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Diese 4 Gefahren für deinen Hund im Herbst solltest du kennen
Im Herbst freuen wir uns wieder auf längere Spaziergänge mit unseren Hunden. Die Sonne spendet noch Wärme, das Herbstlaub zeigt sich in den besten Farben und die Eichhörnchen machen reichlich Beute zur Erntezeit und füllen ihre Wintervorräte auf. Doch genau zu dieser gibt es einige giftige Gefahren, die ihr kennen solltet.
1. Nüsse, Kastanien, Eicheln & Co. können gefährlich werden
Grundsätzlich solltet ihr bei allen Nüssen mit Schale aufpassen, auch wenn die Nüsse selbst für Hunde genießbar sind. Denn die Schale kann zu Verletzungen im Maulbereich führen, wenn sie aufgesprungen ist. Noch gefährlicher ist, dass sich auf der Schale der Nüsse extrem giftige Pilze bilden können.
Eine komplett mit Schale verschluckte Nuss kann im Hals oder im Darm unglücklich stecken bleiben und zu Atemnot oder Darmverschluss beim Hund führen.
Eicheln können zu ernsthaften Vergiftungen führen
Vorsicht: Hunde sollten niemals Eicheln fressen. Denn Eicheln enthalten Tannine (Gallotannine, Elagtannine), die stark giftig sind. Eicheln können deshalb bei Hunden zu Magen- und Darmproblemen wie Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall führen. Auch wenn die Prognose für eine Heilung relativ gut ist, so kann ein Hund bei einer dauerhaften Aufnahme von rohen Eicheln sogar sterben.
Kastanien bergen gleich mehrere Gefahren
Kastanien sind im Gegensatz zu Esskastanien giftig für Hunde. Sowohl in der Schale als auch in der Kastanie selbst ist Triterpensaponin enthalten, das für Hunde giftig ist und zu Magenschmerzen, Durchfall oder bei sehr schweren Vergiftungen sogar zu Atemnot und Koma führen kann.
Vorsicht: Das Verschlucken einer kompletten Kastanie kann nicht nur aufgrund des enthaltenen Gifts für den Hund gefährlich werden, sondern mit Pech auch zu einem Darmverschluss führen. Die Schale der Kastanien wird durch die Magensäure derart aufgeraut, dass die Kastanie vom Hund nicht mehr ausgeschieden werden kann und operativ entfernt werden müssen.
Maronen (Esskastanien) sind zwar verträglich, aber trotzdem gefährlich
Maronen, also Esskastanien, sind im Gegensatz zu anderen Kastanien wie z.B. Rosskastanien für Mensch und Hund genießbar. Sie sind im Verhältnis zu anderen Nüssen fettarm und verfügen über viele B-Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. So gesehen sind sie für Hunde in Maßen genossen und stark zerkleinert sehr gesund.
Aber Vorsicht: Das Verschlucken einer kompletten Marone kann für deinen Hund gefährlich werden und mit Pech zu Atemnot oder gar zu einem Darmverschluss führen. Die Schale der Maronen wird durch die Magensäure derart aufgeraut, dass die Marone vom Hund nicht mehr ausgeschieden werden kann und operativ entfernt werden muss.
Absolute Vorsicht bei Walnuss- und Schwarznuss-Bäumen
Sowohl Walnüsse als auch Schwarznüsse können von giftigen Pilzen in den Fruchtschalen befallen sein, die insbesondere für Leber und Nieren sehr schädlich werden können. Gern spielen Hunde z.B. mit den Nüssen und können sich damit dann tödlich vergiften.
Und auch wenn ihr nicht direkt in der Nähe von Walnuss- und Schwarznuss-Bäumen spazieren geht oder diese nicht im Garten habt: Die Eichhörnchen sind zu dieser Zeit so aktiv, dass sie die Schalen und Nüsse überall hintragen. Ich habe in unserem Garten schon viele Schalen gefunden und frage mich immer wieder, wo die kleinen Kerlchen die Nüsse herbekommen.
Vorsicht: Das Verschlucken einer kompletten Walnuss oder Schwarznuss mit Schale kann nicht nur aufgrund der giftigen Pilze für den Hund gefährlich werden, sondern mit Pech auch zu einem Darmverschluss führen.
Übrigens haben Walnüsse den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren von allen Nüssen und sind daher sehr gesund für Hunde. Allerdings haben sie auch viele Kalorien und sollten daher nur in geringen Mengen und zerkleinert verfüttert werden.
2. Besonders giftig: Die roten Beeren der Eibe
Die immergrünen Europäischen Eiben finden sich häufig in Gärten und Parks. Sie sind das gesamte Jahr über giftig, aber im Herbst und Winter reifen ihre wunderschönen roten Beeren, die für Hunde besonders giftig sind.
3. Giftige Herbst-Blumen und Pflanzen
Diese beiden Herbstblüher sind besonders giftig für unsere Hunde:
Weitere giftige Pflanzen im Herbst:
4. Giftige Pilze für Hunde
Gefahren fallen im Herbst nicht nur vom Himmel, sie sprießen auch aus dem Boden. Es mag eher unwahrscheinlich sein, dass sich dein Hund auf giftige Waldpilze stürzen wird, doch ist es leider auch nicht ausgeschlossen.
Für Hunde ungenießbare bis giftige Pilze wachsen zwar das gesamte Jahr über, doch die meisten findet man im Herbst. Generell sind für Hunde dieselben Pilzsorten giftig und unverträglich wie für uns Menschen.
Diese stark giftigen Pilze im Herbst solltet ihr kennen
- Grüner Knollenblätterpilz
- Kegelhütiger Knollenblätterpilz
- Nadelholzhäubling
- Pantherpilz
- Riesenrötling
- Roter Fliegenpilz
- Satansröhrling
- Ziegelroter Risspilz
Dies ist nur eine kleine Auswahl an sehr giftigen Pilzen, doch kommen diese besonders häufig vor. Spannend ist auch die Frage, ob dein Hund überhaupt Pilze fressen darf. Wenn ihr hierzu mehr Informationen lesen möchtet, schaut doch mal hier vorbei: Darf mein Hund Pilze fressen?
Eine Vergiftung beim Hund erkennen und richtig handeln
Die Symptome einer Vergiftung unterscheiden sich je nach Gift und Dosis. Auch spielen die Zeit seit der Aufnahme des Giftes eine Rolle und natürlich auch der Allgemeinzustand deines Hundes.
Symptome einer Vergiftung
- Übelkeit, vermehrtes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen
- Zittern, Schwanken, unsicherer Stand oder Gang, Muskelkrämpfe, Krämpfe, Lähmungen
- erschwertes Atmen, Atemnot, schnelle oder stark verlangsamte Atmung
- Desorientierung, der Hund ist nicht ansprechbar, Bewusstlosigkeit
- Unruhe, Erregung, kann sich in ständigem Aufstehen, Hinlegen, Gehen äußern
- Herz- und Kreislaufprobleme
- Pupillen sind stark erweitert oder verkleinert
- blutiges Erbrechen, blutigen Durchfall oder durch blutigen Urin äußern. Zahnfleischbluten, Unterhautblutungen zeigen sich in geröteten Hautflecken, Wundblutungen lassen sich nicht stillen.
- Fieber
- Blau-Grau-Färbung der Haut und der Maulschleimhaut
Eine Vergiftung ist ein akuter Notfall und kann lebensbedrohlich für euren Hund sein. Je nach Gift und Dosis kann die Zeit bis zum Start der Behandlung lebensentscheidend sein. Deshalb solltet ihr so schnell wie möglich reagieren und lieber einmal zu häufig zum Tierarzt fahren.
Mehr erfahren: Vergiftung beim Hund vermeiden, erkennen und behandeln.
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