassen werden.
    2. Gekürztes Haar:
    Am Körper mehr oder weniger lang aber wenigstens 1 cm, um auf der Rückenpartie eine Moirierung zu haben. Die Länge wird um die Rippen herum und oben an den Gliedmassen allmählich gesteigert.
  3. Reguliertes Haarkleid
    a) Auf dem Kopf, auf dem eine Krone mit vernünftiger Höhe erhalten bleibt, genau wie auf dem Hals bis zum Widerrist, sowie vorne ohne Unterbrechung in einer leicht schrägen Linie vom oberen Teil der Vorbrust bis zum geschorenen Teil der Pfote. Oben an den Ohren, bis höchstens ein Drittel ihrer Länge, kann das Haarkleid mit der Schere gekürzt werden oder in Richtung des Fells geschoren werden. Der untere Teil wird mit Haar bedeckt belassen, dessen Länge sich von oben nach unten erhöht und in Fransen endet, die mit der Schere angeglichen werden können.
    b) Auf den Gliedmaßen der sogenannten "Hose", die einen deutlich erkennbaren Übergang zum geschorenen Teil der Pfoten bilden. Die Länge der Haare erhöht sich allmählich nach oben, so dass sie (Haare langgezogen) auf den Schultern und auf den Schenkeln ca. 4 bis 7 cm lang sind. Die Länge des Haarkleides hängt von der Größe des einzelnen Exemplars ab|| es soll nicht bauschig wirken. Die "Hose" der Hinterläufe soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen. Jede andere Schur, die diesen Vorgaben nicht entspricht, führt zur Disqualifikation. Unabhängig davon, welche Schur angewendet wurde, darf diese die Bewertung auf einer Ausstellung auf keinen Fall beeinflussen. Alle vorgestellten Pudel, die in derselben Klasse starten, sollen gemeinsam bewertet und beurteilt werden.
  4. Englische Schur
    Bei dieser Schur werden in Ergänzung zur Löwenschur Motive, z.B. Ringe oder Manschetten an den Hinterläufen modelliert oder auf dem Kopf ein Haarschopf belassen. Für diese Schur ist kein Schnurbart vorgeschrieben. Das Fehlen einer scharfen Abgrenzung am Haarkleid der Hinterhand ist erlaubt. Der Haarschopf ist nicht verbindlich vorgeschrieben (es ist verboten, Haarspray oder andere Substanzen zu benutzen um den Haarschopf zu befestigen).
  5. Puppyschur
    Anwendung der verschiedenen Schurpunkte der Modernen Schur. Auf dem Kopf: ein mäßig hoher Haarschopf. Das Haarkleid des Vorderkörpers wird in Kugelform geschoren, es bildet ein "Ei" von der Brustpartie bis zum Schopf. Die "Hose" der Vorderläufe wird belassen, sie soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen. Die Rute, außer in Puschelform, muss oval und länglich sein, die Schur ist breiter als länger, und die Winkel sind abgerundet.
  6. Skandinavische Schur oder Terrier-Schur
    Die Schur ähnelt der modernen Schur, doch die Ohren und die Ruhe können rasiert werden.

Farbe

Laut Zuchtstandard sind die folgenden Haarfarben bei Königspudeln erlaubt:

  • Schwarz
  • Weiß
  • Braun - möglichst dunkel und warm
  • Silber - diese Farbe wurde erst in den 1960er Jahren anerkannt, Silberpudel werden schwarz geboren und die silberne Farbe kommt erst in den ersten Monaten durch. Ihre endgültige Farbe haben sie meist mit 3 Jahren.)
  • Apricot (fawn) - anerkannt seit den 1970ern, darf von cremefarben, orange oder rötlich sein.
  • Red - Rotfalb (fawn)- seit April 2007 anerkannt


Zweifarbige Königspudel

Pudel kommen zweifarbig vor und wurden in Deutschland in den 1980er Jahren und später auch in Österreich und Tschechien zugelassen:

  • Schwarz-Weiß gescheckt (Harlekin) - die Grundfarbe weiß ist vorherrschend und darauf liegen schwarze "Platten" darauf.
  • Schwarz-Lohfarben (black and tan)

Weitere Farben sind bisher (Stand 2021) nicht nach FCI-Standard erlaubt, kommen aber vor. Hier ist immer etwas Vorsicht geboten, da Färbungen wie z.B. Merle bei beiden Eltern auch Krankheiten wie Taubheit und Blindheit mit sich bringen können. So zum Beispiel:

Geschichte und Herkunft

Pudel gehören zu den ältesten Hunderassen

FCI Norm

Nummer: 172

Herkunft

Laut FCI liegt die Verantwortung für den Rassestandard und die Entwicklung der Hunderasse Pudel in Frankreich.

Geschichte

Wo und wann genau die Pudelrasse entstand ist - wie übrigens bei fast allen Hunderassen - nicht eindeutig belegbar. Tatsache aber ist, dass es in Europa schon vor über 2000 Jahren zottelige Wasserhunde gegeben hat, aus denen sich einige heutige Hunderassen ergeben haben, darunter auch der Pudel.

Der Pudel wurde ursprünglich als apportierender Jagdhund auf Wildgeflügel bzw. Wasservögel und hier primär Enten verwendet. Pudel haben genetisch auch eine große Nähe zum "Barbet", der ein apportierende Wasserhund ist, und auch als Ursprung des Pudels oft genannt wird.

Pudelartige Hunde wurden bereits im 14. Jahrhundert bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt und sind auf vielen Gemälden der Renaissance in berühmten Jagdszenen zu finden. Pudel wurden bereits um 1500 von Alfred Dürer gemalt und von Goya gegen Ende des 18.Jahrhunderts. Woher kommt der Name des Pudels?

Im Französischen heißt der Pudel "caniche", was auf ihre ursprüngliche Verwendung deutet: Der Name stammt direkt von dem Wort "cane" für die weibliche Ente ab und bedeutet soviel wie Entenhund (chien de canard).

Seinen deutschen Namen trägt der Pudel aus dem altdeutschen Wort "Puddeln", das für das platschende Geräusch eines ins Wasser tauchende Ruder steht. Diese Bedeutung ist auch dem englischen Begriff "Poodle" ähnlich, der wiederum von "to puddle", also im Wasser plantschen, abstammt. Für die Entenjagd waren Pudel stets im Wasser unterwegs.

Der Ausdruck "wie ein begossener Pudel" stammt aus der Zeit, als Pudel als Jagdhunde Wasservögel apportierten und dazu häufig in Gewässer springen mussten und deshalb völlig durchnässt zurückkamen.

Der Schafpudel und der "Schöne Pudel"

Ob Pudel in ihrer Geschichte auch als Hütehunde eingesetzt wurden, ist nicht eindeutig nachweisbar. Allerdings findet der sogenannte "Schafpudel", ein Hütehund, schon früh um 1555 Erwähnung (bei Conrad Gessner), ebenso wie der "Schöne Pudel", mit dem der heutige Pudel gemeint ist.

Deutsche Wasserapportierhunde bis ins 19.Jahrhundert

Deutschland könnte das tatsächliche Ursprungsland der Pudel sein, wo sie noch im 19.Jahrhundert als Wasserapportierhunde bekannt waren. Es wird vermutet, dass diese Hunde dann in Kriegen mit Soldaten auch nach Frankreich kamen und dort eine sehr große Beliebtheit erlangten und zu ihrer heutigen Art gezüchtet wurden.

Die hohe Intelligenz und Gelehrigkeit machten den Pudel im vergangenen Jahrhundert für Zirkusse und Varieté-Theater sehr interessant. Ein bekannter Pudel war Munito II., der im 19. Jahrhundert auf Tournee im Zirkus und auf dem Rummelplatz ging und angeblich sogar buchstabieren und rechnen konnte.

Goethe verewigt den Pudel in der deutschen Sprache: "Des Pudels Kern"

Die Bedeutung des Ausdrucks "Des Pudels Kern" ist den meisten mehr oder weniger geläufig. Der Ausdruck wird verwendet, um auf den wahren Kern einer Sache hinzuweisen. Doch immer weniger geläufig ist der Ursprung dieser Redewendung. Sie stammt - wie so viele Zitate und Redewendungen - aus Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) Drama Faust I, das 1808 erschien. Mephistopheles erscheint dem jungen Faust auf einem Spaziergang in der Gestalt eines sich ungewöhnlich verhaltenden Pudels. Als er sein wahres Wesen im Studierzimmer von Faust offenbart, ruft Faust aus: „Das also war des Pudels Kern!“. 

Ludwig van Beethoven komponiert für den Pudel

Verschiedene klassische Komponisten komponierten Musik zu Ehren des Pudels, so Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit dem Lied Elegie auf den Tod eines Pudels, das er zwischen 1806 und 1809 komponiert hat.

Ein berühmter deutscher Philosoph war ein großer Pudelfreund

Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) war ein ausgesprochener Pudelfreund und hielt seit seiner Studienzeit immer einen Pudel, der ihn auf seinen täglichen Spaziergängen durch Frankfurt begleitete.

Schopenhauer galt übrigens als einer der ersten, der sich für die Rechte von Tieren stark machte und Vegetarier in Indien bewunderte, wenngleich er selbst kein Vegetarier war.

Einen seiner Pudel benannte er nach dem indischen "Atman", was soviel wie Weltenseele bedeutet. Sein letzter Pudel, für dessen Wohl auch nach dem Ableben von Schopenhauer in seinem Testament gesorgt wurde, hieß Butz. Butz war eine Frankfurter Berühmtheit, die auch von Wilhelm Busch gezeichnet wurde und dem mit "Butz & Schopenhauer" später Comics gewidmet wurden.

Wenn es seine Pudel gar zu bunt trieben, beschimpfte der Philosoph sie übrigens mit "Mensch". 

Modehund des europäischen Adels im 17. und 18.Jahrhundert

Im Laufe der weiteren Züchtungen verlor der Pudel seine jagdlichen Anlagen weitestgehend, die Freude am Apportieren und die Intelligenz sind geblieben. Beim europäischen Adel kam der Pudel im 17. und 18. Jahrhundert in Mode und wurde mehr als verwöhnter Schoßhund gehalten, was ihm leider auch ein anhaltend schlechtes und nicht gerechtfertigtes Image bis in die heutige Zeit gibt. In dieser Zeit wurden auch immer kleinere Hunde gefragt und damit auch die Pudel kleiner gezüchtet. Auch an dem Hof des französischen Königs Ludwig dem XVI. (1754-1793) war der Pudel oft anzutreffen.

John Steinbeck ging mit seinem Pudel auf einen Roadtrip und schreibt darüber ein Buch

Der amerikanische Schriftsteller John Steinbeck hatte einen Großpudel namens "Charley", der in  seinem autobiografischen Roman „Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika“ sein treuer Begleiter ist. 1960 begibt sich der damals 58-jährige John Steinbeck in Begleitung seines Pudels Charley auf einen elfwöchigen Roadtrip quer durch 34 Bundesstaaten von Amerika. 

Meilensteine in der Pudelzucht in der Übersicht:

  • Mitte des 19.Jahrhunderts werden Pudel in Deutschland seltener, da die Pflege der kurzhaarigen englischen Jagdhunde einfacher war. 
  • 1893 schlossen sich um den Züchter Warmbach Pudelzüchter zusammen und gründeten den Deutschen Pudel-Klub (DPK). Dies war der Beginn der geregelten Zucht. Es wurden Schnüren- und Wollpudel unterschieden.
  • 1904 erscheint das erste Zuchtbuch für Pudel. Zu Beginn der Zucht gab es ausschließlich Groß- und Kleinpudel, die einfarbig schwarz oder weiß gezüchtet wurden, aber auch in braun vorkommen konnten.
  • In den 1920er Jahren erlangte die deutsche Pudelzucht durch Einkreuzung von Pudeln aus Frankreich und England einen starken Rassestandard.
  • 1936 wird ein neuer Zuchtstandard des Pudels von der Fachschaft für Pudel aus Deutschland und des Französischen Pudelclubs herausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob Deutschland oder Frankreich Ursprungsland des Pudels sind. Es kommt eine neue Größe, der Zwergpudel hinzu.
  • Mitte der 1930er Jahre erfand Hans Thum den "Karakulschnitt" des Pudels, der sportlich-kurzgeschnitten zu großer Beliebtheit führte. Dieser Schnitt wurde während der Nazizeit als "undeutsch" verboten. Auch Frankreich und die FCI wendeten sich dagegen. Doch nach 1945 setzt sich der Schnitt in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. 
  • In den 1950er und 1960er Jahren erlang der Pudel eine hohe fast weltweite Popularität.
  • 1952 Gründung des Verband für Pudelfreunde Deutschland e.V.
  • 1963 Offizielle Anerkennung des "Karakulschnitts" als moderne "Neue Schur" und die Farbe Silber wird offiziell von der FCI und von Frankreich anerkannt.
  • 1977 wird die Farbe Apricot im Standard anerkannt
  • 1980er Jahre werden Pudel in Deutschland auch zweifarbig zugelassen allerdings nur in den folgenden Kombinationen:
    • Weiß mit schwarzen Platten (Harlekin)
    • Schwarz-Loh (Black-and-tan).
    • Black-and-tan und Harlekin-Pudel werden auch in Österreich und Tschechien national anerkannt.
  • Erst in den 1990er Jahren kam die noch kleinere Variante des Toypudels, die in England gezüchtet wurde, dazu. Somit gab es ab diesem Zeitpunkt vier Größenvarianten des Pudels.
  • 2007 Anerkennung der Farbe Red
     

Königspudel (Großpudel) im Überblick

Sportliche und aktive Menschen gesucht, die gern mit ihrem Königspudel arbeiten

Ein Königspudel, der die Gelegenheit hatte, gute Manieren zu erlernen und sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet ist, ist ein fantastischer Familien- und Begleithund. Seine Neugier und manchmal auch sein Jagdtrieb sollten in gewünschte Bahnen gelenkt werden. Nebenbei haart er nicht, sabbert nicht und riecht fast gar nicht. Er ist freundlich und trotzdem wachsam und ein guter Beschützer. Der Pflegeaufwand ist für einen Pudel aufgrund seines Haarkleids etwas aufwändiger, doch dafür ist er auch für viele Allergiker gut verträglich. 

Auflagen

Es gibt keine rassespezifischen Auflagen zur Haltung von Königspudeln. 

Die vier Pudel-Varietäten im Überblick

Es gibt den Pudel in vier Größen-Varietäten: Königspudel (Großpudel), Kleinpudel (Mittelpudel), Zwergpudel und Toypudel. Leider werden auch immer wieder noch kleinere Pudel als Teacup-Pudel angeboten, die jedoch nicht anerkannt sind und zu den Qualzuchten gehören.

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