Gesundheit

Zahnstein beim Hund

Zahnstein und Zahnbelag sind bei Camillo (Zwergpudel) deutlich zu sehen.

Bei über 80% der erwachsenen Hunde bilden sich erst bakterielle Zahnbeläge und dann Zahnstein.

Dies führt nicht nur zu gelben Zähnen und Mundgeruch, sondern kann leider schnell zu einer gefährlichen Parodontitis führen.

Damit es nicht soweit kommt, solltet ihr bei ersten Anzeichen von Zahnstein und Zahnbelägen handeln. Wir zeigen euch warum und vor allem wie ihr die Zähne eures Hundes gesund halten könnt. 

Beschreibung, Definition

Was ist Zahnstein beim Hund?

Zahnstein bildet sich bei Hunden genau wie bei uns Menschen zunächst aus bakteriellen Belägen (Plaque), die sich an den Zähnen ablagern.

Bakterien in Zahnbelägen

Millionen von Bakterien befinden sich in diesen Zahnbelägen, die sich aus Speichel gemischt mit Zellen und Eiweißen zusammensetzen. Die Beläge werden durch Futterreste begünstigt, die an den Zähnen hängen bleiben. Insbesondere Kohlenhydrate, Zucker aber auch Eiweiße dienen der Ernährung der Bakterien.

Die Bakterien können sich mit zunehmenden Belägen stark vermehren und führen zu einem saurem pH-Milieu im Hundemaul, das normalerweise pH-neutral ist. Die Säuren wiederum können Calcium und Phosphor aus dem Zahn und schwächen ihn.

Zahnstein entsteht aus Zahnbelägen

Wenn Zahnbeläge länger am Zahn sitzen, nehmen sie Mineralien aus dem Speichel auf und werden hart.

Im Speichel des Hundes befinden sich Mineralien wie Calcium, Magnesium und Phosphor, die sich in den bakteriellen Belägen einlagern und sie damit zu Zahnstein verhärten.

Da im Oberkiefer bei den Eckzähnen die Hauptspeicheldrüsen im Maul liegen, bildet sich auch hier häufig zuerst der Zahnstein.

Sichtbarer und unsichtbarer Zahnstein

Dabei gibt es sowohl sichtbaren als auch nicht sichtbaren Zahnstein. Der sichtbare Zahnstein befindet sich über der Maulschleimhaut, der nicht sichtbare liegt dagegen unter dem Zahnfleisch. Am Zahnstein bilden sich bevorzugt weitere bakterielle Beläge.

Parodontitis: Zahnausfall und Organschäden möglich

Die Bakterien der Zahnbeläge (Plaque) und des Zahnsteins sind die Grundlage für die Bildung von Parodontitis, die wiederum zu Zahnausfall und Kieferschädigungen führen kann.

Schlimmer noch, kann diese Entzündung von Zahn, Zahnfleisch und Kiefer auch zu Herz-, Lungen-, Leber- und Nierenschädigungen führen.

Deshalb ist es so wichtig, Zahnbeläge am besten zu vermeiden oder so schnell und regelmäßig wie möglich zu entfernen. Die noch weiche Plaque lässt sich noch einigermaßen gut entfernen, bei Zahnstein sieht dies schon anders aus.

Am besten ist es, die weichen Zahnbeläge mit den Bakterien gar nicht erst entstehen zu lassen. Wir zeigen euch, wie Zahnstein und Zahnbeläge entstehen und was ihr am besten vorbeugend, aber auch wenn sie bereits entstanden sind, unternehmen könnt.

Symptome & Diagnose

So erkennst Du Zahnstein und Zahnbelag

Zahnbeläge und Zahnstein könnt ihr beim Hund meistens mit dem bloßen Auge erkennen. Ihr müsst nur genau und regelmäßig in das Maul eures Hundes schauen. 

Was ihr allerdings nicht auf einen Blick sehen könnt, das sind die Beläge und der Zahnstein unter dem Zahnfleischrand. 

Drei Anzeichen für Zahnstein und Zahnbelag

1. Gelbliche Zahnbeläge (Plaque)

Gelbliche Zahnbeläge findet ihr meist zuerst an den Außenseiten der oberen Eckzähne (hier fließt beim Hund der Speichel) oder im Oberkiefer an den Backenzähnen.

2. Gelblich-grauer Zahnstein

Zahnstein kann gelblich bis grau-braun gefärbt aussehen und ist hart. Er kommt am Zahnschfleischrand der Eckzähne oft vor.

Er kann auch unter dem Zahnfleisch sitzen. Ebenso kann er innen oder an anderen Zähnen vorkommen.

3. Mundgeruch

Euer Hund kann aufgrund der vielen Bakterien im Zahnstein und in den Zahnbelägen Mundgeruch haben. Doch natürlich kann Mundgeruch auch andere Ursachen haben. 

Regelmäßige Kontrolle & Untersuchung

Zahnbeläge und Zahnstein könnt ihr selbst bei einer Kontrolle der Zähne eures Hundes feststellen. Ihr solltet am besten einmal im Monat einen genauen Blick auf die Zähne eures Hundes werfen. 

Der Tierarzt wird bei einer Routine-Untersuchung auch die Zähne kontrollieren. Wie viel Zahnstein bereits vorhanden ist, kann der Tierarzt in einer gründlichen Untersuchung feststellen.

Eine Röntgenuntersuchung der Zähne kann Aufschluss geben, ob Zahnstein auch an anderen, nicht sichtbaren Stellen vorkommt.

Therapie & Behandlung

Behandlung von Zahnstein und Zahnbelägen

Wenn sich bereits Zahnbeläge und Zahnstein auf den Zähnen eures Hundes befinden, helfen entweder nur noch eine professionelle Zahnreinigung durch den Tierarzt oder ihr startet selbst mit einer regelmäßigen Zahnreinigung, am besten durch Zähneputzen, bei eurem Hund.

In keinem Fall solltet ihr warten, bis die Beläge und der Zahnstein stärker werden. Denn die Beläge und der Zahnstein werden in jedem Fall zunehmen, wenn ihr nichts unternehmt.

Die Professionelle Zahnreinigung

Zahnstein und Zahnbeläge können professionell und sehr gründlich vom Tierarzt entfernt werden. Dies kann bei schon ausgeprägtem Zahnstein eine sehr sinnvolle Behandlung sein. Allerdings hat dies drei entscheidende Nachteile, denn dein Hund muss in Vollnarkose, die Behandlung ist nicht günstig und sie hält meist nur einige Monate vor. Deshalb ist eine gute Vorsorge am wichtigsten. 

Vollnarkose des Hundes

Der Tierarzt verwendet dafür Ultraschall, doch ist eine Vollnarkose die Voraussetzung, damit die Zähne in Ruhe gereinigt werden können. 

Die professionelle Zahnreinigung muss leider immer unter Narkose stattfinden, denn:

  • Die vollständige und genaue Untersuchung der Zähne ist nur unter Narkose möglich
  • Die Entfernung von Zahnstein kann für Hunde schmerzhaft und unangenehm sein, das lassen sie sich nicht in Ruhe von dem Tierarzt gefallen
  • Eventuell notwendige Röntgenaufnahmen sind bei Hunden meist nur unter Narkose möglich
  • Die Geräusche des Ultraschallgerätes können für Hunde sehr unangenehm sein
  • Es werden nicht nur die sichtbaren Teile der Zähne von Belägen gereinigt, sondern auch ggf. die Zahnfleischtaschen und das empfindliche Gewebe des Zahnfleisches und der Zahnfleischtaschen.

Die Narkose stellt für euren Hund allerdings immer eine körperliche und auch psychische Belastung dar, die für manche Hunde nicht mehr tragbar ist. Alte oder auch kranke Hunde möchte man beispielsweise vor einer Vollnarkose bewahren.

Es gibt mittlerweile jedoch auch sehr schonende und kurze Narkosen. Auch hierzu solltet ihr euren Tierarzt im Fall einer bevorstehenden Zahnreinigung von eurem Tierarzt beraten lassen.

Hohe Kosten bei professioneller Zahnreinigung

Je nach Aufwand entstehen durch die Zeit, die Instrumente und durch die Narkose und Beobachtung des Hundes nach der Narkose Kosten, die sehr unterschiedlich sein können. Fragt euren Tierarzt am besten vorher nach den Kosten. 

Ablauf der professionellen Zahnreinigung

Bei der professionellen Zahnreinigung durch den Tierarzt werden die Beläge und auch der Zahnstein an Zähnen, Zahnkrone und in den Zahntaschen entfernt. Hierzu werden Ultraschall- und Zahnsteinentfernungsgeräte verwendet: 

  • Mithilfe eines Ultraschall-Scalings werden die Zähne und auch die Zahnhälse wieder weiß. Allerdings gibt es bei Menschen auch Studien, die eine zu häufige Anwendung insbesondere bei geschädigten Zähnen nicht empfehlen, da der Zahnschmelz durch die Behandlung abnehmen kann. Bei starkem Befall mit Zahnbelägen und Zahnstein ist dies aber das geringere Problem.
  • Nach der Reinigung der Zähne und der Entfernung des Zahnsteins werden die Zähne poliert und danach wird eine Paste aufgetragen (Konservierung mit Zahnwachs), damit die Zähne wieder glatt und geschützt sind. Somit können sich die Bakterien nicht so gut anheften.
  • Ihr könnt nach der Zahnreinigung beim Tierarzt selbst noch zuhause das schützende Wachs nach einer Weile auftragen, um einen längeren Schutz zu gewährleisten. Sprecht euren Tierarzt doch mal darauf an.

Wie lange hält eine professionelle Zahnreinigung?

Eine professionelle Zahnreinigung vom Tierarzt hält jedoch im Durchschnitt nur drei Monate an. Dann sind die Beläge meist wieder so stark, dass eine neue Zahnreinigung erfolgen müsste.

Doch niemand möchte seinem Hund viermal jährlich eine Narkose zur Reinigung der Zähne geben lassen. Deshalb ist eine regelmäßige und von euch durchgeführte Zahnprophylaxe so wichtig bei Hunden.

Zahnstein selbst entfernen

Orozyme-Zahncreme zum Lösen von Belägen
Orozyme-Zahncreme zum Lösen von Belägen

Ihr könnt mit einem geeigneten Werkzeug (Metallspatel bzw. Schieber und Haken) selbst versuchen, bestehenden Zahnstein zu entfernen. Allerdings solltet ihr euch dies von eurem Tierarzt zuvor zeigen lassen, damit ihr den Zahnstein vollständig entfernt und die Zähne nicht verletzt.

Vorsicht: Zähne können verletzt werden

Manche Tierärzte raten davon ab, da ihr auch die Zähne schädigen könnt und die gefährliche Plaque an den Zahnhälsen und unter dem Zahnfleisch übersehen könnt. Eine rein kosmetische Entfernung des Zahnsteins bringt folglich nicht die gewünschte Vorsorge.

Manche Hunde lassen diese Prozedur erst gar nicht über sich ergehen. Wenn sie bei der Behandlung zappeln, könnt ihr sie und ihre Zähne leicht verletzen und damit Schaden anrichten.

Zahnstein selbst entfernen

Wenn ihr es selbst nach Anleitung eures Tierarztes versuchen wollt, können dies die Schritte sein: 

Der Zahnstein sollte vor der Behandlung immer etwas gelöst werden, da er sehr fest sitzt. Zum Lösen des Zahnbelags und des Zahnsteins könnt ihr eine Zahncreme (wie beispielsweise Orozyme) oder ein Zahnpulver auftragen.

Zahnstein mit Ultraschallzahnbürste entfernen

Es hat sich bei allen drei Pudeln meiner Freundin Katja sehr bewährt, dass sie die Zähne ihrer Hunde einmal wöchentlich mit einer Ultraschallzahnbürste reinigt und vorbehandelt. Mein Lese-Tipp: Zähneputzen beim Hund.

Dies löst tatsächlich innerhalb weniger Wochen den Zahnstein, so dass sie ihn selbst sehr leicht entfernen konnte. Obendrein beugt es sehr der Bildung von neuen Zahnbelägen und Zahnstein vor.

Leider sind diese Ultraschallzahnbürsten recht teuer, aber es lohnt sich, wenn man die Alternativen bedenkt: professionelle Zahnreinigungen mit Narkosen oder die Behandlung von Folgekrankheiten durch Zahnstein. 

Wenn der Zahnstein bereits vorbereitet wurde, lässt er sich mit einem Metallspatel oder Schieber vorsichtig vom Zahn abkratzen. Beläge am Zahnfleischrand können sehr vorsichtig mit einem kleinen Haken entfernt werden.

Ihr setzt den "Schieber" unter dem Zahnfleisch an und zieht den Zahnstein vom Zahnfleisch weg. Der Zahnstein sitzt sehr fest auf den Zähnen und muss mit etwas Kraft abgeschabt werden. 

Politur & Wachs

Nach dem Entfernen des Zahnsteins ist die Oberfläche der Zähne meist rau und ungeschützt. Deshalb werden die Zähne nach einer professionellen Zahnreinigung auch poliert und dann beispielsweise mit Wachs geschützt.

Dies ist allerdings nur sinnvoll, wenn ihr die Zähne auch wirklich gründlich gereinigt habt, denn sonst schließt ihr die Bakterien mit ein. Eine gute Politur ist im Hausgebrauch aufgrund fehlender Instrumente meist auch gar nicht möglich.

Ursachen

Ursachen von Zahnstein und Zahnbelag

Vorher: Deutlich sichtbarer Zahnstein und Zahnbelag
Vorher: Deutlich sichtbarer Zahnstein und Zahnbelag

Ursächlich für die verstärkte Bildung von Zahnstein und Zahnbelägen und damit für den Beginn von Zahnerkrankungen können viele Faktoren sein. Es gibt eine Veranlagung zu Zahnproblemen bei bestimmten Hunderassen, doch auch die Ernährung und die regelmäßige Zahnpflege spielen eine große Rolle.

Dies sind die häufigsten Ursachen für Zahnstein und Zahnprobleme bei Hunden: 

Zahnbeläge sind der Anfang

Zahnbeläge enthalten Bakterien, die sich im Belag der Zähne sehr schnell vermehren können. Sie sind die Grundlage für die Bildung von Zahnstein.

Kohlenhydrate im Futter

Zahnbeläge können sich verstärkt durch Kohlenhydrate im Futter bilden. Kohlenhydrate befinden sich beispielsweise in Getreide, das in vielen Futtersorten einen sehr hohen Anteil ausmacht.

Getreide sollte bei den meisten Hunden nur einen sehr kleinen Anteil des Futters ausmachen und ist eigentlich für eine gesunde Fütterung unserer Hunde gar nicht nötig. Lese-Tipp: Pro & Contra: Sollten Hunde Getreide fressen?.

Zucker im Futter

Zucker im Futter begünstigt die Bildung von bakteriellen Belägen, die durch die Einlagerung von Mineralien verkalken und zu Zahnstein werden.

Zucker ist beispielsweise leider noch in einigen Hundefuttersorten oder Leckerlis enthalten. Diese solltet ihr komplett meiden. 

Auch einige Obstsorten enthalten viel Zucker. Stark zuckerhaltige Obstsorten wie Mangos und Banane solltet ihr daher nur sehr selten oder gar nicht füttern. Obst sollte ohnehin nur 5-10% der täglichen Hundemahlzeit ausmachen.

Zahnfehlstellungen, Zahnverletzungen

An bereits falsch ausgebildeten oder verletzten Zähnen können sich Zahnbeläge sehr viel besser und schneller bilden und halten. Missbildung des Zahnschmelzes führen zu vielen Unebenheiten des Zahnes. Auch hier können sich Beläge sehr gut ablagern.

Abgeschliffener Zahnschmelz

Wenn der Zahnschmelz des Hundes abgeschliffen ist, so wird das Anhaften von Bakterien begünstigt. Das Abschleifen kann beispielsweise durch Spielen mit Steinen oder mit Tennisbällen begünstigt werden.

 

Alter: Hundesenioren

Bei Hundesenioren sind die Zähne mehr abgenutzt. Obendrein produzieren ältere Hunde oft weniger Speichel.

Aufgrund der rauen Oberfläche und des fehlenden Speichels können sich Beläge an den Zähnen besser anheften.

Kurzköpfige Hunderasse

Kurzköpfige (brachyzephale) Hunderassen wie beispielsweise Französische Bulldoggen, Englische Bulldoggen und Möpse müssen in ihren stark verkürztem Kiefer dieselbe Anzahl an Zähnen unterbringen, wie andere Hund mit einer langen Schnauze.

Sie neigen daher zu Kieferfehlstellungen und sehr eng stehenden Zähnen, was die Bildung von Zahnbelägen und Zahnstein fördert.

Da kurzköpfige Hunderassen aufgrund von Luftmangel häufiger hecheln, trocknet der Mundraum obendrein verstärkt aus, was ebenfalls zu mehr Zahnsteinbildung führt. Denn der Speichel hat eine antibakterielle Wirkung.

Kleine Hunderasse

Kleine Hunderassen müssen in ihrem kleinen Maul dieselbe Anzahl an Zähnen (42 Zähne) unterbringen wie große Hunderassen.

Doch oft stehen diese Zähne sehr eng oder haben Fehlstellungen, so dass sich Futterreste und Beläge leichter festsetzen können. 

Hunde, die sich wenig bewegen

Hunde, die sich wenig bewegen, leiden schneller unter Zahnproblemen, da sie weniger Speichelfluss haben, der eine zahnreinigende Wirkung hat.

Dies kann insbesondere natürlich ältere Hunde oder verletzte Hunde betreffen. 

Nierenerkrankungen

Die starke Bildung von Zahnstein kann auch der Hinweis auf eine Erkrankung der Nieren sein. Wenn die Nieren die Mineralien nicht mehr sauber ausscheiden, verbleiben diese verstärkt im Speichel und können dadurch vermehrt Zahnstein bilden

Prognose

Kann ich Zahnstein und Zahnbelag dauerhaft entfernen?

Sofern Zahnbeläge und Zahnstein rechtzeitig entdeckt und behandelt werden, lassen sie sich in

der Regel komplett entfernen. Ob Zahnbeläge und Zahnstein vollständig entfernt werden können, hängt jedoch von der Stärke und Dauer des Befalls ab. Werden sie rechtzeitig entfernt, kann eine gefährliche Parodontitis meist verhindert werden.

Doch Zahnbeläge und Zahnstein bilden sich neu, wenn die jeweiligen Ursachen nicht beseitigt werden und eine regelmäßige Zahnpflege erfolgt.

Eine Prognose, ob sich Zahnstein und Zahnbeläge wieder bilden, hängt also immer auch von dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes ab:

  • Stehen die Zähne sehr eng oder es gibt Zahnfehlstellungen, werden sich schnell wieder neue Beläge und auch Zahnstein bilden.
  • Ist das Immunsystem des Hundes geschwächt, können sich Bakterien schneller vermehren und der Hund kann ihr Eindringen schlechter abwehren.
  • Alte Hunde haben häufig ein schwächeres Immunsystem, weniger schützenden Speichel und abgenutzte Zähne, die nicht mehr so glatt sind. Leider keine guten Voraussetzungen für das Ausbleiben von Zahnbelägen und Zahnstein.
  • Hunde mit Nierenerkrankungen können verstärkt Mineralien im Speichel haben, der wiederum zu einer stärkeren Bildung von Zahnstein führt.

Aber auch weitere Faktoren begünstigen die Neubildung von Belägen und Zahnstein:

  • Mit der falschen Ernährung, können sich Zahnbeläge und Zahnstein schneller bilden. Insbesondere Zucker und Kohlenhydrate begünstigen Beläge.
  • Bewegt sich der Hund zu wenig, so bildet er weniger schützenden Speichel
  • Mangelnde Zahnreinigung und Zahnhygiene im Alltag
Vorbeugen

So beugt ihr Zahnstein & Zahnbelag am besten vor

Nachher: Zahnstein und Zahnbelag nach regelmäßiger Zahnreinigung mit der Ultraschallzahnbürste
Nachher: Zahnstein und Zahnbelag nach regelmäßiger Zahnreinigung mit der Ultraschallzahnbürste

Ihr könnt selbst sehr viel tun, um Zahnstein und Zahnbelägen bei euren Hunden vorzubeugen.

Wir haben für euch unsere Acht ultimative Zahnpflege-Tipps für Hunde zusammengestellt.

Besonders wichtig sind: 

Regelmäßige Kontrolle

Ihr solltet euch die Zähne eures Hundes regelmäßig anschauen. Sobald ihr Zahnbeläge seht, solltet ihr mit einer regelmäßigen Zahnreinigung beginnen. 

1-2 x jährlich sollte euer Tierarzt beim Besuch auch die Zähne eures Hundes kontrollieren. Sollte euer Hund Probleme mit den Zähnen haben, ist es empfehlenswert, einen spezialisierten Zahntierarzt aufzusuchen. 

Die richtige Ernährung

Die Ernährung spielt eine große Rolle in der Zahngesundheit eures Hundes.

Auf Zucker und Kohlenhydrate solltet ihr weitestgehend in der Ernährung verzichten.

Barfen ist beispielsweise für die Zahngesundheit nicht nur deshalb gut, weil euer Hund viel zu Kauen hat an Fleischbrocken und Knochen, sondern auch weil mehr und besserer Speichel produziert wird. 

Die Zähne können auch durch Abrieb mit Knochen, gesunden Kauartikeln oder großen Fleischbrocken im Futter von Belägen gereinigt und gepflegt werden. 

Lese-Tipp: Gesunde Hundezähne mit der richtigen Ernährung.

Regelmäßiges Zähneputzen & Zahnhygiene

Insbesondere bei Hunden mit einer Neigung zu Zahnstein Plaque solltet ihr auf eine gute Zahnpflege achten. Das bedeutet, dass ihr die Zähne reinigen solltet und auf ein gutes Milieu im Maul achten solltet. 

Zum Zähneputzen hat sich bei Zahnstein und Zahnbelägen eine Ultraschall-Zahnbürste als ausgesprochen wirkungsvoll bei unseren Hunden erwiesen. 

Lese-Tipp: Zähneputzen beim Hund.

Ausreichend Bewegung

Es mag seltsam klingen, aber ausreichende Bewegung ist auch für die Zähne gut. Der Körper wird auf der einen Seite gut durchblutet, auf der anderen Seite wird die antibakteriell wirkende Speichelproduktion angeregt.  

Anfällige Hunde

Diese Hunde sind häufig betroffen

Über 80% aller Hunde leiden im Alter ab 3 Jahren unter der vermehrten Bildung von Zahnbelägen, Zahnstein oder gar Parodontitis.

Doch besonders betroffen sind fast alle kleinen Hunderassen und kurzköpfige Hunderassen, die oft unter dem  brachyzephalischen Atemnotsyndrom leider. Aber auch Hunde mit sehr kleinen und langen schmalen Kiefern. So beispielsweise:

Gib uns Pfoten:

Schreibe uns:

Weitere Inhalte zum Thema Zahnpflege

Unsere acht ultimativen Zahnpflege-Tipps

Denn Hunde leben mit schlechten Zähnen kürzer!

Gesunde Hundezähne durch Ernährung

Tipps, wie ihr durch die Ernährung die Zähne eures Hundes gesund halten könnt.

Leider häufig: Parodontitis bei Hunden

Parodontitis erkennen, behandeln und vorbeugen.

Die Top-Zahnbürsten für Hunde im Vergleich

Zähneputzen hält den Hund gesund: Hiermit klappt es am besten.

Zähneputzen - So geht's

So gewöhnst du deinen Hund an das Zähneputzen und putzt richtig.

Zahnstein und Zahnbelag (Plaque) beim Hund

Zahnstein und Zahnbelag rechtzeitig erkennen und entfernen.

DigiDogs in anderen Sprachen und Ländern: DeutschlandGreat BritainUnited StatesPolska
Copyright © 2023 DigiDogs, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten.
Über uns - Impressum - Datenschutz