Cane Corso

Starker und selbstbewusster Bodyguard mit sensibler Seele

Schwarzer Cane Corso
Schwarzer Cane Corso
Der Cane Corso ist eine imposante italienische Hunderasse, die erst in den 1980er Jahren professionell gezüchtet wurde. Die großen und muskulösen Molosser mit dem breiten Kopf sind sportlich und vielseitig. Sie bewachten nicht nur die Höfe im Süden Italiens, sondern trieben auch Rinder und Wasserbüffel. Der Cane Corso ist selbstbewusst und friedlich - er ruht in sich, solange er nicht herausgefordert wird. Die sehr wachsamen Molosser benötigen erfahrene Halter, die sie bestimmt aber mit positiver Bestätigung erziehen, denn sie sind sehr menschenbezogen und haben eine sensible Seele. Der Cane Corso ist ein aktiver Hund, der sich gern bewegt und eine Aufgabe benötigt. Wohl erzogen ist er ein cooler und ruhiger Begleiter, der für seine Menschen alles tut.

Steckbrief Cane Corso

Größe
58,0 - 70,0 cm
Gewicht
40,0 - 50,0 kg
Lebenserwartung
10 - 11 Jahre
Verwendung
Begleit-, Familien-, Hüte-, Schutz- und Herdenhund
Herkunft
Italien
Fell
Kurzes glattes Haar mit wenig Unterwolle
Wesen
Souverän, muskulös, sportlich, in sich ruhend

Top Facts

  • Großer und starker Molosser, der dabei sportlich-athletisch ist
  • Ursprünglicher Herdenschutzhund mit starkem Schutztrieb
  • Gewissenhafte Sozialisierung und freundliche Erziehung ein Muss
  • Kleiner Genpool: Auf verantwortungsvolle Zucht achten wegen HD
  • Arbeitshund, der viel Bewegung und Kopfarbeit benötigt
  • In einigen Ländern auf der Liste gefährlicher Hunde - Haltungsauflagen

Charakter

Cooler und sportlicher Bodyguard mit sensibler Seele

Wunderbarer Wächter und treuer Türsteher

Cane Corsos sind allein schon aufgrund ihrer imposanten Erscheinung wunderbare Wach- und Schutzhunde, die so schnell keinen Fremden ungewollt ins Haus lassen. Dabei sind sie keine nervösen und temperamentvollen Hunde, sondern strahlen die coole Kompetenz eines professionellen Bodyguards aus. Mit einem stolzen Blick, der in sich ruht, beeindrucken sie ihre Umwelt.

Wie bei allen großen Wachhunden sind eine verantwortungsvolle Zucht, eine frühe Sozialisierung mit anderen Menschen und Hunden und ein positive und konsequente Erziehung essentiell für ein harmonisches Zusammenleben. Durch den engen Kontakt mit seinen Menschen lernt er, nur dann zu reagieren, wenn es gefordert wird. Aufgrund seiner Größe und Wachsamkeit ist er nicht für Anfänger geeignet.

 

Schwarzer Cane-Rüde döst total entspannt in der Sonne
Gestromter Cane-Rüde
Erst mal chillen ;0)

Selbstbewusster und cooler Begleiter mit hoher Reizschwelle

Der Cane Corso ist seinen Menschen gegenüber sehr loyal und möchte gefallen. Er ist von Natur aus sehr lieb und anhänglich und dabei extrem geduldig, manche sagen sogar treudoof. Seine Reizschwelle ist sehr hoch, doch ihr solltet euren Hund lenken können, wenn er sich herausgefordert fühlt. Gleichzeitig sollte niemals vergessen werden, dass der Cane Corso sozial dominant, durchsetzungsfähig und selbstständig sein kann. 

Nur für erfahrene Halter mit Spaß am Hundetraining

In erster Linie ist es keine gute Idee, sich einen Cane Corso nur aufgrund seines imposanten Aussehens zulegen zu wollen. Ihr solltet bereits Erfahrung in der Hundekommunikation und Erziehung haben. Denn ein Cane Corso kann ausgewachsen gut und gern einen Zentner wiegen und ist euch körperlich einfach immer überlegen.

Gleichzeitig sind sie die Bodyguards unter den Hunden und sehr wachsam und beschützend gegenüber ihrer Familie und deren Eigentum. Selbstbewusst können sie schnell die Führung übernehmen, wenn sie Gefahr wittern und ihr ihnen nicht zeigt, wie sie reagieren sollen. Deshalb benötigen sie erfahrene Halter, die sie frühzeitig gut sozialisieren, damit sie gegenüber anderen Menschen und Hunden gelassen und nicht abwehrend reagieren und auf euch hören.

Ihr solltet Spaß am Hundetraining und an der Beschäftigung eures Hundes haben und die notwendige Zeit dafür mitbringen. Cani Corsi benötigen mentale Anregung, regelmäßiges Training und ausreichend Bewegung. Sie sind keine Hunde, die ihr tagsüber allein im Garten lassen könnt, denn dann werden sie sich eine Beschäftigung suchen, die euch nicht gefällt. Beispielsweise Menschen oder andere Tiere vom Grundstück zu verjagen oder am Zaun zu verbellen. Es ist auch keine Lösung, die Erziehung einem Hundesitter oder Trainer anzuvertrauen, denn damit gehorcht der Hund euch noch lange nicht. Der Cane Corso benötigt seine Menschen als Bezugsperson und eine Aufgabe, die ihn fordert. Gebt ihr ihm keine Aufgabe, sucht er sich selbst eine und kann das Haus nach seinen Vorstellungen umdekorieren, den Garten neugestalten oder Dinge zerstören und gegenüber anderen Hunden und Menschen aggressiv werden. Wenn ihr keinen Spaß am Hundetraining habt, solltet ihr die Finger von einem Cane Corso lassen. Ein Basis-Training in Obedience und konsequente Regeln im Zusammenleben sind notwendig.

Aktiver Arbeiter mit sensibler Seele

In Italien wird und wurde der Cane Corso als Familien-, Schutz-, Herden und Hütehund verwendet.  Das macht ihn sehr gelehrig, arbeitsfreudig und sportlich und Fremden gegenüber im besten Fall gleichgültig, sofern ihre Familie und deren Besitz nicht bedroht sind.

Als Gebrauchs- und Arbeitshund sollten das Bedürfnis nach Aufgaben und Bewegung beim Cane Corso nicht unterschätzt werden. Die Hunde sind intelligent und gelehrig und möchten Aufgaben erfüllen.

Man sieht es ihnen wirklich nicht an, aber Cani Corsi sind sehr sensible Hunde. Durch ihren früheren Einsatz als Treib- und Hütehunde sind sie gelehrige und sensible Arbeiter. Eine „harte Hand“ benötigen CCs daher nicht, doch sehr bestimmte und liebevolle Konsequenz, wie im Grunde jeder Hund. Nur dass eine inkonsequente Erziehung und eine schlechte Sozialisierung ungleich stärkere und offensichtlichere Folgen beim starken und beeindruckenden Cane Corso nach sich ziehen können.

Ein gut erzogener und ausgelasteter Cane Corso ist ruhig und ausgeglichen, ein entspannter Partner, der euch seine ruhige Zuneigung zeigt. Er liebt Schmuse- und Streicheleinheiten und können sehr gut mit euch faulenzen. Doch bei lauter Stimme überlegt er durchaus einmal, ob er ein Kommando ausführen soll oder nicht. Wenn ihr ihn mit positiver Verstärkung erzieht, wird er euch liebend gern folgen.

Intelligenz

Der Cane Corso ist ein intelligenter Hund, der vielseitig einsetzbar ist. 

Aufmerksamkeit

Der Cane Corso ist intelligent und hat eine recht gute Aufmerksamkeitsspanne. Einmal Gelerntes wird oft gut behalten. 

Energie

Cani Corsi haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang und sollten täglich bewegt werden, damit ihre Muskeln gut ausgeprägt sind und die Gelenke unterstützen. Sie sind es gewohnt sich um Haus und Hof frei zu bewegen oder auch Viehherden zu treiben. Deshalb solltet ihr den Bewegungsdrang der ruhig wirkenden Hunde nicht unterschätzen. Tägliche lange Spaziergänge sind ein Muss. Gern begleiten sie euch beim Wandern. 

Zeitaufwand

Der Cane Corso ist zwar ein pflegeleichter Hund, aber seine Erziehung sollte bei euch gerade als Welpe und Junghund viel Zeit erhalten. Tägliche Trainingseinheiten und am besten auch eine Hundesportart wie Obedience sind ein Muss. 

Training

Ein Hund, der so groß, stark und wachsam wie ein Cane Corso ist, muss sehr gut sozialisiert und erzogen werden. Zum Glück sind Cani Corsi sehr intelligent und möchten lernen und ihren Menschen gefallen. Das macht das Training sehr leicht mit ihnen. Ein Cane Corso ist intelligent und mit ruhiger und bestimmter Führung und positiver Verstärkung sehr gut trainierbar. Er wünscht sich eine Aufgabe.

Dies erfordert ein regelmäßiges Training insbesondere im Welpen- und Junghundealter von täglich 2 Sessions von 5-20 Minuten, damit die wesentlichen Kommandos mit einer positiven Bestätigung eintrainiert werden. Dazu gehören die Leinenführigkeit, der Rückruf, das Ablegen und all dies in langsam gesteigerter immer spannender Umgebung mit mehr Herausforderungen und Ablenkungen. Ein Cane Corso muss auf seine Menschen positiv reagieren und gehorchen. Neben dem Training sollten die wichtigsten Haushaltsregeln für das gemeinsame Leben von euch und nicht von dem Hund aufgestellt werden: Darf er auf das Sofa? Darf er betteln? Darf er vor dir durch die Tür gehen? Darf er bellen, wenn die Tür klingelt? All das solltet ihr von Anfang an bestimmen und sehr freundlich aber bestimmt einhalten. 

Die folgenden Hundesportarten sind geeignet für einen Cane Corso:

  • Obedience
  • Begleithunde-Training (BH, IBGH)
  • Agility (sofern die Gelenke gesund sind und der Hund nicht zu schwer ist)
  • Fährtensuche
  • Dummytraining

In den USA werden sie auch als Therapie-Hunde für Veteranen eingesetzt, was aufgrund ihrer Kraft und Empathie sehr gut funktioniert. 

Wohnungstauglichkeit

Ein so großer und schwerer Hund mit starkem Schutztrieb ist im Grunde nicht für eine Haltung in der Wohnung gemacht. Seine Gelenke sind definitiv nicht darauf ausgelegt, täglich Treppen zu steigen und bei Krankheiten oder als Welpe oder im Alter möchtet ihr den Zentner Hund sicherlich nicht die Treppen tragen müssen. Bei dem starken Wachtrieb ist die Haltung in einem Einzelhaus sinnvoller, zumal Nachbarn sich vor dem Hund ängstigen können.

Natürlich könnt ihr einen Cane Corso auch in einer Wohnung halten, die groß genug ist und ebenerdig liegt oder mit dem Fahrstuhl erreichbar ist. Vorausgesetzt, euer Hund ist sehr gut trainiert und freundlich gegenüber Mitbewohnern des Hauses und wird täglich gut ausgelastet. 

Grundsätzlich sollte euer Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft eine schriftliche Genehmigung zur Haltung des Hundes gegeben haben. Achtung auch, da der Cane Corso in einigen Bundesländern oder Kantonen als gefährlicher Listenhund gilt (siehe unten unter Auflagen). 

Treue & Ergebenheit

Der Cane Corso lebt für seine Familie und ist seinen Bezugspersonen gegenüber ein sehr loyaler und treuer Begleiter. 

Jagdtrieb

Der Cane Corso wurde früher sowohl als Hüte- als auch als Jagdhund auf Großwild eingesetzt. Daher kann ein gewisser Jagdtrieb vorhanden sein, der jedoch in der Regel mit Training gut in den Griff zu bekommen sein sollte. 

Alleinsein

Cani Corsi möchten ihre Menschen begleiten oder ihnen zu Füßen liegen. Es ist nicht sinnvoll, sie täglich lange Zeit sich selbst zu überlassen. Aber mit ein wenig Training und Geduld ist es sicher kein Problem, sie einige Stunden am Tag allein zu lassen. 

Kein Hund sollte mehr als vier Stunden am Stück allein gelassen werden. 

Bellen

Den coolen Cane Corso bringt eigentlich so schnell nichts zum Bellen. Doch wenn ihm etwas nicht gefällt oder fremde Geräusche auffallen, erhebt er durchaus mal seinen tiefen durchdringenden Brummbass. 

Wachsamkeit

Cani Corsi können von Natur aus sehr wachsam sein. 

Beschützer

Der Cane Corso ist allein aufgrund seiner beeindruckenden Körpergröße ein sehr guter Beschützer. Sein starker Wach- und Schutzinstinkt machen ihn zum perfekten Wächter. 

Verträglich mit Hunden

Der Cane Corso ist recht gelassen gegenüber anderen Hunden, sofern sie seine meist sehr eindeutige Vorrangstellung nicht in Frage stellen. Freundlich, ruhig und teilweise desinteressiert oder verspielt geht er auf andere Hunde zu. Manchmal kann er im Spiel mit kleineren Hunden seine Kraft nicht richtig einschätzen, ist aber sehr gutmütig. 

Gern spielen Cani Corsi bei Streitigkeiten unter Hunden den großen ruhigen Polizisten und versuchen die Situation zu regeln, was ihnen meist allein durch ihr Auftreten gelingt. 

Auf große und dominante Hunde desselben Geschlechts können Cani Corsi dagegen schwierig reagieren. Hier ist ein verantwortungsvoller Halter gefragt, der solchen Situationen ausweicht und die Lage für seinen Hund regelt. 

 

Verträglich mit Tieren

Wenn der Cane Corso gut sozialisiert und erzogen ist, wird er auch mit anderen Tieren im Haushlt auskommen. 

Kinderfreundlich

Ein gut sozialisierter und wohl erzogener Cane Corso kann ein sehr guter Familienhund sein, der geduldig und liebevoll zu den Kindern der Familie ist.

Die Kinder sollten allerdings nicht zu klein sein und gelernt haben, respektvoll mit Hunden umzugehen. Kinder sollten nicht zu wild mit den Hunden spielen und wissen, wie sie sich in der Nähe des Hundes verhalten sollen. Als Eltern solltet ihr sicher stellen, dass sowohl der Hund als auch das Kind ihre Grenzen kennen. So sollten Kinder beispielsweise dem Hund nicht von ihrem Essen geben. 

Kinder sollten ausschließlich unter Aufsicht mit dem Hund sein. 

Verträglich mit Fremden

Der Cane Corso ist Fremden gegenüber eher reserviert. Aufgrund seiner starken Wachsamkeit kann er insbesondere im Dunkeln sehr skeptisch gegenüber Fremden reagieren.

Deshalb sind eine frühzeitige Sozialisierung und Erziehung wichtig, um ihm zu zeigen, dass ihr die Situation unter Kontrolle habt und keine Wachsamkeit wünscht. Dann hat er die Möglichkeit, Fremden gegenüber cool und gleichgültig zu reagieren, solange sie sich nicht aggressiv gegenüber ihrer Familie verhalten. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Insbesondere auf Gelenke, Herz und Epilepsie achten

Bei so starken und schweren Molossern wie dem Cane Corso, der aus einem sehr kleinen Genpool erst in den 1980er Jahren wieder hochgezüchtet wurde, ist es sehr wichtig, auf eine seriöse Zucht zu achten. Denn Inzucht und genetisch bedingte Krankheiten können nur durch die Auswahl der Elterntiere und durch Gesundheitstests vermieden werden.

Worauf ihr beim Kauf eines Cane Corso achten solltet

Deshalb solltet ihr einen seriösen Züchter wählen und insbesondere bei den Gesundheitsprüfungen der Elterntiere auf Gelenk- und Herzerkrankungen, aber auch auf Epilepsie achten. Ebenso achten sie auf ein ausgeglichenes Wesen, das zwar wachsam, aber niemals aggressiv sein sollte. 

Laut dem Cane Corso Italiano E.V., der in Deutschland für die Zucht innerhalb der offiziellen Vereinigungen VDH und FCI von Cane Corsos zuständig ist, kostet ein Welpe derzeit (2022) ab 1.400 EUR aufwärts.

Dafür unterliegen diese Welpen und vor allem ihre Elterntiere und die Zucht Auflagen und seriöse Züchter nehmen die wichtigen Gesundheitstests vor. Fragt die Züchter nach den Gesundheitstests und schaut euch das Muttertier an. Wichtig ist insbesondere bei so großen, wachsamen und starken Hunden, dass sie bereits früh sozialisiert werden mit anderen Menschen und Hunden. 

Leider gibt es immer mehr Welpenhändler und unseriöse Hundevermehrer, die Rassehunde (meist ohne Papiere) über das Internet anbieten. Und es ist schwer als Laie und Tierliebhaber nicht auf sie hereinzufallen. Doch ihr solltet den Hunden zuliebe genau darauf achten, wo ihr euren Hund kauft. Hier haben wir ein paar Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen.

Wo kann man seriöse Züchter finden?

Eine Liste von Züchtern, die dem VDH angeschlossen sind, findet ihr beim Cane Corso Italiano e.V..

Außerdem gibt es Züchter von Cane Corsos, die dem Internationalen Hunde-Verband angeschlossen sind, die besonderen Wert auf Tierschutz und eine gesunde Zucht legen. 

Bei den Elterntieren solltet ihr neben den oben genannten Erbkrankheiten darauf achten, dass sie möglichst keinen Unterbiss und kein zu weiches Haarkleid ohne Unterwolle haben, da diese Merkmale nicht ursprünglich sind. 

Hinreißender junger Cane Corso mit Spielzeug
Vier Cane-Welpen rangeln um einen Stock
Cane Corso in Aktion im Wasser

Robustheit

Ein gesunder Cane Corso ist ein sehr robuster Hund. 

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten kommen beim Cane Corso häufiger als bei anderen Hunderassen vor:

  • Bei so schweren und großen Hunden unbedingt auf Gelenkserkrankungen achten:
  • Herzerkrankungen - insbesondere Herzmuskelerkrankungen
  • Epilepsie
  • Magendrehung
  • Canine multifokale Retinopathie (CMR) - erbliche Augenerkrankung, bei der die Netzhaut des Auges Läsionen aufweist, die sich im Alter von vier Monaten zeigen können. 
  • Dental Skeletal Retinal Anomaly (DSRA) - Erbkrankheit, die zu einigen weiteren Erkrankungen der Augen, der Zähne und des Skleletts führen kann:
  • Hyperurikosurie (HUU) und Uratsteine - Eine Veränderung des Purinstoffwechsels, die von Geburt an besteht und zu einem erhöhten Gehalt an Harnsäure im Körper und damit zur Bildung von Blasensteinen führt. Die Ernährung betroffener Hunde muss purinarm sein, ggf. sind Medikamente notwendig. 

Weitere Erkrankungen, die beim Cane Corso häufiger als bei anderen Hunderassen auftreten können:

  • Degenerative Myelopathie (DM) - schwere Nervenerkrankungen, die oft erst im gehobenen Alter auftritt und zu einer Degeneration der Nerven im Rückenmark führt, was zu unkoordinierten Bewegungen der Hinterhand und zu Lähmungen führen kann. 
  • Bandscheibenvorfall aufgrund von Chondrodysplaie und Dystrophie
  • Maligne Hyperthermie (MH) 
  • Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL) - neuronale und degenerative Erkrankung, die zu Unruhe, Epilepsie und Aggression führen können.  

Verträgt Hitze

Das Haarkleid des Cane Corso ist kurz, besitzt aber eine Unterwolle. Je nach Klima ist die Unterwolle kürzer oder länger. Dadurch kommt der Cane Corso gut mit dem heißen Klima im Süden von Italien klar. In Deutschland kann seine Unterwolle etwas stärker werden, womit er Hitze nicht ganz so gut vertragen kann. 

Verträgt Kälte

Der Cane Corso kommt aus dem heißen Süden Italiens und ist kalte und nasse Temperaturen eher nicht gewohnt. Er passt sich aber ganz gut an, indem seine Unterwolle in kälterem Klima etwas länger und dichter wird. 

Pflege

Aufgrund seines kurzen Haarkleids bedarf der Cane Corso nicht besonders viel Pflege, er ist recht pflegeleicht. 

Regelmäßige Pflege-Checks

Wie bei allen Hunden solltet ihr auch beim Cane Corso regelmäßig die Augen und Ohren Cane Corso häufiger mal gekürzt werden. 

Pflege-Tipps:

Baden

Kein Hund muss regelmäßig gebadet werden, doch gelegentlich wird ein Bad fällig, wenn sich der Hund beispielsweise in etwas übel riechendem gewälzt hat. Deshalb ist es sinnvoll, bereits mit dem jungen Cane Corso gelegentlich ein Bad zu üben und es mit Leckerlis und einem Kommando zu verbinden. 

Wenn ihr euren Hund shampooniert, verwendet ein Shampoo, das auf den besonderen pH-Wert der Hundehaut abgestimmt ist und rückfettend wirkt. Daher am besten immer ein natürliches und mildes Hundeshampoo ohne viele Zusätze verwenden. Unser Shampoo ist dagegen nicht geeignet für Hunde. 

Kämmen & Bürsten

Es reicht, wenn ihr einmal wöchentlich das kurze Fell des Cane Corsos bürstet, damit die Unterwolle herausgebürstet wird. Ihr könnt auch einen speziellen Gummi-Handschuh zum Bürsten verwenden, dann glänzt das Haar noch mehr. 

Haaren

CC's verlieren das ganze Jahr über ihre Unterwolle und haaren dabei moderat. Lediglich während des Fellwechsels im Frühling oder Herbst kann es zu einem stärkeren Haaren kommen. 

Schneiden & Trimmen

Das Haarkleid des Cane Corsos muss weder geschoren, noch geschnitten oder getrimmt werden. 

Für Allergiker geeignet

Cane Corso unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und verfügen über eine leichte Unterwolle: Sie haaren daher insbesondere im Frühjahr und Herbst verstärkt. Sie gehören nicht zu den Hunderassen, die bei Menschen weniger Allergien auslösen können. 

Solltet ihr bereits eine Allergie auf Hunde (Tierhaarallergie) haben, so ist der Cane Corso sehr wahrscheinlich nicht der richtige Hund für euch. Doch die Allergie kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein. 

Unsere Tipps, für Allergiker: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Aufgrund der langen Lefzen und des gesunden Appetits kommt es nicht selten vor, dass Cane Corsos sabbern. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf langsames Wachstum und abwechslungsreiche Nahrung achten

Die Ernährung des Cane Corso hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf ihre Gesundheit und sein Wohlgefühl.

Vorsicht Gelenkprobleme: Auf langsames Wachstum achten

Aufgrund der Größe und des hohen Gewichts des Cane Corsos solltet ihr bei der Aufzucht eines Welpen darauf achten, dass er nicht zu schnell an Gewicht zulegt, da dies sehr schädlich für die Knochen und Gelenke sein kann. Es ist sinnvoll, wöchentlich das Gewicht zu messen und es mit einer gesunden Wachstumskurve zu vergleichen. Die Nahrung sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein. Cane Corso sind daher für das BARFEN und eine fleischhaltige Ernährung prädestiniert. Während des Wachstums kann es sinnvoll sein, einen Ernährungsberater oder einen in der Ernährung von Hunden kundigen Tierarzt zu Rate zu ziehen, der dir einen Ernährungsplan aufstellt. Die Futterkosten sind für Cane Corso höher als bei anderen Hunderassen, da sie größer und muskulöser sind und hochwertiges Fleisch, Knochen, Innereien und Gemüse benötigen. 

Vorsicht Magendrehung: Mehrere Mahlzeiten, Ruhe

Bei größeren Hunden kann es leichter zu einer lebensgefährlichen Magendrehung kommen. Daher ist es sinnvoll, die Tagesration auf mehere Mahlzeiten zu verteilen: Junghunde werden mit drei Mahlzeiten und erwachsene Hunde mit zwei Mahlzeiten täglich gefüttert. Ruhe ca. eine Stunde vor und eine Stunde nach der Mahlzeit ist sinnvoll, ebenso sollte die letzte Mahlzeit am besten vor 18 Uhr erfolgen. Da Trockenfutter im Magen stark aufquellen und damit eine Magendrehung begünstigen kann, ist eine fleischhaltige Ernährung mit BARF oder Nassfutter sinnvoller. 

Bei Hyperurikosurie auf purinarme Ernährung achten

Einige Cane Corso leiden erblich bedingt unter Hyperurikosurie, einer Erkrankung, bei der die Purin-Verarbeitung gestört ist und zur Bildung von Blasen- und Nierensteinen führen kann. Ist dies der Fall, sollte auf eine purinarme Ernährung und ausreichend Flüssigkeit geachtet werden. Auf sehr purinreiche Futtermittel wie Innereien oder auch Fisch sollte dann verzichtet werden. 

 

 

 

Verfressenheit

Cani Corsi sind fast immer sehr verfressen und daher müsst ihr auf ein gesundes Gewicht bei ihnen achten. Übergewicht geht stark auf die Gelenke und kann das Leben des Hundes um rund 20% verkürzen. 

Aussehen

Muskulös-sportlicher Molosser mit breitem Kopf

Selbst innerhalb der offiziellen Zucht gibt es sehr viele unterschiedlich ausgeprägte Typen des Cane Corso, denn es gab nur sehr wenige Hunde zum Zeitpunkt der Wiederbelebung der Zucht in den 1980er Jahren und als die Nachfrage stieg, wurden viele eingekreuzte Hunde im Zuchtbuch erlaubt. 

Sehr unterschiedliche Typen

Daher können Cani Corsi von sehr molossoid und kompakt bis sportlich-schlank aussehen. Generell ist der Cane Corso mit 40-50kg ein eher schwerer und mit einer Widerristhöhe von 58-70cm ein großer Hund.

Dabei bleibt er in seinen Bewegungen sportlich-kraftvoll und ausdauernd. Er hat den für Molosser typisch breiten Schädel mit einem ebenso breiten Kiefer und mit leicht überhängenden Lefzen. Die Hängeohren sind relativ klein im Verhältnis zum Kopf und dreieckig. Zum Glück dürfen sie nicht mehr kupiert werden. Der Hals ist ebenfalls kräftig und stark bemuskelt. 

Der Körper des Cane Corso ist fast quadratisch gebaut, dabei aber etwas länger als hoch. Die Rute ist glatt und gerade und wird hängend getragen. Nur bei Aufregung und Aktion wird die Rute erhoben. Sie darf grundsätzlich niemals geringelt sein. 

Die ursprünglichen Cani Corsi hatten niemals einen Unterbiss.

Sehr junger Cane-Welpe

Augenfarbe

Dunkle Augen

Fell

Kurzes, glänzendes Haarkleid mit einer dünnen Unterwolle. 

Farbe

Der Cane Corso kann in den folgenden Farben vorkommen:

Der Cane Corso war ursprünglich sehr dunkel, meist ein sehr dunkles braun, doch es gab auch alle anderen Farben zu früheren Zeiten. Laut Zuchtstandard gibt es die folgenden Farben:  

  • Schwarz
  • Grau in unterschiedlichen Tönungen: 
    • Bleigrau
    • Schiefergrau
    • Hellgrau
  • Falbfarben (hell oder dunkel) 
  • Hirschrot
  • Gestromt (dunkel weizenfarbig) mit Streifen (Stromung) auf falbfarbener oder grauer Grundfarbe.

Abzeichen:

  • Falbfarbene und gestromte Hunde haben eine schwarze oder eine graue Maske um den Fang herum (darf maximal bis zu den Augen reichen).
  • Ein kleiner weißer Fleck auf der Brust, an den Zechen oder auf dem Nasenrücken sind zulässig. 

Geschichte und Herkunft

Cane Corso Italiano

FCI Norm

Nummer: 343

Herkunft

Italien

Cane Corso beim Bad

Geschichte

Mit diesen Hunderassen ist der Cane Corso eng verwandt

Die Abstammung des Cane Corso ist nicht hinreichend wissenschaftlich belegbar. Eine enge Verwandtschaft mit dem Mastino Napoletano konnte jedoch in genetischen Studien eindeutig nachgewiesen werden, wenngleich sich der Mastino Napoletano in den letzten Jahrzehnten der Showzucht sehr zum Nachteil seiner Gesundheit verändert hat.

 

Beide Hunderassen nehmen einen eigenen Platz unter den Molosser-Rassen ein.  In der nächsten genetischen Nähe befinden sich der Boerboel und die Bull Terrier und Mastiffs.

Ist der Cane Corso ein Nachfahre der alten römischen Molosser?

Man nimmt sowohl beim Cane Corso als auch beim Mastino Napoletano an, dass sie Nachfahren der alten römischen Molosserhunde sind, die als Kriegs- und Schutzhunde mit den römischen Legionen ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. über ganz Europa verteilt wurden. Diese wiederum kamen um 1.000 v. Chr. aus dem mittleren Osten, wo es in Mesopotamien und Assyrien bereits sehr große Hunde gab.

Ob der Cane Corso wirklich direkt auf die römischen Molosser zurückzuführen ist, lässt sich jedoch nicht eindeutig belegen. Doch mit Sicherheit ist er aus diesem Typus Hund entstanden, den es schon 1.000 v. Christus gab. Wie dem auch sei, in jedem Fall gab es schon im alten Rom riesige Molosser, die als Kampf-, Kriegs-, Wach- aber auch als Jagd- und Hütehunde eingesetzt wurden.

Als die Römer 55 v. Chr. auf den britischen Inseln landeten, kam es zu Kreuzungen der Molosser mit den großen britischen Hunden, den Mastiffs. Aus diesen Hunden haben sich wiederum viele der heutigen Rassen gebildet. 

Was bedeutet der Name "Cane Corso"?

Der Ursprung des Namens und seine Bedeutung sind nach wie vor umstritten. Doch der Name taucht bereits im 15. Jahrhundert auf. Während "Cane" schnell als Hund übersetzt ist, gibt der zweite Teil "Corso" viele Fragen auf.

Kynologen und Liebhaber der Rasse gehen aber davon aus, dass die folgende Hypothese am wahrscheinlichsten ist: "Corso" stammt von dem griechischen Wort "kortos", das Wand bedeutet und dem lateinischen Wort "cohors", das Wächter und Beschützer bedeutet. Wie es der "Cane Corso Italiano E.V." ausdrückt, ist diese Beschreibung der Hunderasse sehr treffend, denn der Cane Corso ist als Wachhund für Haus und Hof, Eigentum und Familie bestens geeignet.

Die folgenden beiden Thesen sind dagegen eher unwahrscheinlich: Könnte mit Cane Corso der korsische Hund gemeint sein? Korsika ist schließlich Italien vorgelagert und hier soll es schon vor Jahrhunderten große schwarze Hunde gegeben haben.

Oder stammt das Wort "Corso" von dem Wort corsaro, cursos (fähig zu laufen) ab und beschreibt damit ganz allgemein Laufhunde? Damit könnten sowohl Herden- als auch Jagdhunde gemeint sein, als die der Cane Corso auch eingesetzt wurde.

"Cane Corso" bereits seit über 500 Jahren bekannt

Um 1500 gibt es erste Erwähnungen des Namens Cane Corso. Die italienische Vereinigung des Cane Corso hat in Studien herausgefunden, dass der Cane Corso um 1137 in der Nähe von Rom für militärische Zwecke gezüchtet worden ist.

Lange vor dem 2. Weltkrieg noch war der Cane Corso in ganz Italien als Arbeitshund auf dem Land verbreitet. Er hielt sich jedoch am längsten im traditionellen Süden Italiens. Im Süden Italiens, in Apulien, waren in der Landwirtschaft vielseitige und starke Hunde zum Schutz der Höfe und des Viehs sehr gefragt.

Sie wurden zum Treiben der frei lebenden Herden von Kühen, Rindern und auch Wasserbüffeln oder auch Schweinen eingesetzt. Gleichzeitig waren sie sehr guter Leibwächter, die enge Beziehungen mit ihren Menschen eingingen und auch gute Familienhunde abgaben. Man vermutet, dass die starken und sportlichen Hunde auch zur Jagd auf Großwild eingesetzt wurden.

Cane Corso fast ausgestorben nach dem 2.Weltkrieg

Im 2.Weltkrieg (1939-1945) sollen Cani Corsi zum Ziehen von Munitionskarren eingesetzt worden sein. Es blieben nur noch wenige Exemplare dieser Rasse nach dem Krieg übrig, was ihren Genpool leider sehr klein werden ließ.

Wie bei vielen Hunderassen haben jedoch die Veränderungen in der Landwirtschaft und bei der Jagd zu einer starken Reduzierung der Cani Corsi (Plural) seit dem 2. WK geführt. Zu Beginn der 1970er Jahre war die Rasse so stark dezimiert, dass zu ihrer Rettung etwas passieren musste.

 

Rettung des "Cane Corso" durch Paolo Breber

1976 begann der Hundeliebhaber und Biologe Paolo Breber mit Artikeln im Magazin des italienischen Hundezuchtvereins (ENCI) auf den Cane Corso aufmerksam zu machen und gründete eine Vereinigung zur Rettung der Rasse.

Es war keine Rekonstruktion, sondern ein Wiederaufbau der originalen Rasse mit den wenigen verbliebenen Hunden. Auf Youtube gibt es ein spannendes Interview mit Paolo Breber zum Cane Corso (in englisch). 

1983 entstand die Società Amatori Cane Corso (S.A.C.C.) zur Rettung und zum Wiederaufbau der Zucht. 1986 verließ Paolo Breber diese Vereinigung, da er den Weg des Italienischen Kennelclubs zu kommerziell und nicht vorteilhaft für die Rasse fand.

Er war gegen eine Kommerzialisierung und eine Änderung des Zuchtstandards, die Einzüchtungen von anderen Rassen wie beispielsweise Boxern erlaubte, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Insbesondere der Unterbiss aber auch ein weicheres Fell waren ihm nicht mehr ursprünglich genug.

Die S.A.C.C. wurde seitdem von Stefano Gandolfi, Gianantonio Sereni und Ferdinando Casolino geführt. Die ersten Zuchtversuche basierte im Wesentlichen auf  den Zwingern von Giancarlo Malavasi.  

Das Vorbild für die Rasse war der Rüde Basir (Sohn von Dauno und Tipsi), der noch von Paolo Breber für einen ersten inoffiziellen Standard ausgesucht worden war. 1980 waren die Würfe von dem Rüden Basir sehr nah an dem gewünschten Zuchtstandard, doch leider unterschieden sich viele Folgewürfe.

Erster offizieller Zuchtstandard und nur noch 150 Cani Corsi

1987 wurde ein erster offizieller Zuchtstandard von Dr. Antonio Morsiani aufgestellt, der von der ENCI 1987 anerkannt wurde. Da sich der Cane Corso vom Mastino Napoletano und anderen italienischen Molossern unterscheiden musste, wich man im Zuchtstandard vom ursprünglichen Bild ab. 1988 gab es weniger als 150 Cani Corsi.

Aufgrund guter Vermarktung stieg die Nachfrage extrem an. Doch leider in sehr kurzer Zeit, was zu Einkreuzungen führte und die Hunde in Charakter und Aussehen stark variieren ließ. Viele Liebhaber beschwerten sich über einen Mangel an Qualität der Zucht. Oft wurden ähnliche Hunde mit Cani Corsi gemischt und als reinrassig verkauft.

1986 Erster Hype und Eintragung in das Zuchtbuch in den USA

Sehr früh wurde auch das Interesse der Amerikaner für diese neue Rasse geweckt und der American Kennel Club registrierte die Rasse noch vor dem Italienischen Kennel Club (ENCI).

Die ersten sechs Cani Corsi, die in die USA verschifft wurden, kamen aus Sizilien und es wird immer wieder vermutet, dass es sich nicht um ursprüngliche Cani Corsi handelte, sondern um "Branchiero Sizilianos". In den USA wurden diese Hunde wiederum vermutlich auch mit anderen Hunderassen gekreuzt.

Meilensteine in der Zucht des Cane Corso

  • 1983 Gründung der Società Amatori Cane Corso (S.A.C.C.)
  • 1987 Anerkennung durch den Italienischen Kennel Club (ENCI)
  • 1997 vorläufige Anerkennung von der Fédération Cynologique International (FCI)
  • 2007 endgültige Anerkennung durch die FCI
  • 2010 endgültige Anerkennung durch den American Kennel Club (AKC)

Cane Corso im Überblick

Sportliche, selbstbewusste Hundekenner mit Gefühl und Spaß am Hundesport gesucht

Der Cane Corso ist ein selbstbewusster, sehr wachsamer und starker Hund, der gleichzeitig sehr sensibel und anhänglich sein kann. Er ist kein Hund für Anfänger und benötigt sowohl mentale als auch körperliche Auslastung. Seine Menschen sollten sich gern mit ihm in der Natur bewegen und Spaß am Hundetraining mit positiver Bestätigung haben. Dann werden sie einen coolen und ursprünglichen, sehr loyalen Begleiter an ihrer Seite haben. 

Auflagen

Ist der Cane Corso ein Listenhund?

Der Cane Corso steht in einigen Ländern auf der Liste der Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden. In diesen Gebieten unterliegt die Haltung eines Cane Corso entsprechenden Auflagen: 

Auflagen für die Haltung des Cane Corso in Deutschland 

In den folgenden deutschen Bundesländern gilt der Cane Corso Italiano als gefährlicher Hund der Liste 2:

  • Bayern
  • In Nordrhein-Westfalen wurde der Cane Corso ursprünglich der Hunderasse "Alano" zugeordnet, der zu den Hunden der Liste 2 gehört. Doch 2007 hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden, dass der Cane Corsoin Nordrhein-Westfalen nicht auf die Liste 2 gehört. 

Eine Freistellung von entsprechenden Auflagen wie Maulkorb- und Leinenzwang kann durch einen bestandenen Wesenstest erfolgen. Allerdings ist dieser meist personengebunden. 

Auflagen für die Haltung des Cane Corso in Österreich

Der Cane Corso unterliegt Stand 04.03.2021 keinen Haltungsauflagen in den Österreichischen Bundesländern. 

Auflagen für die Haltung des Cane Corso in der Schweiz

In dem folgenden Schweizer Kantonen sind Erwerb, Haltung und Zucht von einem Cane Corso verboten:

  • Genf

In den folgenden Schweizer Kantonen erfordert die Haltung eines Cane Corso eine kantonale Bewilligung und ggf. sind weitere Bedingungen erforderlich:

  • Freiburg - Fribourg
  • Glarus
  • Schaffhausen
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Hinweis: Wir versuchen immer, diese gesetzlichen Bestimmungen aktuell zu halten. Da sie in den einzelnen Bundesländern oder Kantonen jedoch jederzeit geändert werden könnten, ist es immer sinnvoll, dass ihr sie vor der Anschaffung eines Hundes aktuell noch einmal für eure Region einseht. 

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