Hunderassen von A-Z

Unsere Hunde-Rasseporträts werden von uns selbst geschrieben und nicht mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Dies bedeutet, dass neben einer tiefen Recherche in seriösen Quellen auch immer unsere eigenen Erfahrungen aus dem echten Leben im täglichen Umgang und Training mit unterschiedlichen Hunderassen in die Porträts einfließen. Hier findet ihr alle Porträts von A-Z in der Übersicht.

Kennt ihr die 36 deutschen Hunderassen? Von Affenpinscher über Schäferhund bis Zwergspitz stellen wir euch die Rassen mit Bilder vor.
Während fast jeder den Labrador und den Golden Retriever kennt, sind die anderen vier spannenden Retriever-Rassen in Deutschland fast unbekannt. Oder wer von euch hat schon mal vom Chesapeake Bay Retriever oder von einem lockigen Retriever gehört. Wir stellen euch die sechs Retriever-Rassen vor.
Die meisten Hunde bewegen sich gern, aber nicht jede Hunderasse ist zum Laufen mit euch geeignet. Wir zeigen euch die Top-Hunderassen zum Joggen und geben euch Tipps, worauf ihr achten solltet.
Schäferhunde und Golden Retriever zählen zu den großen Hunderassen
Zu den großen Hunderassen gehören viele sehr bekannte Hunderassen wie Boxer, Dalmatiner, Dobermann, Golden Retriever, Schäferhunde, Rottweiler und Setter. Zu den großen Hunden zählen so unterschiedliche Hundetypen wie lauf- und apportierfreudige Jagdhunde, kräftige doggenartige Molosser, starke Berghunde, einige ursprüngliche Spitze, pfeilschnelle Windhunde und ein hochläufiger Terrier.
Es gibt sehr viele unterschiedliche kleine Hunderassen, die sich sowohl in Aussehen als auch in Charakter und in ihren Bedürfnissen sehr unterscheiden können. Ihre Persönlichkeiten, ihr Aktivitätslevel und auch die benötigte Pflege unterscheiden sich zuweilen sehr stark. Sie können selbstbewusste, laute und oft jagdfreudige Terrier sein, sanfte Kuschler wie Möpse oder verspielte und aktive Havaneser und Zwergpudel.
In Deutschland führen seit dem 01.Juli 2024 fünf der sechzehn Bundesländer in ihren Verordnungen zum Halten von Hunden keine Rasselisten mehr. Wir zeigen euch die 21 Hunderassen, die in Deutschland entweder als gefährliche Hunderasse (Kategorie 1) oder als potenziell gefährliche Hunderasse (Kategorie 2) in elf Bundesländern eingestuft werden. Eine Hunderasse ist nun auf keiner Liste mehr geführt.
Die blaue Zunge dieser Hündin ist sehr gut sichtbar
Diese Hunde haben von Natur aus blau-schwarze Zungen. Vorsicht: Bei Hunden mit rosa Zunge ist eine Blaufärbung ein Krankheits-Symptom.
Vom American Pitbull Terrier bis zum Whippet sind sehr viele unterschiedliche Hunderassen mittelgroß. Mit mittelgroßen Hunderassen sind bei uns Hunderassen gemeint, die laut Zuchtstandard eine Schulterhöhe zwischen 40-59 cm erreichen.
Der Bernhardiner ist einer der größten Hunde
Dass die Deutsche Dogge und der Bernhardiner große Hunde sind, ist vielen bekannt. Doch es gibt eine Menge sehr großer und kräftiger Hunderassen, die laut Zuchtstandard eine Schulterhöhe von über 70 cm erreichen. Viele von ihnen gehören zu den schlanken Windhunden oder aber zu den starken Herdenschutzhunden oder Molossern. Wir zeigen sie euch mit Bild.
Englische Bulldoggen zählen zu extremer Qualzucht
Überzüchtung ist leider immer zum Nachteil der Gesundheit von Hunden. Hunde mit ausgefallenen Farben, zu große oder zu kleine Hunde, Hunde mit zu kurzen Schnauzen oder mit zu vielen Falten, Hunde mit zu kurzen Beinen, zu dichtem Fell oder aber mit einem "treuen Blick" oder genetischen Veranlagungen zu Gelenk- und anderen Erkrankungen. Ihr werdet euch wundern, wie viele Rassen betroffen sind.

Neue Hunderassen im Porträt

Für diese drei spannenden Hunderassen haben wir gerade Hunde-Rasseporträts mit Bildern und fundierten Infos zur Rasse aufgenommen.

Continental Bulldog

Typisch freundlich-sture Bulldog, aber mittelgroß, sportlicher & gesünder

Deerhound (Schottischer Hirschhund)

Pfeilschnelle, kraftvolle und sanfte Windhundriesen aus Schottland

Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Sportlicher und kleinster Retriever mit gesundheitlichen Schwächen
Typisch Terrier: Fühlt sich immer wie ein ganz Großer
Typisches Terrier-Temperament bedeutet Mut, Eigenständigkeit, Schnelligkeit und meist auch Jagdtrieb. Wir stellen euch die charakterstarken Terrier vor, die so klein wie der Yorkie oder so groß wie der Airedale sein können. Und einige, die sich Terrier nennen, sind gar keine. Kennt ihr sie alle?
Zuckersüß und total niedlich sehen die winzigen Hunde aus und sie werden immer beliebter. Doch viele wissen gar nicht, dass die Kleinen lebenslang unter gesundheitlichen Problemen und Gefahren leiden. Ein artgerechtes Hundeleben ist für sie nicht möglich.
Englische Bulldogge atmet schwer
Kleine Hunderassen mit runden Köpfen und kurzen Beinen sind stark im Trend, da sie so niedlich aussehen. Die meisten Menschen wissen jedoch gar nicht, dass die Hunde lebenslang leiden. Sie sind oft so stark überzüchtet, dass sie qualvolle Atemnot leiden und OPs benötigen.
Greyhounds auf der Rennbahn
Windhunde sind elegant und rasend schnell. Während sie im Haus freundlich und ruhig sind, drehen die Sichtjäger draußen voll auf. Wir zeigen euch die unterschiedlichen Windhunderassen und welche die schnellste Hunderasse ist.
Die Jagdhunderassen wurden für unterschiedliche Aufgaben gezüchtet und unterscheiden sich stark in ihren Bedürfnissen, charakteristischen Eigenschaften und in ihrem Aussehen. Es gibt die eifrigen, kleinen Erdarbeiter wie Dackel und Terrier, laute Meutehunde, stille Schnüffler und sportliche Allrounder. Ihre Eigenschaften können für einen Mensch-Hund-Alltag ohne gemeinsame Jagd herausfordernd werden.

Beliebteste Hunderassen und Hundenamen

Beliebteste Hunderassen 2021

In den Top-10 gibt es wenig Überraschungen, wohl aber, wenn man sich die ersten 30 Plätze ansieht.

Die beliebtesten Hunderassen

Bei den beliebtesten Hunderassen gibt es 2022 auf den hinteren Plätzen Veränderungen.

Die beliebtesten Hunderassen 2020

Für welche Hunderasse entschieden sich die Deutschen 2020 am häufigsten?

Zehn beliebte Hundenamen für Rüden

Die beliebtesten Namen für Rüden 2023 und ihre Bedeutung.

Zehn beliebteste Namen für Hunde-Mädel

Die beliebtesten Namen für Mädels 2023 und ihre Bedeutung.

Hunderassen bei DigiDogs

Unsere Hunde-Rasseporträts enthalten umfangreiche Infos mit tollen Bildern zu den Rassen. Ihr erfahrt, welche besonderen Charaktereigenschaften und welche Bedürfnisse und Herausforderungen die Hunderasse mit sich bringt.

Benötigt der Hund viel Auslauf? Kann ein Jagdtrieb vorhanden sein? Oft werden Hunde nach ihrem Aussehen gekauft, doch es ist gut, sich zu informieren, ob die Rasse zu euch und eurem Lebensstil passt. Wir geben euch Tipps, auf welche rassespezifischen Eigenschaften und auch Krankheiten ihr beim Kauf achten solltet. 

Doch jeder Hund ist ein absolutes Individuum und wird früh durch die von ihm gemachten Erfahrungen geprägt. Zusätzlich können je die Rasse-Eigenschaften je nach Zuchtziel unterschiedlich stark ausgeprägt sein.  

Unsere Hunderasseporträts werden von uns persönlich geschrieben und neben einer umfänglichen Recherche in seriösen Quellen fließen in die Porträts auch immer unsere eigenen Erfahrungen aus unserem täglichen Umgang und Training mit Hunden in die Porträts ein. 

Aussehen Nebensache: Fähigkeiten & Umfeld zählten

Der Wolf - Vorfahre unserer Haushunde
Der Wolf - Vorfahre unserer Haushunde

 

Über Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende, wurden Hunde nach ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten immer wieder vom Menschen selektiert. Logisch: Hütet ein Hund besonders gut die Schafe, möchten andere Welpen von diesem fantastischen Hund haben.

Dabei kam es die längste Zeit fast gar nicht auf das Aussehen, sondern rein auf die Fähigkeiten zur Bewältigung ihrer Aufgabe an. Zusätzlich gab es in unterschiedlichen Regionen der Welt auch andere Lebensbedingungen und Anforderungen an die Hunde.

So wurden im hohen Norden Hunde mit dichtem Fell und starker Kraft und Ausdauer zum Ziehen von Schlitten benötigt. Zur Jagd auf Hasen benötigte man dagegen schnelle und schlanke Sprinter wie die heutigen Greyhounds. Schwere und große Rassen wie Rottweiler und Mastiffs gaben wunderbare Wachhunde und Beschützer ab. Für die Jagd auf Tiere, die ihren Bau unter der Erde haben wie z.B. Fuchs, Dachs oder Marder benötigte man Hunde, die in diesen Bau auch passen und dabei angriffslustig sind, wie z.B. der heutige Dackel (Dachshund). Mit der Zeit änderten sich die Anforderungen an die Hunde und die Hunderassen spezialisierten sich immer mehr. Die Selektion geschah über Jahrhunderte, ohne dass es eine Hundezucht im heutigen Sinn überhaupt gab.

Es gibt große Hunde, winzige Hunde, schnelle Hunde, entspannte Hunde, kuschelige Hunde, selbständige Hunde, weiße Hunde, schwarze Hunde, ausdauernde Hunde, wärmeliebende Hunde, Familienhunde, verspielte Hunde…. Ihr versteht, was ich meine. Bei den weltweit über 350 offiziell anerkannten Hunderassen verlieren selbst Experten schnell die Übersicht. Hinzu kommen hunderte weiterer nicht offiziell anerkannter Hunderassen.

Und selbstverständlich gibt es unendlich viele ganz individuelle "Mischlinge", die wiederum unterschiedliche Hunderassen in sich vereinen.

Es werden absichtlich Hunderassen miteinander verpaart, um gewünschte Eigenschaften zweier Rassen zu erhalten. Hier kommen die sogenannten Hybrid- oder Designer-Hunde ins Spiel, die in letzter Zeit zu einem starken Trend werden.

Was macht eine Hunderasse genau aus?

Ein wesentliches Merkmal einer Hunderasse ist, dass die Elterntiere einer Rasse immer Nachfahren mit denselben äußerlichen und charakterlichen Merkmalen zeugen werden, die sie selbst besitzen. Diese Eigenschaften werden im Zuchtstandard der jeweils für die Hunderasse zuständigen Zuchtverbände festgehalten.

Die weltübergreifende Organisation der Hundezucht ist die "Fédération Cynologique Internationale", kurz: FCI genannt. Sie besteht aus drei Sektionen: 1. Europa, 2. Amerika & Karibik und Asien, 3. Afrika & Ozeanien und umfasst rund 99 Länder. Offiziell sind von der FCI über 350 Hunderassen anerkannt und es werden immer mehr.

Aber natürlich gibt es neben den offiziell in der FCI vertretenen Zuchtverbänden auch weitere Hundezucht-Organisationen und weitere Hunderassen, die in der FCI derzeit nicht anerkannt wurden.

Für Deutschland ist der VDH der nationale Zuchtverband innerhalb der FCI. Der Verband für das Deutsche Hundewesen, kurz: VDH genannt, ist der deutsche Hundezuchtverband mit über 140 einzelnen Rassezuchtvereinen.

Die Aufgaben der Hunde als wertvolle Helfer der Menschen verändern sich mit den Menschen

Der Mensch hat im Laufe der Jahrtausende den Hund für sehr unterschiedliche Aufgaben zunächst selektiert und später planmäßig gezüchtet. Zu diesen Aufgaben zählen z.B.:

  • Hunde als Jagdhelfer, die auf sehr unterschiedliche Wildarten und Jagdarbeiten spezialisiert sind wie z.B.: Aufstöbern, Treiben, Hetzen, Reißen, Apportieren
  • Hüten und Treiben von Vieh
  • Transportmittel des Nordens: Schlittenziehen
  • Frühzeitlicher Lieferwagen: Ziehen von Milch- und Marktwagen
  • Türsteher und Bodyguard: Bewacher von Haus und Hof, Menschen und Vieh
  • Einsatz als Kampf- und Kriegshunde
  • Unterhalter und "Seelentröster": Schoßhündchen
  • Prestige-Objekte bei Hofe
  • Rettungshunde

Heutzutage werden Hunde immer mehr vom Arbeitstier zu Helfern, Lebensgefährten, Freunden, Familienmitgliedern, Spielgefährten aber leider auch zu Mode-Accessoires.

Hund und Mensch haben trotz großer Unterschiede sehr viel gemeinsam. So können beide lebenslang Spaß am Spiel und am Lernen haben. Sie haben die Fähigkeit zu einer ausgefeilten Kommunikation, sie besitzen Empathie und sind beide erstaunlich leistungs- und anpassungsfähig.

Die meisten Hunde sind heutzutage Familienmitglieder und Begleithunde, manche haben noch ursprüngliche Aufgaben oder gehen einem passenden Hundesport nach. Doch Hunde haben starke Fähigkeiten, die auch auf neuen Gebieten dem Menschen helfen:

  • Diabetikerwarnhund
  • Hunde im Einsatz der Krebsfrüherkennung
  • Blindenführhunde
  • Begleiter von Autisten
  • Therapiehunde
  • Corona-Warnhunde
  • Drogenspürhunde

Welche unterschiedlichen Gruppen von Hunderassen gibt es?

Auf Basis ihrer ursprünglichen Aufgaben sind viele unterschiedliche Hunderassen entstanden und so werden diese in entsprechende Gruppen unterteilt. Die Hunderassen werden in der FCI in die folgenden 10 Gruppen mit jeweiligen Unter-Sektionen je nach Aufgabe und auch nach Abstammung bzw. Verwandtschaft unterteilt:

1.HÜTEHUNDE UND TREIBHUNDE (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)

Hütehund-Rassen sind für das Hüten oder Treiben von Vieh wie Schafen, Rindern oder auch Schweinen gezüchtet worden. Sie sind intelligente und ausdauernde Hunde, die auch selbständig Entscheidungen treffen können müssen.

1. Schäferhunde

Zu den Schäferhunden gehören z.B. der Australian Kelpie und als bekanntester Vertreter der Deutsche Schäferhund. Doch auch Belgische Schäferhunde sind als Sport- und Diensthunde sehr bekannt, insbesondere der Malinois und auch der Tervueren. Doch es gibt auch noch die weniger bekannten belgischen Hunderassen Laekenois und Groenendael

Frankreich hat den Beauceron, den Pyrenäen-Schäferhund und den Berger de Picardie.

Aus Großbritannien stammen die beliebten Border Collies, der Bearded Collie, der Bobtail und natürlich die Collies. 

Aus den USA kommt der Australian Shepherd. In vielen Ländern gibt es weitere Schäferhunde, wie beispielsweise unbekanntere Rassen wie der Pumi, der Puli oder auch der Ovtcharka, der Kuvasz und der Mudi.

2. Treibhunde

Zu den Treibhunden gehören Hunderassen wie Bouviers, Australian Kelpies und Australian Cattle Dogs und sowohl der Welsh Corgi Cardigan und der Welsh Corgi Pembroke.

2. PINSCHER, SCHNAUZER UND MOLOSSER, SCHWEIZER SENNENHUNDE

Pinscher und Schnauzer gibt es in unterschiedlichen Größen, zu ihnen gehören beispielsweise die beeindruckenden Dobermänner und Riesenschnauzer. Diese wurden als Arbeitshunde und als "Bodyguards" und "Türsteher" gezüchtet. Aber auch die kleinen Zwergschnauzer und Zwergpinscher gehören zu dieser Sektion.

Die Gruppe der Molosser unterteilt sich in Berghunde und in doggenartige Hunde wie die Deutsche Dogge, der Rottweiler, der Deutsche Boxer, die französische Bordeauxdogge oder die Englische Bulldoggen und Bullmastiffs, um die bekannteren zu nennen.

Zu den Berghunden gehören Hunderassen wie der Hovawart, der Leonberger, der Neufundländer oder auch der Bernhardiner. Eine letzte Gruppe bilden die Schweizer Sennenhunde, deren bekanntester Vertreter der Berner Sennenhund ist.

3. TERRIER

Das Wort Terrier stammt von dem lateinischen Wort "terra", das Erde bedeutet ab. Die Aufgabe der Terrier war und ist es bis heute, ihre Beute unter der Erde im Bau zu verfolgen und aus dem Bau zu treiben. Terrier sind selbstbewusst und temperamentvoll und das müssen sie auch sein, wenn sie wehrhafte Tiere wie Füchse und Dachse angreifen und aus ihrem Bau treiben sollen. Ihre Eigenständigkeit und ihr Ehrgeiz bei der Jagd werden oft als Sturheit im Alltag interpretiert. Die meisten Terrier-Arten stammen aus Großbritannien.

Terrier-Rassen gibt es in fast allen Größen und Formen: Die großen Airedale Terrier, mittelgroße Fox Terrier, starke Bullterrier wie der Staffordshire Bullterrier, drahtige Jack Russell Terrier oder kleine West Highland Terrier und winzige Yorkshire Terrier.

4. DACHSHUNDE (DACKEL)

In dieser Gruppe befinden sich alle Varianten des deutschen Dackels (Dachshund) bzw. des Teckels, wie er in der Jagdsprache genannt wird.

Der Dackel ist der kleinste und mutigste der deutschen Jagdhunde. Er ist ursprünglich - wie die Terrier - zur Jagd im Bau unter der Erde gezüchtet worden. Daher auch die charakteristisch kurzbeinige und lange Körperform. Bekannt ist der Dackel für seine Selbständigkeit und seinen Eigensinn. Dieser mutige Eigensinn, erscheint vielen im Alltag als verhaltensoriginell.

Dackel sind zäh und auf Spaziergängen erstaunlich ausdauernd. Doch aufgrund ihrer kurzen Beine und ihres langen Rückgrats sind ihnen doch Grenzen gesetzt: Joggen, am Rad laufen, große Sprünge und Treppensteigen sind nicht für sie gemacht.
Die Dackelzüchtungen unterscheiden jagdlich geführte Arbeitslinien sowie Begleit- und Familienhunde. Außerdem gibt es Dackel in drei unterschiedlichen Größen und hier jeweils in drei Haarvarianten.

5. SPITZE UND HUNDE VOM URTYP

Diese Gruppe unterteilt sich in fünf Unter-Sektionen:

1. Nordische Schlittenhunde

Hierzu gehören die besonders bekannten Hunderassen wie der Sibirische Husky, der Samojede und der Alaskan Malamute, aber auch der weniger bekannte Grönlandhund und der Kanadische Eskimohund. 

2. Nordische Jagdhunde

Die nordischen Jagdhunden genießen in Europa eher einen geringen Bekanntheitsgrad, sind sie doch auf die Jagd in eisiger Kälte spezialisiert. So z.B. der Finnen-Spitz, der Karelische Bärenhund, der Norwegische Elchhund oder auch der Norwegische Lundehund. Den Russischen Laika gibt es in drei Variationen und auch die Schweden haben einen Elchhund und den Norrbottenspitz. 

3. Nordische Wach- und Hütehunde

Noch seltener sind bei uns die nordischen Wachhunde wie Norwegischer Buhund und der Finnische Lapphund. Vom Schwedischen Wallhund oder vom Islandhund hat wahrscheinlich kaum einer gehört.

4. Europäische Spitze

Der Deutsche Spitz ist abgesehen vom kleinsten Vertreter, dem Zwergspitz (Pomeranian) und vom Deutschen Wolfsspitzeher aus der Mode gekommen. Dabei sind sowohl der Deutscher Großspitz, Deutscher Mittelspitz und der Deutscher Kleinspitz fantastische Begleiter, wenn auch oftmals etwas lauter. Und auch in Italien gibt es einen Spitz: Den Italienischen Volpino. 

5. Asiatische Spitze

Asiatische Spitze werden Dank sozialer Medien in Europa immer beliebter. Zu den asiatischen Spitzen zählen z.B. der chinesische Chow Chow, der aus Deutschland stammende Eurasier oder der japanische Akita, der Shiba Inu oder Exoten wie der Koreanische Jindo und der Thai-Bangkaew-Hund.

6. Hunde vom Urtyp

Zum Urtyp gehören dagegen ganz anders aussehende Hunderassen wie die zu den Sichtjägern und Winhunden gehörenden Podencos in unterschiedlichen Größen und Fellarten (Podenco AndaluzPodenco CanarioPodenco Ibicenco und der Podenco Português). Aber auch Nackthunde, wie der mexikanische Xoloitzcuintle oder die als älteste Hunderasse geltenden Pharaonenhunde gehören zu den Hunden vom Urtyp.

6. LAUFHUNDE, SCHWEISSHUNDE UND VERWANDTE RASSEN

1. Laufhunde

Zu den Laufhunden gehören eine ganze Reihe von Jagdhunden in unterschiedlichen Größen, die sehr ausdauernd die Fährten von Wild verfolgen. Zu den großen Laufhunden zählen die Bluthunde, der Griffon und die Polnische Bracke. Hierzu zählen insbesondere sehr viele Bracken-Arten aus aller Welt und aus Deutschland gehören die Deutsche Bracke und die Westfälische Dachsbracke dazu.

2. Schweißhunde

Schweißhunde sind ebenfalls Jagdhunde, die die Blutfährte von verletztem Großwild, wie Elchen, Rehen oder Wildschweinen verfolgen. Aus Deutschland gehört hierzu der Bayerische Gebirgsschweißhund und der Hannoversche Schweißhund. 

3. Verwandte Rassen

Mit den Lauf- und Schweißhunden verwandte Hunderassen sind der aus Kroatien stammende Dalmatiner und der südafrikanische Rhodesian Ridgeback.

7. VORSTEHHUNDE

Vorstehhunde kommen als Jagdhunde am häufigsten vor. Für sie ist eine Eigenschaft besonders charakteristisch: Das sogenannte Vorstehen, bei dem der Hund nach Aufnahme der Witterung von Wild stehen bleibt und das Wild dem Jäger anzeigt, in dem er eine Vorderpfote anhebt.

Aus Deutschland zählen hierzu z.B. Deutsch Kurzhaar, aber auch der Weimaraner und der Pudelpointer, sowie der Kleine Münsterländer und der Große Münsterländer. Viele europäischen Länder haben ihre eigenen Rassen, besonders bekannt sind bei uns die englischen Pointer und die Setter (English SetterIrish Red SetterIrish Red & White Setter,Gordon Setter.

8. APPORTIERHUNDE, STÖBERHUNDE, WASSERHUNDE

Apportieren bedeutet im Englischen "to retrieve". Deshalb gehören in die Gruppe der Apportierhunde die in Deutschland sehr beliebten Hunderassen Labrador Retriever und der Golden Retriever. Ihre Aufgabe ist das Bringen von geschossenem Nieder- und Federwild zu dem Jäger. Wenige wissen, dass es insgesamt sogar sechs Retriever-Rassen gibt.


Stöberhunde sind Jagdhunde, die das Niederwild für den Jäger im Unterholz suchen und hochjagen. Hierzu gehören viele Spaniel-Rassen wie der Cocker Spaniel und auch der Deutsche Wachtelhund.
Wasserhunde arbeiten wiederum mit Fischern und Jägern gemeinsam im Wasser und apportieren z.B. Fisch oder Wild aus dem Wasser. Auch hierzu zählen Spaniel-Rassen und z.B. der bekannte Portugiesischer Wasserhund der Obamas.

9. GESELLSCHAFTS- UND BEGLEITHUNDE

Die Gruppe der Gesellschafts- und Begleithunde ist riesig und unterteilt sich in 11 weitere Sektionen.

Zu ihnen gehören viele kleine Rassen und auch Toy-Hunde. So z.B. Malteser und Havaneser, Pekingesen, Mops und Chihuahua. Ebenso auch der Cavalier King Charles Spaniel, Französische Bulldoggen und Pudel.

10. WINDHUNDE

Windhunde sind die schlanken Sprinter unter den Jägern, die gesundes Wild auf Sicht jagen und dabei Geschwindigkeiten von über 40 km/h erreichen können. Es gibt über 20 Windhunde-Rassen

Hierzu zählen Afghanen, Saluki, Greyhounds, Whippets, das Italienische Windspiel und der Sloughi, um die bekannteren Hunderassen der Windhunde zu nennen.

Was wenige wissen: Zu den rauhaarigen Windhunden zählen der Irische Wolfshund und der Schottische Deerhound.

Noch weniger bekannt aber im Kommen sind die Silken Windsprites.

Sie alle sind auf Schnelligkeit, aber selten auf Ausdauer gezüchtet und haben häufig einen starken Jagdtrieb.

Was sagt mir die Hunderasse über den Hund und was nicht?

Die Hunderasse kann dir in jedem Fall sehr aufschlussreiche und sehr wahrscheinliche Hinweise auf die Bedürfnisse, die Charaktereigenschaften und natürlich auf das Aussehen (Größe, Gewicht, Farbe etc.) des Hundes geben. Daran kannst du relativ gut erkennen, ob die Hunderasse zu dir und deinem Leben passt. Es gibt so unterschiedliche Hunde wie die winzigen Chihuahuas bis hin zu riesigen Doggen. Doch allein vom Aussehen lässt sich nicht sagen, ob der Hund zu dir passt. Oft ist es die Geschichte der Hunderasse und ihre ursprüngliche Aufgabe, die mehr Aufschluss gibt:

  • Wird der Hund einen starken Jagdtrieb haben?
  • Benötigt der Hund viel Auslauf?
  • Neigt die Hunderasse zum Bellen?
  • Ist der Schutztrieb ausgeprägt?
  • Kann er auch mal für ein paar Stunden allein bleiben?
  • Wie hoch wird der Pflegeaufwand des Fells sein?
  • Ist der leicht zu erziehen?
  • Auf welche Krankheiten sollte ich bei dieser Hunderasse achten?

Jeder Hund ist ein Individuum und von seiner Umwelt beeinflusst

Aber natürlich ist jeder Hund ein Individuum und nicht jede Eigenschaft oder Wesensart ist vorhersehbar. Hunde werden von ihren Erfahrungen und ihrer Umwelt insbesondere in den ersten Lebenswochen und Monaten sehr stark geprägt. Das bedeutet, dass der Züchter eine sehr große Verantwortung trägt und die Welpen an viele Umweltreize früh gewöhnen sollte. Ist die Mutterhündin erfahren und sehr eindeutig in ihrer Sprache? Dann werden die Welpen bereits gelernt haben, dass sie nicht alles dürfen und wissen, was Konsequenz bedeuten kann. 

Studien haben beispielsweise gezeigt, dass Welpen, die zu früh von der Mutterhündin getrennt werden, wesentlich unausgeglichener sind. Oder dass Hündinnen, die nur Brüder hatten, mehr Testosteron besitzen und daher auch oft "männlicher" reagieren. Auch die Zuchtlinien haben einen Einfluss auf das spätere Wesen: Arbeitslinien sind meist wesentlich agiler als reine Showlinien, aber auch das lässt sich nicht einfach pauschalisieren.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass Hunde einer Rasse ausgesprochen unterschiedlich im Wesen sein können. Der Rauhaardackel Maxi meiner Mutter war ein fröhlicher und aufgeweckter Kerl, der leider eine sehr geringe Beißschwelle besaß, was ich auch zu spüren bekommen habe. Überhaupt haben mich bisher nur Dackel gebissen. Ihr zweiter Dackel Artus war dagegen eine Seele von Hund, der alle Menschen liebte und sehr verschmust war. Beide kamen übrigens aus dem Tierheim. 

Während Spike, mein Rottweiler-Schäferhund-Mix so gar nicht wachsam war und beim Türklingeln freudig wedelnd zur Haustür lief, war meine Dobermann-Rottweiler-Hündin Esta ausgesprochen territorial und wachsam. Und meine beiden Labradoodle-Mädchen sind in ihrem Wesen ebenfalls ausgesprochen unterschiedlich: Lotte war eine Musterschülerin und auf jeden Menschen und Hund gut zu sprechen, während Lilly den Spitznamen "Rabautzky" hat und temperamentvoll-territorial ist. Lilly war allerdings auch die einzige Hündin im Wurf und der erste Wurf ihrer Mutter. 

Warum es keine gute Idee ist, einen Hund nach dem Aussehen auszuwählen

Leider werden Hunde heute zu oft nach ihrem Aussehen ausgewählt. Ihre Fähigkeiten werden dabei häufig unterschätzt, missverstanden oder sind sogar unerwünscht. Ihre Bedürfnisse werden ignoriert und ihr Verhalten wird falsch verstanden. Früher war es aber genau andersherum bei den meisten Hunderassen: sie wurden nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihrem Aussehen selektiert.

Ein einfaches Beispiel: Kaufe ich mir einen Weimaraner, weil ich ihn so elegant und schön finde und ihn gern in der Stadt spazieren führe, so werde ich dem ursprünglichen Jagdhund einfach nicht gerecht und es kommt zu Komplikationen in der Haltung. Dies ist dem Hund gegenüber aber zutiefst ungerecht und hat nichts mit einer verantwortungsvollen Hundehaltung zu tun. Wenn ich gern lange Strecken mit meinem Hund joggen möchte, sind weder Dackel noch Podenco eine gute Wahl.

Am besten frage ich mich, welche Eigenschaften eines Hundes ich suche und welche zu mir passen.

Übrigens gilt dies auch für einen Mischling: Häufig lässt sich zumindest ansatzweise sagen, welche Rassen in ihm stecken. Man weiß zwar nicht, welche Eigenschaften sich dann primär herausbilden, hat aber die Chance, sich eine Vorstellung davon zu machen.

Trends bei Hunderassen

Schon im letzten Jahrhundert haben Filme und Serien über Hunde wie "Lassie" oder "101 Dalmatiner" die Nachfrage nach den einzelnen Hunderassen in kurzer Zeit rasant steigen lassen. Heute sind es meist die Social-Media-Kanäle der Stars mit Hunden, die Nachfragen zu einzelnen Rassen steigen lassen. Den Hunderassen damals wie heute tut dies nicht gut. Denn ist die Nachfrage größer als die Anzahl der Welpen der seriösen Züchter, werden leider viele unseriöse "Hunde-Vermehrer" auf den Plan gerufen.

Züchtungen und Käufe rein auf Aussehen und Niedlichkeit sind für die Gesundheit und auch für eine artgerechte Haltung der Hunderassen fast immer eine Herausforderung. Der Trend zu winzigen "Handtaschenhunde" wie Tea Cups oder Imperials, die häufig mehr Accessoire als Familienmitglied sind, liegt leider im Trend. Leid für Likes: Winzige Teacup-Hunde: Sehr oft sind Krankheiten und Leid damit verbunden.

Ähnlich ist es mit den ach so niedlichen kurzköpfigen Hunderassen, die leider fast zu Karrikaturen ihrer selbst gezüchtet wurden. Und auch diese Art der Übertreibung ist mit vielen gesundheitlichen Nachteilen verbunden. Denn die kurzköpfigen Hunde können oft nicht gut atmen und leiden. Man spricht heutzutage von dem Brachyzephalischen Atemnotsyndrom (BAS)

Hypoallergene Hunderassen, die keine Allergien bei Menschen auslösen sollen, liegen ebenfalls im Trend. Doch gibt es überhaupt Hunderassen für Allergiker und kann ich mit Allergie einen Hund halten? Die Fragen beantworten wir euch in dem folgenden Artikel. Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie

Augen auf beim Hundekauf

Deshalb heißt es heutzutage ganz besonders: Augen auf beim Hundekauf. Und lasst euch nicht von niedlichen Welpen oder tollen Versprechen zu einem Kauf überreden. Hier haben wir unsere Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen

Diese Hunderassen sind besonders häufig von Qualzucht betroffen. Und leider ist Qualzucht auch bei Rassehunden häufig. Da fragt man sich wirklich: Qualzucht bei Hunden - wie ist das möglich?

Bevor ihr euch einen Hund zulegt, solltet ihr grundsätzlich einige Überlegungen anstellen. Denn der Hund ist ein neues Familienmitglied, für das ihr sein Leben lang die Verantwortung übernehmt. Deshalb sind ein paar Gedanken vor der Hundehaltung: Passt ein Hund zu mir? sehr sinnvoll. Danach stellt sich die Frage: Welcher Hund passt zu mir?

 

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